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Young Euro Classic – Hier spielt die Zukunft!

VonRedaktion

Juli 21, 2026

Young Euro Classic. Foto © MUTESOUVENIR | KAI BIENERT

Zum 27. Mal öffnet Young Euro Classic im Berliner Kultursommer seine Türen. Junge Musiker und Musikerinnen aus Europa, Amerika und Asien bringen mit, was sie ausmacht – ihre Klänge, ihre Geschichten, ihre Neugier.

Die Zukunft der klassischen Musik steht nicht bevor – sie ist längst da! Und sie klingt vielfältig, selbstbewusst und überraschend. Young Euro Classic 2026 zeigt eine Generation, die sich diese Musik mit großer Selbstverständlichkeit aneignet. Vom 31. Juli bis 16. August wird das Konzerthaus Berlin zum Treffpunkt junger Musiker und Musikerinnen, die bereits heute die musikalische Gegenwart auf ausgezeichnetem Niveau mitgestalten.

14 Jugendorchester, zwei Jazz-Ensembles und ein Chor entfalten an 17 Abendkonzerten ein Panorama, das in seiner Dichte und Offenheit einzigartig ist. Neben vertrauten Gästen wie dem EUYO oder Bundesjugendorchester stehen neue Stimmen: Jugendorchester aus Luxemburg, Slowenien, Italien, China und Turkmenistan bringen ihre musikalischen Perspektiven erstmals zu Young Euro Classic. Auch neu im Programm ist ein Abend, der von einem jungen Chor gestaltet wird – dem renommierten Knabenchor der estnischen Nationaloper.

Klangvolle Begegnungen

Im Zentrum stehen große symphonische Werke – von Brahms bis Bartók, von Ravel bis Respighi – die von dieser jungen Generation mit einer Direktheit und Entschiedenheit gespielt werden, die den Blick auf das vermeintlich Vertraute verändert. Am Dirigierpult stehen hierbei u.a. mit Karina Canellakis, Elim Chan und Oksana Lyniv Künstlerinnen, die weltweit Maßstäbe setzen und die musikalische Entwicklung ihrer Generation entscheidend mitgestalten. Young Euro Classic wird so einmal mehr zu einem Ort, an dem sich die globale Realität der klassischen Musik als gelebte Praxis unmittelbar erfahren lässt.

Young Euro Classic
© MUTESOUVENIR | KAI BIENERT

Gleichzeitig lebt das Festival von den Begegnungen, die über das „klassische“ Konzert im Sinne der europäischen Musiktradition hinausweisen. Wenn das Orchestra of the Americas auf das Penderecki Youth Orchestra trifft, wenn das Ulster Youth Orchestra junge Musiker:innen aus unterschiedlichen Gemeinschaften in Nordirland vereint oder ein deutsch-indisches Jazzprojekt südindische Musik mit zeitgenössischem Jazz verbindet, entstehen Begegnungen, die Zukunft prägen.

Jenseits der Abendkonzerte

Bei den Vorabendkonzerten der Reihe „FUTURE NOW Musical Diaries“ erweitert Young Euro Classic seinen Horizont: Ensembles aus Tadschikistan, Vietnam, Marokko und Argentinien sowie das internationale FUTURE NOW-Ensemble mit dem Namen &ñịoن laden zu musikalischen Erlebnissen jenseits des europäischen, klassischen Konzertformats ein. Unterschiedliche Traditionen, Hintergründe und musikalische Sprachen treten hier tatsächlich in den Austausch auf gemeinsamer Bühne. Und auch die jüngsten Zuhörer:innen können Musik hautnah erleben – nämlich beim Kindertag, bei dem das Selbermachen von Musik besonders großgeschrieben wird.

Fotos:Young Euro Classic, NEXT GENERATION Kindertag, © Tom Schweers

Klavier als Klangbrücke

Das Programm 2026 ist besonders geprägt von der Vielseitigkeit des Klaviers. Als Soloinstrument und als Gegenüber des Orchesters steht es unter anderem mit Werken von Tschaikowski, Gershwin, Brahms und Rachmaninow im Zentrum von insgesamt sieben Abendkonzerten. Bekanntes Repertoire begegnet hier einer neuen interpretatorischen Haltung: frisch, risikobereit und mit prüfendem Blick auf Tradition.

Gleichzeitig eröffnet sich eine weitere Perspektive auf dieses Instrument: etwa mit dem Klavierkonzert des turkmenischen Komponisten Chary Nurymov, gespielt von einer jungen Pianistin aus demselben Land. Oder mit dem Klavierkonzert „Er Huang“ von Chen Qigang, das aus der Heimatstadt des Komponisten, Beijing,  mit einer opulenten, fast spätromantischen Klangsprache verbindet und so eine faszinierende Brücke zwischen unterschiedlichen musikalischen Kulturen schlägt.

Neue Klänge, neue Perspektiven, neue Relevanz

Überhaupt sind es immer wieder diese unerwarteten Perspektiven, die das Festival prägen: ein E-Bass als Soloinstrument im symphonischen Kontext, die Solo-Harfenistin der Wiener Philharmoniker oder ein symphonisches Jazzprogramm mit brasilianischen und kubanischen Einflüssen. Hinzu kommen insgesamt 15 Ur- und Erstaufführungen, die zeigen, dass Young Euro Classic nicht nur bestehendes Repertoire präsentiert, sondern aktiv an der Zukunft der Musik mitwirkt – nicht zuletzt durch den Europäischen Kompositionspreis für das beste Neue Werk, der von einer Publikumsjury vergeben wird.

Young Euro Classic · Festival der besten Jugendorchester der Welt, 31. Juli bis 16. August 2026 im Konzerthaus Berlin.

Alle Abendkonzerte beginnen um 19 Uhr, alle Konzerte von „FUTURE NOW“ um 16:30 Uhr. Zu ausgewählten Abendkonzerten finden Konzerteinführungen ab 18 Uhr im Werner-Otto-Saal statt.

Das ausführliche Festivalprogramm abrufbar unter: www.young-euro-classic.de

Preiskategorien 39 € / 27 € / 16 € (plus Vorverkaufsgebühr). Tickets gibt es über die Young Euro Classic-Webseite, die Ticket-Hotline 

Von Redaktion

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