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Berliner Wochenende für die Demokratie

VonRedaktion

Mrz 20, 2023

Eröffnung durch die Regierende Bürgermeisterin von Berlin Franziska Giffey, Bundespräsident Frank-Walter Steinmaier und die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses Cornelia Seibeld (c) Kulturprojekte Berlin / Ulf Büschleb

Am 19.März ging das Berliner Wochenende für die Demokratie erfolgreich zu Ende: Zwei Tage lang konnte man auf den Spuren der Märzevolution durch Berlin wandeln und dem historischen Ereignis vor 175 Jahren gedenken. Kulturprojekte Berlin hatte ein vielfältiges Programm angeboten, das von Stadtspaziergängen über künstlerische Interventionen im Stadtraum bis hin zu Ausstellungen, Talks und Performances reichte.

Geführte Stadtspaziergänge entlang der zehn Pop-Art Figuren, die Protagonisten der Märzrevolution darstellten, gestaltet vom Berliner Künstler Jim Avignon. (c) Kulturprojekte Berlin / Alexander Rentsch.

„Die Idee der Märzrevolution vor 175 Jahren ein Wochenende lang mit einem Festival für die Demokratie überall in Berlin zu gedenken, war ein voller Erfolg. Tausende Interessierte waren auf den Beinen und besuchten die Schauplätze der Revolution: von der temporär errichteten Barrikade an der Friedrichstraße bis hin zum Friedhof der Märzgefallenen im Volkspark Friedrichshain. Die Besucher*innen nutzten zahlreich insbesondere die interaktiven Angebote, die zum Mitdiskutieren und zur aktiven Teilnahme einluden — viele davon Open-Air,“ so Moritz van Dülmen, Geschäftsführer von Kulturprojekte Berlin.

Im Humboldt Forum wurden Werke des bundesweiten Jugend-Plakatwettbewerbs präsentiert. (c) Kulturprojekte Berlin / Alexander Rentsch 

Am Samstagvormittag eröffnete die Regierende Bürgermeisterin von Berlin Franziska Giffey das Berliner Wochenende für die Demokratie vor der Installation einer Barrikade an dem historischen Schauplatz Friedrichstraße, Ecke Jägerstraße. Diese eindrucksvolle Intervention im Stadtraum war den Barrikaden nachempfunden, die in Berlin 1848 errichtet wurden. Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey betonte in ihrer Rede die Rolle der Frauen sowie der sich organisierenden Frauenbewegung in der Revolution 1848. Sie spannte dabei den Bogen zu heutigen Protestbewegungen wie im Iran, wo Frauen genau jetzt für Forderungen verhaftet und gefoltert werden, die für die Menschen in Berlin selbstverständlich erscheinen. Dies mache die Verdienste der Revolutionär*innen von 1848 für unsere heutige Gesellschaft umso anschaulicher.

Szenische Führung an der Barrikade Friedrichstraße Ecke Jägerstraße. (c) Kulturprojekte Berlin / Alexander Rentsch 

Anlässlich der Gedenkstunde auf dem Friedhof der Märzgefallenen betonte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas den Wert der parlamentarischen Demokratie, erinnerte jedoch auch daran, dass der Weg dorthin niemals einfach war – und auch bei weitem noch nicht abgeschlossen ist.

www.1848.berlin

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