Quasimodo ist zurück

Sarah Bowden als Esmeralda. Foto: Johan-Persson-©disneySarah Bowden als Esmeralda. Foto: Johan-Persson-©disney

Von Klara Berger.

Der Glöckner ist wieder in Berlin. Das legendäre Musical Disneys „Der Glöckner von Notre Dame“ feierte 15 Jahre nach der Uraufführung im Berliner Stage Theater des Westens eine glanzvolle Premiere.

David Jakobs als Quasimodo. Foto; Johan Persson©disney

David Jakobs als Quasimodo. Foto; Johan Persson©disney

Die Story basiert auf dem 1831 erschienenen gleichnamigen Roman von Victor Hugo und spielt in der düsteren gotischen Kathedrale im mittelalterlichen Paris. Es ist die dramatisch-romantische Liebesgeschichte des buckeligen Glöckners Quasimodo, der völlig abgeschirmt von der Außenwelt durch seinen Ziehvater, den Domprobst Frollo, im Glockenturm ein erbärmliches Dasein fristet.

Es geht um nichts Geringeres als Bigotterie, Doppelmoral, Menschenverachtung und vor allem um die rührende Zuneigung des entstellten Krüppels Quasimodo zu der temperamentvollen schönen Zigeunerin Esmeralda mit dem großen Herzen. Natürlich eine Liebesgeschichte ohne Happy End, denn Esmeralda liebt einen schmucken Soldaten, der im Auftrag des überaus strengen Kirchenmannes Frollo, das aufmüpfige Volk und vor allem Narren und Zigeuner vom Gotteshaus fernhalten soll.

Jens Janke als Clopin. Foto:Johan-Persson-©disney

Jens Janke als Clopin. Foto:Johan-Persson-©disney

Als es Esmeralda gelingt , den armen lebensfremden Quasimodo aus seinem Glockenturmkerker auf das bunte fröhliche Narrenfest vor der Kathedrale zu locken, wird er dort wegen seiner Häßlichkeit verhöhnt und an den Pranger gestellt. Esmeralda befreit ihn. Aber die erboste Menge fordert, sie als Hexe auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen. Quasimodo versteckt Esmeralda im Kirchenraum und stellt sich damit gegen seinen Ziehvater.

Felix Martin als Froll. Foto: Johan-Persson-©disney

Felix Martin als Froll. Foto: Johan-Persson-©disney

Der glaubensstrenge Kirchenmann verfällt den Reizen der schönen Zigeunerin und das Drama um Leidenschaft, Hass und Rache nimmt seinen höchst mitreißenden Lauf. Mit großem Live-Orchester, Chor und beeindruckenden Solisten jagt ein Gänsehautmoment den nächsten und man ist total gefangen von den mitreißenden Songs, überwältigenden Chorälen und der Strahlkraft der Darsteller.

David Jakobs und Sarah Bowden. Foto. Johan-Persson-©disney

David Jakobs und Sarah Bowden. Foto. Johan-Persson-©disney

Eine opulente Inszenierung mit imposanter Bühnengestaltung, schwungvollen Massenszenen und großartiger, überaus emotionaler Musik, komponiert von Stephen Schwartz und dem achtfachen Oscar-Preisträger Alan Menken. David Jakobs als Quasimodo , Sarah Bowden als Esmeralda und Felix Martin als Erzdiakon Frollo machen die Aufführung zum Ereignis. Aber es ist vor allem eine großartige Ensembleleistung. Von beeindruckender akustischer Präsenz der 24-köpfige Chor. Alle Darsteller sind perfekt und besonders erfreulich ist die optimale Textverständlichkeit in deutscher Sprache. So kann man der Handlung mühelos folgen.

Zu sehen noch bis 4. November im Theater des Westens

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