• Do.. Okt. 22nd, 2026

Porträts! Überraschende Begegnungen von Botticelli bis Lempicka

VonRedaktion

Okt. 22, 2026

Wilhelm Schadow, Italienerin, 1831, Alte Nationalgalerie, Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger

Wie sehen wir uns selbst – und wie wollten Menschen zu verschiedenen Zeiten gesehen werden? Mit der großen Sonderausstellung „Porträts! Überraschende Begegnungen von Botticelli bis Lempicka“ lädt die Gemäldegalerie zu einer Reise durch die Geschichte der Porträtkunst ein.

Sofonisba Anguissola, Bianca Ponzoni Anguissola, (li), Hans Holbein d.J., Der Kaufmann Georg Gisze, Foto: SMB, Gemäldegalerie / Jörg P. Anders (mi), Sebastiano del Piombo, Junge Dame mit Fruchtkorb, (re). Fotos: Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Jörg P. Anders

Porträts sind weit mehr als Abbilder des Äußeren: Sie erzählen von Selbstverständnis und Charakter, von Emotion und Inszenierung. Kleidung, Haltung und Accessoires werden zu Zeichen sozialer, politischer oder geschlechtlicher Zugehörigkeit. Durch die Gegenüberstellungen werden künstlerische Entscheidungen und Bildstrategien unmittelbar erfahrbar: Was galt als schön, würdevoll oder herrschaftlich? Wie verändern sich diese Vorstellungen im Lauf der Jahrhunderte? Die Ausstellung macht sichtbar, wie unterschiedlich und zugleich verwandt die Antworten ausfallen.

Anthonis Mor, Herzogin Margarete von Parma, Foto: Christoph Schmidt, Berlin (li), Giovanni Cariani, Bildnis eines Astronomen, Foto: SMB Gemäldegalerie / Jörg P. Anders (mi), Giambattista Moroni, Don Gabriel de la Cueva, Foto: Christoph Schmidt, Berlin (re)


In der Ausstellung kommen Bildnisse aus unterschiedlichen Jahrhunderten, Regionen und Kulturen in Paaren zusammen und sprechen miteinander. Werke, die sich bisher nie begegnet sind, stehen sich erstmals gegenüber – und eröffnen so neue Perspektiven auf Themen wie Identität, Schönheit, Macht oder Rollenbild.

Tamara de Lempicka, Porträt, Neue Nationalgalerie, Foto: Jochen Littkemann © Tamara de Lempicka Estate, LLC / VG Bild-Kunst, Bonn 2026 (li), Sandro Botticelli, Giuliano de’Medici, Foto: SMB, Jörg P. Anders (mi). Eugen Spiro, Die Gattin des Künstlers, Neue Nationalgalerie, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Meisterwerke von Dürer und Giorgione, Rubens und Gainsborough oder Tizian und Therbusch stehen einander gegenüber und offenbaren dabei verblüffende Gemeinsamkeiten.

Zusammen entsteht so ein reiches Panorama der Porträtkunst vom 15. bis ins 20. Jahrhundert. Rund 90 Meisterwerke, u.a. von Petrus Christus, Botticelli, Giorgione, Dürer, Cranach d. Ä., Holbein d. J., Sofonisba Anguissola, Rembrandt, Rubens, Velázquez, Anna Dorothea Therbusch, Lovis Corinth, Tamara de Lempicka und Picasso, zeigen die Vielfalt des Bildnisses.

 „Porträts!“ ist mehr als eine kunsthistorische Ausstellung, sie ist zugleich eine Reflexion über unsere heutige Bilderwelt: Wie konstruieren wir Identität im Zeitalter von Selfies und Social Media? Wie lesen wir Gesichter – und was verrät unser Blick über uns selbst? Nirgendwo lassen sich diese Fragen eindrücklicher studieren und verstehen als im Spiegel der Meisterwerke vergangener Jahrhunderte.

Porträts! Überraschende Begegnungen von Botticelli bis Lempicka

16. Oktober 2026 – 14. März 2027

Eine Sonderausstellung der Gemäldegalerie – Staatliche Museen zu Berlin, Stauffenbergstraße 41

Von Redaktion

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