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„Dinoworld“ im Tierpark

VonRedaktion

Apr 11, 2023

Von Hans-Peter Gaul

Es war sicher für viele Berliner und ihre Gäste aus aller Welt ein besonderes Ostergeschenk: im größten Landschafts-Tierpark Europas hat die imposante „Dinoworld“ geöffnet. Die Urzeitriesen lassen nicht nur Kinderaugen leuchten.

20 lebensecht rekonstruierte Dinos erleben derzeit im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde nach 66 Millionen Jahren ihr Comeback. Auf einem mit Riesen-Fußstapfen gekennzeichneten urzeitlichen Abenteuerpfad zwischen dem Terrassencafe Kakadu und dem Schloss Friedrichsfelde begrüßen die sich bewegenden Giganotosaurus, Tyrannosaurus, Triceratops und Maiasaura, teilweise sogar lautstark die Besucher.

Bereits am Haupteingang Bärenschaufenster lockt – gut hinter Glas geschützt– ein Giganotosaurus die Gäste an. Der aus Argentinien stammende Fleischfresser konnte bis zu 13,5 m lang und vier Meter hoch werden. Richtig spannend wird es dann am Dino-Trial (flankiert von 340 urzeitlichen neuen Pflanzen) im wildromantischen Zentrum des Tierparks.

Hier überrascht der Pterodactylus, ein riesiger Flugsaurier auf einem Baumstamm, die Besucher. Bis zu 13 m lang und bis zu vier Meter hoch konnte der aus dem westlichen Nordamerika stammende Tyrannosaurus Rex, der „König“ unter den Dinos, werden.

Fast schon familiär geht es beim Maiasaura und seinem Bodennest mit den aus Eiern schlüpfenden Babies zu. Als „schneller Räuber“ bekannt war der aus der Mongolei stammende Verlociraptor ganz in der Nähe am Urzeitpfad.

Eine schöne Idee, dass vor allem kleine Hobby- Paläontologen ihr Können in einer „Ausgrabungsstätte“, einem großen Sandkasten u. a. mit versteckten Knochen, ausprobieren können. Staunen bei kleinen wie großen Besuchern angesichts des bis zu 11 m hohen Brachiosaurus in der Nähe des Schlosses Friedrichsfelde. Der Pflanzenfresser aus der späten Jura-Zeit konnte bis zu 45 000 kg wiegen.

„Ich bin begeistert, wie hervorragend die Dinos sich in diese wunderschöne Parklandschaft einfügen“, freute sich der amerikanische Paläontologe Don Lessem, der zusammen mit dem Tierpark die Ausstellung mit den nicht nur optisch bis ins Detail ihren Vorfahren nachempfundenen Urzeitriesen“ konzipiert hatte. Der als „Dino Don“ international bekannte Entdecker und Autor war bereits als wissenschaftlicher Berater für Steven Spielbergs „Jurassic Park“ in Aktion.

Tierparkdirektor Dr.Andras Knieriem (li) und Don Lessem

Nachdenkliche Worte von Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem zur Eröffnung:

„Die in dieser Ausstellung versammelte Urzeit-Prominenz führt uns eindrücklich vor Augen, wie es sich anfühlt, wenn man eine faszinierende Spezies für immer verloren hat. Für mich sind unsere Dinos charismatische Botschafter aus der Vergangenheit, gekommen, um uns zu ermahnen. Noch sind wir an einem Punkt, wo wir die endgültige Ausrottung von noch lebenden Giganten wie Elefant, Hai oder Nashorn verhindern können“.

Der Besuch der „Dinoworld“ ist übrigens bereits im regulären Eintrittspreis enthalten. Hier noch ein besonderer Tipp für Dino-Fans: sie können im Online-Ticket-Shop limitierte Tickets buchen, die neben dem Tageseintritt in den Tierpark auch ein vom Tierpark-Team extra konzipiertes 50seitiges informatives Dinoworld-Magazin enthalten.

 www.tierpark-berlin.de

Fotos: Hans-Peter Gaul

Von Redaktion