Außenanischt der Alten Nationalgalerie, © Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker

© Staatliche Museen zu Berlin, Zentralarchiv
Am 22. März 1876 wurde das Gebäude der Nationalgalerie auf der Museumsinsel feierlich von Kaiser Wilhelm I. eröffnet. Aus diesem Anlass feiert die Alte Nationalgalerie am Sonntag, den 22. März 2026, ab 11 Uhr den 150. Geburtstag des Gebäudes mit einem vielfältigen und bunten Programm.
Der Geburtstag fällt in die fünf Jahre währenden Feierlichkeiten zum 200. Jubiläum der Museumsinsel Berlin, in deren Rahmen jedes Jahr ein anderes Museum im Mittelpunkt steht. Das Jubiläumsjahrfünft wurde 2025 mit Fokus auf dem Alten Museum eingeläutet, dessen Grundstein im Juli 1825 gelegt wurde. 2026 übernimmt die Alte Nationalgalerie den Staffelstab.

© Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie / Valerie Schmidt
Den Startschuss für das programmatisch umfangreiche Jubiläumsjahr der Alten Nationalgalerie bildet ein großes Geburtstagfest am Sonntag, den 22. März 2026: Am Vormittag wird Martin Maischberger, Direktor der im Alten Museum ansässigen Antikensammlung, symbolisch einen Staffelstab an Anette Hüsch, Direktorin der Alten Nationalgalerie, übergeben.

© Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie, Mika Wißkirchen
Im Anschluss wird die Kabinettausstellung „Skandal! Hermione von Preuschen und der Mors Imperator“ eröffnet. Die Präsentation nimmt ein Gemälde in den Fokus, das schon den Kunstbetrieb im jungen Kaiserreich in Atem hielt: „Mors Imperator“ (übersetzt: „Der Tod ist der Herrscher“), gemalt von der Künstlerin Hermione von Preusschen (1854–1918). Das Werk galt als Majestätsbeleidigung: Kaiser Wilhelm I. war zum Zeitpunkt seiner Entstehung bereits 90 Jahre alt und sollte im Folgejahr sterben. Obwohl der Kaiser mitteilen ließ, er habe nichts gegen das Bild einzuwenden, wurde es von der Jury der Königlichen Akademie der Künste zurückgewiesen. Daraufhin stellte die Malerin das monumentale Gemälde in eigener Regie in Berlin aus. Die Schau wurde ein enormer Publikumserfolg. Die Alte Nationalgalerie zeigt dieses lange als verschollen geglaubte Gemälde nun erstmals wieder öffentlich und stellt die damals wirkmächtige Künstlerin dem heutigen Publikum in einer Kabinettausstellung vor.
Im Laufe des Nachmittags werden zahlreiche Führungen kostenfrei angeboten. Zusätzlich bietet die Alte Nationalgalerie unterschiedliche Audiotouren in verschiedenen Sprachen für Kinder, Erwachsene – auch in Deutscher Gebärdensprache oder als Audiodeskription an.
Die Teilnahme an allen Führungen ist mit gültigem Eintrittsticket kostenfrei. Kinder und Jugendliche erhalten bis zum 18. Lebensjahr freien Eintritt.