365/24 Berlin

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und visitBerlin-Geschäftsführer Burghard Kieker präsentieren die neue Werbekampagne. Bild: Ingrid Müller-MertensBerlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und visitBerlin-Geschäftsführer Burghard Kieker präsentieren die neue Werbekampagne. Bild: Ingrid Müller-Mertens

365/24 Berlin – hinter dieser kryptischen Titelzeile verbirgt sich eine simple Feststellung: 365 Tage und 24 Stunden. Der neue Slogan, unter dem künftig alle Vermarktungs- und Werbeaktivitäten für die Stadt laufen werden. Der Tourismus boomt in Berlin. Und so kann der Regierende Bürgermeister Michael Müller bei der Präsentation der aktuellen Besucherzahlen erfreut feststellen: „Der Tourismus ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte“. Das vermeldet man gern in der nicht nur erfolgsverwöhnten deutschen Hauptstadt.

Berlins oberster Touristenwerber, visitBerlin-Geschäftsführer Burkhard Kieker freut sich besonders darüber, dass Berlin nun auch neben London, Paris, New York, Dubai, Hongkong und Singapur im „Ü-30-Club“ angekommen ist. Denn Berlin hat 2015 erstmals die Marke von 30 Millionen Übernachtungen jährlich geknackt hat. Die Zahl der Gäste ist auf 12,37 Millionen im Jahr gestiegen. Dabei zeigen sich in Berlin keine saisonalen Spitzen, sondern die Attraktivität der Stadt ist das ganze Jahr über ungebrochen. 500.000 Touristen und Kongreßteilnehmer täglich sind in Berlin zu Gast. Dazu dürften nochmal rund 10 Millionen Übernachtungen auf Privatunterkünfte kommen. Jeder Gast lässt im Schnitt bis zu 230 Euro in den Hotels, Geschäften, Gaststätten und kulturellen Einrichtungen. Ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor.

Vor allem kommen immer mehr internationale Besucher. Mit rund 1,5 Millionen Übernachtungen sind die Briten am meisten vertreten, gefolgt von US-Amerikanern. Spanier kommen nach einem Einbruch durch die Krise in ihrem Land wieder häufiger, russische Gäste dagegen sind sehr viel seltener geworden, was mit dem angespannten politischen Verhältnis aber auch dem Verfall des Rubels zusammenhängt. Erfreulicherweise kommen zunehmend mehr Gäste aus Israel. Besonders für Kongreßbesucher gibt es noch Steigerungspotential. Zumal hier besonders zahlungskräftige und kulturinteressierte Besucher zu erwarten sind. Gut 30 Prozent aller Besucher kultureller Einrichtungen sind Touristen. Ein Grund mehr, dass in diesen Bereich künftig noch mehr investiert werden soll.

Das umstrittene Thema, Privatwohnungen als Ferienwohnungen zu nutzen und angestammte Mieter in attraktiven Citywohnanlagen zu verdrängen, ist auch dem Stadtoberhaupt nicht unbekannt und laut Müller gibt es verstärkt Initiativen, dieses Problem zu lösen. Wie auch ständig an der Erhöhung der Sicherheit gearbeitet wird, vermehrt mit Videoüberwachung und deutlicher Polizeipräsenz, um vor allem das zunehmende Ärgernis von Taschendiebstählen in den Griff zu bekommen.

Die Berliner Hotels zählen noch immer zu den preisgünstigsten und das Angebot an authentischer Geschichte, Lifestyle, Kulinarik, Kunst- und Kultur ist überwältigend. Weit über tausend Veranstaltungen gibt es täglich. 365 Tage 24 Stunden lang geöffnet – das ist Berlin und 365/24 ist auch der neue Slogan für eine aktuelle Kampagne, mit der ab März weltweit für die deutsche Hauptstadt geworben wird. Die Zahlenkombination 365/24 entspricht der englischen Schreibweise. Geplant sind Aktionen in Social-Media-Kanälen wie Facebook, Instagram und Twitter und in über 40 Ländern, um die deutsche Hauptstadt als sehenswerte Touristen- und Kongressmetropole zu vermarkten. „Wir glauben, dass Berlin eine Stadt ist, die das ganze Jahr an 24 Stunden etwas zu bieten hat – nicht nur Fan-Meile und Hoppegarten“, so Burghard Kieker.

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