„Respect each other“ – Friedrichstadt-Palast Berlin setzt Zeichen

Internationale Ensemblemitglieder hissen die Colours of Respect – Flagge vor dem Palast. Foto: Foto: Pedro BecerraInternationale Ensemblemitglieder hissen die Colours of Respect – Flagge vor dem Palast. Foto: Foto: Pedro Becerra

Keine Bühne der Hauptstadt spiegelt die wechselvolle Geschichte Deutschlands so bewegend wider wie der Friedrichstadt-Palast: Max Reinhardt als Gründer, NS-Propagandaminister Joseph Goebbels als Hausherr, Vorzeigetheater und letzter Prunkbau der DDR, und heute Europas modernster Showpalast im hippen Berlin-Mitte.

Als meistbesuchte Bühne des Landes Berlin mit jährlich 700.000 Besuchern aus aller Welt fühlt man sich hier gerade in Anbetracht der totalitären Vergangenheit ganz besonders der Toleranz und dem Respekt gegenüber allen legalen Sicht- und Lebensweisen verpflichtet. „Unser Haus steht heute bewusst für Vielfalt, Freiheit und Demokratie. Wir engagieren uns unter anderem im Berliner Toleranzbündnis sowie im Bündnis gegen Homophobie. Unsere Geschichte zeigt, dass Freiheit nicht einfach da ist – und schneller wieder verloren ist als man denkt. Sie muss, sprichwörtlich täglich, im Großen und im Kleinen behauptet werden“, betont Intendant Bernd Schmidt. Man würde meinen, gegenseitiger Respekt sei eine banale Selbstverständlichkeit „Noch vor wenigen Jahren wäre ich nicht auf die Idee gekommen, Selbstverständlichkeiten auf bunte Fahnen zu schreiben. Aber die Zeiten sind derart in Bewegung, dass auch vermeintliche Selbstverständlichkeiten wieder gefährdet sind. Daher muss die Mehrheit aufhören, zu schweigen und gegenüber populistischen Vereinfachern und Feinden unserer Freiheit Rückgrat zeigen“, hofft Berndt Schmidt Und so will man ab sofort – nicht offensiv, aber unübersehbar -, den Palast nach nach außen unter das Motto „Respect each other“ stellen: Respektiert Euch gegenseitig! Und das will man ab sofort mit einer speziell dafür von Designer : Zhoi Hy gestalteten Flagge „Colours of Respect“ weithin deutlich machen. Farbig ist sie von der Regenbogenfahne inspiriert ist, soll jedoch politisch, gesellschaftlich und gegenüber sexuellen Orientierungen neutral sein.

Die Flagge wurde dem Haupteingang des Palastes mit Blick auf die Friedrichstraße durch Mitglieder des internationalen Ballettensembles aus Ägypten, Brasilien, Bulgarien, Deutschland, Italien, Kanada, Österreich sowie der Slowakei und Ukraine gehisst. Sie repräsentieren unterschiedliche Meinungen, Herkünfte, Glaubensrichtungen und sexuelle Orientierungen. Auch hier, auf den Brettern, die die Welt bedeuten, erfordert das gemeinsame Arbeiten Disziplin – und gegenseitigen Respekt.

www.palast.berlin/respect

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