Tierische Neuigkeiten: Eisbärmutterglück, Tiger Taufe und Giraffennachwuchs

Tigertaufe im Berliner Tierpark. Taufpaten  vlnr: Indonesischer Botschafter Arif Havas Oegroseno, Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem, Finanzsvorstand der Berliner Sparkasse Hans Jürgen Kulartz und Tierpflegerin Diana Grögor Foto: Tierpark BerlinTigertaufe im Berliner Tierpark. Taufpaten vlnr: Indonesischer Botschafter Arif Havas Oegroseno, Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem, Finanzsvorstand der Berliner Sparkasse Hans Jürgen Kulartz und Tierpflegerin Diana Grögor Foto: Tierpark Berlin

Vorweihnachtliches Mutterglück für Tonja

Winziges Eisbärenbaby. Foto:

Winziges Eisbärenbaby. Foto. Tierpark Berlin

Im Tierpark Berlin hat Eisbärin Tonja Nachwuchs bekommen. Am 1. Dezember, 2:33 Uhr brachte Tonja ein meerschweinchengroßes Jungtier auf die Welt.

Dank neuer Kameratechnik konnte Eisbären-Kurator Dr. Florian Sicks auch von zu Hause die Wurfhöhle überwachen und entdeckte so am 1. Dezember als Erster den Nachwuchs. Das Jungtier liegt stets dicht am wärmenden Fell der Eisbären-Mutter. „Als gegen 21 Uhr am 1. Dezember laute Schmatzgeräusche erstmals für eine längere Zeit zu hören waren, löste sich meine erste Anspannung etwas. Mittlerweile trinkt das Eisbären-Jungtier regelmäßig und nähert sich einem Rhythmus von etwa 2-3 Stunden“, erzählt Dr. Florian Sicks.

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Mutter Tonja mit ihrem Neugeborenen. Foto: Tierpark Berlin

Tonja wurde zwischen März und April mehrmals von Eisbären-Vater Wolodja gedeckt und hat sich im Laufe der folgenden Monate eine dicke Schicht Winterspeck zugelegt. Von schlanken 230 kg im März schaffte es Tonja im September auf 390 kg. Eine Trächtigkeit wurde zwar vermutet, überprüfen konnte man das jedoch nicht: „Eisbären gehören zu den gefährlichsten Landraubtieren, Tonja per Ultraschall zu untersuchen wäre also ohne risikoreiche Vollnarkose nicht möglich gewesen“, erklärt Dr. Sicks. Eine genaue Tragzeit ist bei Eisbären nicht zu bestimmen. Ab Ende des Sommers entwickelt sich nach einer „Keimruhe“ aus dem befruchteten Ei der Embryo und beginnt zu wachsen. Auch im natürlichen Lebensraum der Eisbären ziehen sich die Weibchen im Herbst zurück, um Nachwuchs zu bekommen.

„Uns haben die Erfahrung der letzten beiden Jahre nochmal klar gemacht wie schnell solch ein Glück vorbei sein kann. In den ersten 10 Tagen ist die Sterblichkeit besonders hoch, dennoch sind wir sehr zuversichtlich und drücken alle die Daumen. Tonja hat sich bisher immer vorbildlich um ihre Jungtiere gekümmert und sie tut es auch jetzt wieder. Dank der Kameratechnik kann auch ich – sogar von zu Hause – immer wieder live dabei sein und die Beiden in ihrer Wurfhöhle beobachten“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. In den nächsten Wochen wird sich niemand der Wurfhöhle nähern. Absolute Ruhe für Mutter und Nachwuchs ist für den Erfolg der Aufzucht ein entscheidender Faktor.

Tiger Taufe

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Seltenes Tigerquartett im Tierpark Berlin entdeckt das erste Mal die Außenanlage. Foto: Tierpark Berlin

 

Da verliert selbst eine Tigermama die Übersicht: Vier kleine Tiger fauchen, zwicken und tollen umher – das markante Streifenmuster macht den Trubel beim ersten öffentlichen Ausflug auf die Felsenanlage dann perfekt. Die Vierlinge sind der erste gemeinsame Nachwuchs der aus indonesischen Zoos stammenden Sumatra-Tiger, Mutter Mayang (7) und Vater Harfan (10), die seit 2013 im Tierpark leben. Sumatra-Tiger gehören zu den seltensten Großkatzen der Welt. Nach Schätzungen leben nur noch 350 bis 450 Tiger in den Regenwäldern

Nun bekamen die am 4. August 2018 im Tierpark Berlin geborenen Vierlinge der äußerst seltenen Sumatra-Tiger ihre Namen. Die kleinen Tiger, zwei Kater und zwei Katzen, hören ab sofort auf die Namen Willi, Oscar, Seri und Kiara. Erst im Alter von zwei Jahren sind die Jungtiere bereit, eigene Wege zu gehen und in andere zoologische Einrichtungen zu ziehen. Voraussichtlich im nächsten Jahr wird das Quartett jedoch erstmal in das neu gestaltete Regenwaldhaus ziehen. „Zwischen üppigem Grün und in Dschungel-Atmosphäre werden die Besucher ganz neue Einblicke auf die Tiere bekommen und nebenbei Faszinierendes über die Bewohner des Regenwalds erfahren“, verspricht Tierparkdirektor Andreas Knieriem .

Hintergrund: Im Tierpark Berlin wurden am 4. August 2018 vier kleine Tiger geboren. Die aus indonesischen Zoos stammenden Sumatra-Tiger, Mutter Mayang (7) und Vater Harfan (10), leben seit 2013 im Tierpark, die Vierlinge sind ihr erster gemeinsamer Nachwuchs. Sumatra-Tiger gehören zu den seltensten Großkatzen der Welt. Nach Schätzungen leben nur noch 350 bis 450 Tiger in den Regenwäldern.

Unsanfter Sturz ins Leben 

Giraffennachwuchs. Foto: Tierpark Berlin

Giraffennachwuchs. Foto: Tierpark Berlin

Ein Sturz von etwa zwei Metern während der Geburt – was sich zunächst erschreckend anhört, ist fester Bestandteil eines jeden Giraffenlebens. Giraffen-Mütter stehen stets während der Geburt Ihres Nachwuchses. So auch Rothschild-Giraffe Amalka (5), die am 3. November 2018 nach 467 Tagen Tragzeit ihr erstes Jungtier im Tierpark Berlin zur Welt brachte. Nachdem das ca. 1,82 m große Giraffen-Weibchen sicher im Stroh des Stalls „gelandet“ ist, musste es schnellstmöglich lernen selbst stehen zu können. Nur so kommt das Jungtier an die lebensnotwendige Milch der Mutter. Voraussichtlich acht Monate wird die kleine Giraffe von Amalka gesäugt, bevor sie sich ausschließlich fester Nahrung – wie Heu, Blättern und Zweigen – widmet. Wie für Giraffen typisch, ist Vater Jabulani (6) nicht in die Aufzucht des Nachwuchses involviert. Mit einem Alter von ungefähr fünf Jahren sind Giraffen-Weibchen ausgewachsen und erreichen dann eine Höhe von bis zu 4,50 m.

Seit 2016 befindet sich die Giraffe auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) und gilt heute als gefährdet. „Durch große Lebensraumverluste, aber auch Wilderei, sind die Giraffenbestände in Afrika in den letzten 30 Jahren um rund 40 % gesunken“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem. „Zum Schutz der höchsten Säugetiere unserer Erde, unterstützen Zoo und Tierpark Berlin ein Artenschutzprojekt in Tansania, das unter anderem die Schulbildung vor Ort fördert. So soll die Bevölkerung für den Umweltschutz sensibilisiert werden.“ Eine Säule des Projekts ist darüber hinaus auch die genaue Beobachtung und Dokumentation der Giraffenpopulation, um weitere wirkungsvolle Schutzmaßnahmen ableiten zu können.

www.zoo-berlin.de

 

 

 

 

 

 

 

 

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