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Am Sonntag startet die Berlin Science Week

VonRedaktion

Okt. 30, 2026

Foto © Florian Gaetner/ Berlin Science Week

Albert Einstein und Max Planck für Physik, Emmanuelle Charpentier für Chemie – und jetzt Peter Hegemann für Medizin. Die Berliner Nobelpreisliste ist lang. Mit dem Nobelpreis für den Biophysiker Peter Hegemann von der Humboldt-Universität ist in diesem Monat erneut einer der renommierten Wissenschaftspreise nach Berlin gegangen. Was es auch zeigt: Berlin forscht auf Weltniveau. Ab Sonntag, dem 1. November, lädt die Berlin Science Week erneut Berlinerinnen und Berliner zehn Tage lang dazu ein, Berlin als Wissenschaftsstadt zu entdecken – und selbst ein Teil davon zu werden. Mehr als 350 Veranstaltungen machen Forschung für alle zugänglich, an mehr als 120 Orten, vom Festivalzentrum im Haus der Kulturen der Welt (HKW) über zahlreiche Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen in der Stadt bis hin zu insgesamt 33 Stadtteilbibliotheken. Der überwiegende Teil der Veranstaltungen ist kostenfrei.

Berlin ist eine Nobelpreis-Stadt

Am 6. November spricht der Physik-Nobelpreisträger Brian Schmidt im Festivalzentrum mit dem Teilchenphysiker Harry Cliff vom CERN über das sich wandelnde Bild vom Universum. Die Teilchenphysikerin Clara Nellist begleitet die beiden auf ihrer Reise durch den Kosmos. Schmidt erhielt den Nobelpreis 2011 für die Entdeckung der beschleunigten Expansion des Universums. Einen Tag später sind Sir Konstantin Novoselov, Physik-Nobelpreisträger von 2010 und Entdecker des Materials Graphen sowie Peter Hegemann, Biophysiker und Medizin-Nobelpreisträger beim Falling Walls Science Summit zu Gast.

© Marc Beckmann / Berlin Science Week

Dass Spitzenforschung nicht immer bierernst sein muss, zeigen die Ig Nobel Prizes: Am 8. November bringt Gründer Marc Abrahams die Preisträgerinnen und Preisträger der ungewöhnlichsten Forschung der Welt auf die Bühne des HKW. Die Auszeichnungen würdigen Forschung, die zunächst zum Lachen bringt, dann aber auch zum Nachdenken anregt.

Auch die Wissenschaftsgeschichte der Stadt lässt sich neu entdecken. Ein Spaziergang durch Dahlem führt am 8. November auf den Spuren der Nobelpreisträger durch das historische Forschungsviertel. Und in „Hidden in the city“ erzählen Forschende am 8. November in nur 30 Minuten drei weniger bekannte Geschichten aus Berlins Wissenschaftsgeschichte – von Lise Meitner über Otto Lilienthal bis zu einem Streit mit dem König.

Wissenschaft gehört zur Stadtkultur 
Die Berlin Science Week lädt nicht nur ein, Spitzenforschung zu entdecken, sondern verbindet sie mit Kunst, Performances, Nachtleben und gesellschaftlichen Debatten.

Braucht Europa ein Bauhaus für künstliche Intelligenz? Bei „Europe needs a Plan“ diskutiert am 7. November die Innovationsökonomin Francesca Bria mit dem Künstler Olafur Eliasson, dem Quantenphysiker Tommaso Calarco, dem Kurator José Luis de Vicente und Bettina Kames von der LAS Art Foundation über Europas KI-Zukunft zwischen öffentlicher Recheninfrastruktur, Kunst und kulturellem Erbe.



Abends wird Wissenschaft zur Late-Night-Show: Bei „Queens of Science“ treffen am 7. November vier Drag Queens, die selbst forschen, auf Comedy, Choreografie und wissenschaftliche Erkenntnisse. Wer den Blick lieber in den Himmel richtet, kann auf der Terrasse des HKW beim Stargazing Jupiterstürme und Mondkrater durch Teleskope beobachten. Und die BBC-Journalistin Claudia Hammond befragt in ihrem World-Service-Podcast „The Evidence“ die britische Endokrinologin, Ärztin und Bestsellerautorin Saira Hameed, die für ihre populärwissenschaftlichen Bücher über Stoffwechselgesundheit und Hormone bekannt ist, live im Festivalzentrum über Hormone und ihren Einfluss auf unser Leben.

© Xander Heinl / Berlin Science Week

Berliner Wissenschaft in den Bezirken
Mit „Wissen zwischen Büchern“ kommt die Berliner Forschung in 33 Stadtteilbibliotheken von Spandau bis Marzahn – kostenlos und ohne Anmeldung. Das Projekt bringt 14 Berliner Forschungspartner mit Menschen zusammen, die wissenschaftlichen Themen sonst vielleicht nicht begegnen würden.

Auch aktuelle medizinische Forschung wird in den Bezirken erlebbar. Forschende der Charité erklären in Spandau, wie Elektroden Parkinson-Symptome lindern können. Und unter der Planetariumskuppel des Zeiss-Großplanetariums stellen Forschende des Max-Delbrück-Centrums neue Erkenntnisse zur Frage vor, was Mikroplastik im Gehirn bewirkt.

Ein Festival für die ganze Stadt

Die Berlin Science Week lädt vom 1. bis 10. November 2026 an mehr als 120 Orten in Berlin dazu ein, neugierig zu sein, mitzudenken und mitzugestalten. Der Eintritt ist mit einem kostenlosen 3-Tages-Festivalpass möglich. Über 75 Prozent des stadtweiten Programms sind kostenfrei, 89 Prozent der Veranstaltungen rollstuhlgerecht.

Die Highlights der Berlin Science Week 2026:

  • Berlin ist eine Nobelpreis-Stadt: Peter Hegemann, Nobelpreisträger für Medizin, und die Physik-Nobelpreisträger Brian Schmidt und Konstantin Novoselov geben Einblicke in ihre Forschung. Bei den Ig Nobel Prizes wird die beste schräge Forschung ausgezeichnet und ein Spaziergang auf den Spuren der Dahlemer Nobelpreisträger zeigt die Exzellenz der Forschung in der Stadt. 
  • Kunst und Wissenschaft denken gemeinsam: Diskussionen, Performances und Experimente fragen, wie Kunst und Forschung die digitale, ökologische und gesellschaftliche Zukunft gestalten können.
  • Mitspielen, mitforschen, mitgestalten: Vom Escape Room im echten Energielabor über eine KI-Dance-Challenge bis zum Bürgerdialog über Blackouts und Sicherheit wird Wissenschaft in der Stadt erfahrbar.
  • Ein Festival für alle: Im Festivalzentrum im HKW finden vom 6. bis 8. November rund 110 Veranstaltungen statt. Über 75 Prozent des stadtweiten Programms sind kostenfrei, 89 Prozent der Veranstaltungen rollstuhlgerecht.

Das vollständige Programm und der kostenlose 3-Tages-Festivalpass für das Festivalzentrum sind unter berlinscienceweek.com verfügbar.

Von Redaktion

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