Kleiner Bulle bei den seltenen Rothschild-Giraffen geboren. Foto © 2026 Zoo Berlin / © 2026 Tierpark Berlin
Im Tierpark Berlin gibt es langhalsigen Nachwuchs. Am 28. April hat Giraffenkuh Katharina (21) ein Jungtier zur Welt gebracht. Das männliche Kalb ist wohlauf, trinkt regelmäßig bei seiner Mutter und steht bereits erstaunlich sicher auf seinen langen Beinen.
„Die Geburt ist sehr gut verlaufen und Mutter und Jungtier verhalten sich genauso, wie wir es uns wünschen“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Katharina ist auch eine erfahrene Mutter, für sie ist es bereits der zehnte Nachwuchs.“ Schon 2024 brachte sie die kleine Emily im Tierpark Berlin zur Welt. Vater des aktuellen Nachwuchses ist erneut Giraffenbulle Jabulani (14). Auch Schwester Emily sowie die beiden Halbgeschwister Berti und Odin, die ebenfalls 2024 zur Welt kamen, sind weiterhin Teil der Herde und erkunden ab heute zusammen mit ihrem Geschwisterchen die Außenanlage. Einen Namen hat der kleine Bulle noch nicht. In ihrem natürlichen Lebensraum gibt es nur noch etwa 1.400 Rothschild-Giraffen. Mit dem aktuellen Jungtier wächst die Herde im Tierpark Berlin auf zwölf Tiere. Ziel der Erhaltungszucht in Zoologischen Gärten ist es, gesunde und genetisch vielfältige Bestände bedrohter Tierarten außerhalb des natürlichen Lebensraumes zu sichern.

Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden Giraffen in ihrem Gesamtbestand seit einigen Jahren als „gefährdet“ gelistet. Der Tierpark Berlin trägt nicht nur mit seiner Erhaltungszucht und seiner Herde von nunmehr zwölf Tieren außerhalb des natürlichen Lebensraumen zum Erhalt der Giraffen bei. „Berlin World Wild“, das Artenschutzprogramm von Zoo und Tierpark Berlin, unterstützt das Wild Nature Institute in Tansania, um die Giraffen in ihrem natürlichen Lebensraum besser zu schützen.