• Mo.. März 30th, 2026

Kinder gestalten die Stadt der Zukunft

VonRedaktion

März 30, 2026

Rund um die fantasievollen Modelle der Kinder von ihrer Stadt der Zukunft gruppieren sich Themeninseln wie „Klima“ oder „Wachstum“, die eine Brücke zu realen innovativen Projekten schlagen. SDTB/ Foto: Ériver Hijano

Die Sonderausstellung „SuperCity 3000. Unsere Stadt der Zukunft“ im Deutschen Technikmuseum beschäftigt sich mit dem Thema, wie wir in der Stadt der Zukunft leben werden. Das Besondere an der Ausstellung ist, dass sie von Kindern für Kinder entwickelt wurde: Sechzig Grundschulkinder haben Visionen für ihre Zukunftsstadt überlegt und gebaut. Dabei entstanden fantasievolle Stadtmodelle – das Herzstück der Ausstellung. Davon ausgehend werden innovative Projekte, technische Prototypen und Architekturentwürfe gezeigt, die Zukunftsideen der Kinder widerspiegeln.

Bild links:Diese „Ecocapsule“ braucht keinen Anschluss für Wasser und Strom, verfügt über Koch-, Schlafgelegenheit sowie Toilette und versorgt sich selbst über regenerative Energien. / Bild Mitte: Ein smarter Mülleimer meldet per Sensor, wenn er voll ist und geleert werden muss. /Bild rechts: An dieser Mitmach-Station mit Audio-Kommentar können Kinder lernen, welche Umgebung für welches Tier in der Stadt ideal ist.Fotos SDTB/ Foto: Ériver Hijano

Schon heute leben 90 Prozent der Kinder in Deutschland in Stadtgebieten, im Jahr 2050 werden es über 70 Prozent der Weltbevölkerung sein. Um diese Entwicklung auch als Chance zu begreifen, lautet das Motto der Ausstellung: „Die Zukunft ist offen, wir können sie mitgestalten!“  Besonders wichtig war es dem Ausstellungsteam, die Stimmen der jungen Generation ernst zu nehmen und ihre Ideen, Ängste und Hoffnungen n in die Stadtplanung einfließen zu lassen.

Der zentrale Ausstellungsbereich ist die fantasievolle Stadtlandschaft der Kinder, in der sie innovative Lösungen für die Herausforderungen der Gegenwart präsentieren sowie ihre Wünsche und Hoffnungen in Bilder fassen. So auch die Idee der “Small Houses” von Hollie und Helene: “Unsere Häuser sind dafür da, dass darin Obdachlose wohnen können und sie damit immer dorthin fahren, wo sie hinfahren wollen.” Während sich manche Kinder mit der Verbesserung der Lebensumstände beschäftigen, träumen andere von fantastischen neuen Welten. Einige Kinder reagieren mit ihren Ideen auf düstere Zukunftsprognosen, wie etwa Laura: “Mein Kühlzentrum ist dazu da, um sich zu kühlen, wenn später 40 Grad sind.”

Die Dramaturgie der von studio klv gestalteten Ausstellung folgt konsequent dem partizipativen Prozess. Zunächst werden die beteiligten Kinder vorgestellt. Dann beginnt in einem abgedunkelten Tunnel die Zeitreise. Die Besuchenden treffen auf Zeitmaschinen, welche die Kinder gebaut haben, und werden von deren Stimmen gedanklich in die Zukunft mitgenommen. Am Ende des Tunnels öffnet sich der Blick auf das vielfältige Panorama der gebauten Modelle.

Eine Mitmach-Station zeigt verschiedene Stadtansichten vor und nach einem Umbau: Begrünte Inseln statt grauer Betonwüste, fußgängerfreundliche Viertel statt Autostadt. Im Handumdrehen wird aus tristem Beton-Zustand die bunte Stadt der Zukunft!
SDTB/ Foto: Ériver Hijano

Um die Stadt sind sechs Themenbereiche gruppiert, die sich aus den Ideen der Kinder ergeben:  Gemeinschaft, Klima, Natur, Versorgung, Wachstum und Weite. Hier zeigen spannende Objekte, wie etwa eine Lieferdrohne, eine Unterwasserwohnung, oder auch innovative Baumaterialien, wie das Leben in zukünftigen Städten aussehen könnte. Interaktive Stationen zur smarten Müllabfuhr oder Erdbebensicherheit laden zum Ausprobieren ein. In einem großen Mitmachbereich können die Besuchenden an der Zukunftsstadt mitbauen und eigene Ideen für die Stadt der Zukunft beisteuern.

Ein Begleitprogramm für Schulklassen und Familien sowie ein Podcast ergänzen die Ausstellung. 

Deutsches Technikmuseum  
Trebbiner Straße 9  
10963 Berlin  

www.technikmuseum.berlin

Von Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert