Das Leben ist schön in Luxemburg

Die Altstadt von Luxemburg ist UNESCO-Weltkulturerbe. Foto: Ingrid Müller-MertensDie Altstadt von Luxemburg ist UNESCO-Weltkulturerbe. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Von Jens Hoffmann.

Eingebettet zwischen Frankreich, Belgien und Deutschland bietet Luxemburg ein Reiseerlebnis mit viel Genuss, Kultur und Spaß. Einst war der über 1000 Jahre alte, kleine Flächenstaat eine der mächtigsten Festungen Europas. Heute ist es ein schönes Reiseziel, durch viel Architektur wurde ein herrlicher Kontrast zur Natur und dem idyllischen Stadtbild geschaffen.

Das Flüsschen Alzette. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Das Flüsschen Alzette. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Knapp 600 000 Einwohner hat das kleine Land und damit weniger Einwohner als viele europäische Großstädte.

Das Palais des regierenden Monarchen in der Landeshauptstadt mit seinen Türmchen und Erkern ist ein schöner Ort.

Großherzoglicher Palast. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Großherzoglicher Palast. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Wenn die Fahne über dem Palais weht ist der Großherzog Henri von Luxemburg zu Hause, seine Gardewache vermittelt aber auch, wenn er abwesend ist das royale Gefühl.

Der Bockfelsen, mit seinen unterirdischen Wehrgängen (Kasematten), ist der perfekte Startpunkt für einen historischen Spaziergang. Die ersten Kasematten wurden im Jahr 1644 unter spanischer Herrschaft angelegt. Die unterirdischen Gänge wuchsen im Laufe der Geschichte auf eine Gesamtlänge von 23 Kilometer.

Blick aus den Kasematten. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Blick aus den Kasematten. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Einige Gänge sind 40 Meter tief. Auf einem riesigen Felsen baute Siegfried im Jahr 963 seine Burg „Lucilinburhuc“. Von der ehemaligen Festung stehen heute nur noch die steilen Schleifen des Corniche-Walls und die tausend Jahre alten Reste der Lützenburg. Seit 1994 gehören die historische Altstadt und die Festungsbauten zum Unesco-Weltkulturerbe

Unten im Tal fließen die Flüsse Alzette und Petruss. Der Wenzel-Weg führt zu den Klostergärten der ehemaligen Benediktinerabtei Neumünster.

Wemzelweg. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Wenzelweg. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Die Abtei kann mit düsteren Geschichten und wechselnden Bestimmungen prahlen, bis 1769 war sie ein Kloster, dann Gefängnis, ab 1867 Militärkrankenhaus und bis 1984 wiederum Gefängnis.

Das alles passt zur Stadt, Luxemburg erschließt sich nicht auf den ersten Blick und die Dinge wechselten häufig ihre Widmungen.

Einige Stadtteile hat man tiefer gelegt, andere höher. Von der Altstadt in den Bezirk Grund verkehrt ein Fahrstuhl, die Fahrt im Aufzug dauert nur ein paar Sekunden. Unten die historischen Bauten, oben die Glaspaläste des Justizzentrums samt Institutionen der Europäischen Union. Es ist wie eine Zeitreise. Luxemburg ist vor allem als Zentrum europäischer Institutionen bekannt, deshalb geraten seine touristischen Reize oftmals etwas in den Hintergrund.

Sterneköchin Lea Linster. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Auch Sterneköchin Lea Linster liebt Cremant. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Seit einigen Jahren erkennen aber immer mehr Besucher die kulturellen Qualitäten des Großherzogtums. Es gibt neben den historischen Gebäuden  viele Gärten und Parks die den besonderen Charme Luxemburgs ausmachen. und die höchste Sternerestaurantdichte Europas.

Jedes Viertel hat etwas Besonderes zu bieten, schöne Restaurants, historische Barockfassaden und feine Geschäfte. Im Stadteil Kirchberg, auf dem Kirchberg-Plateau befinden sich die europäischen Institutionen, das RTL Headquarter, viele Banken und die Philharmonie. Genau hier haben Architekten ihre Vorstellung von einem stylischen, kulturellen europäischem Zentrum erschaffen.  Die Kunst gehört in diesem Viertel zum Leben. Dem Europaviertel fehlt es vielleicht etwas an Wärme, das Museum für moderne Kunst MUDAM und auch die Philharmonie von Christian de Portzamparc sind jedoch sehenswerte, weltbekannte Architekturklassiker.

Philharmonie. Foto: Jens Hoffmann

Philharmonie. Foto: Jens Hoffmann

Im Inneren der Philharmonie befinden sich zwei Konzertsäle, die Akustik ist ebenso bemerkenswert wie die Eleganz des Ortes. Die 800 Betonsäulen im Gebäude sollen einen Wald darstellen.

Das kulinarische Angebot in Luxemburg ist wunderbar. Ländlich, konsequent lokal, unverfälscht: Gemüse, Fleisch und Käse stammen von eigenen Bauernhöfen. Alles überzeugt mit einer gelungenen Mischung aus feiner Küche und deftigen, landestypischen Spezialitäten. Nicht umsonst gibt es hier die höchste Sternerestaurantdichte Europas. Exzellent das lokale Weinangebot. Die Mosellandschaft ist ein herrliches Weingebiet, seinen stärksten Auftritt hat hier der Cremant , ein beliebter Schaumwein, aber auch der Elbling oftmals als Cuvée zusammen mit Riesling und Pinot Noir Trauben.

 

www.visitluxembourg.com

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