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Die Stadt auf den zwölf Inseln

VonRedaktion

Jan. 15, 2026

Blick von der Markthalle über die Oder auf die Dominsel mit Kreuzkirche (links) und Dom

Von Ronald Keusch

Breslau, die Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien im Südwestens Polens, ist auch im Winter eine Reise wert

Rathaus und Alter Markt in Breslau ( Foto: Enzo83, CC BY-SA 3.0 PL)

Der Alte Marktplatz – das Schmuckstück von Breslau

Alle Wege in Breslau führen zu seinem mittelalterlichen Marktplatz, schlicht als „Der Ring“, Rynek, bezeichnet. Mit seinen Maßen von 205 mal 175 Metern ist er der drittgrößte Marktplatz in Polen und auch einer der größten in Europa. Aber es ist nicht nur die Größe dieses Platzes inmitten der Altstadt, der nach der Zerstörung Breslaus durch Mongolen-Heerscharen im 13. Jahrhundert wieder neu entworfen und aufgebaut wurde.

Die Jahrhunderthalle in Breslau

Archivfoto

Die Besucher und natürlich auch die Bewohner der Stadt werden hier zu einer wunderschönen architektonischen Rundreise eingeladen. Sie beginnt bei den farbenfrohen Giebelhäusern rund um den Markt, den vielen imposanten Kirchen in Backsteingotik und führt über prunkvolle Barockbauten bis zu eleganten klassizistischen Gebäuden. Schließlich ist in Breslau auch durchaus passende mutige Moderne zu bewundern, wie die im Jahr 1913 eingeweihte Jahrhunderthalle, ein Stahlbetonbau mit einer freitragenden Kuppel mit einer Spannweite von 65 Metern.

Der Alte Marktplatz – das Schmuckstück von Breslau

Einen Höhepunkt stellt zweifellos mitten auf dem Marktplatz das Alte Rathaus dar, das bis heute mit seiner Kunst der Steinmetze Glanz und Reichtum der mittelalterlichen Handelsstadt ausstrahlt. An seinem Schmuckgiebel an der Südostseite fällt eine astronomische Uhr ins Auge, auf der eine Sonnenkugel mit goldenem Finger die Uhrzeit anzeigt.

Reich verzierter Erker am Rathaus Fassade des Rathauses mit astronomischer Uhr

Weihnachtsmarkt mit langer Tradition

Eine lange Tradition schon seit dem 16. Jahrhundert hat jeweils im Dezember bis in die ersten Januartage der Weihnachtsmarkt. Unzählige Verkaufsstände und Karussells haben auf dem Markt und den angrenzenden Gassen viel Platz, sich mit bunten Weihnachtsketten und Glitzersternen auszubreiten, wovon seit einiger Zeit viele deutsche Großstädte nur träumen können. Allerdings ist mit diesem Markttreiben mancher Blick auf die sensationelle architektonische Kulisse der mittelalterlichen Fassaden vom Ring etwas eingeschränkt – Weihnachten eben.

Weihnachtsmarkt vor der prächtigen Kulisse des Altmarkts

In einer der ältesten Bierschenken Europas

Das Alte Rathaus hat noch eine Sehenswürdigkeit zu bieten, die der Besucher sogar ganzjährig verkosten kann – den berühmten Schweidnitzer Keller, Piwnica Świdnicka. Die Bierstube gibt es seit mehr als 750 (!) Jahren – Handelsleute waren seit jeher durstig – und avanciert damit zu einer der ältesten Bierschenken in Europa.

Eingang zum Schweidnitzer Keller unter dem Alten Rathaus

Wenn der Besucher allerdings hier unten unverputzte und leicht angestaubte Wände und Deckengewölbe erwartet, wird er enttäuscht. Vielmehr begrüßt ihn ein helles modernes Design. Und seit dem Jahr 2022 wird hier auch vor Ort in den Kellerräumen gebraut, übrigens fast nur für den eigenen Bedarf. Der Gast kann unter einem Dutzend edelster Kreationen auswählen. Wer kennt schon die historische Biersorte Defenestracja, ein in Eichenfässern gereiftes Dunkelweizenbier, oder das Lagerbier Kruk mit einem tiefen Aroma von Kaffee, dunkler Schokolade und Vollkornbrot.

Selbstverständlich wird hier eine der Spezialitäten von Breslau serviert – frisch zubereitete Piroggen. Diese besondere Art von Teigtaschen in der klassischen Form mit Kartoffeln und Quark ist auch mit anderen Füllungen wie Gänsefleisch zu bekommen. Als Vorspeise bietet sich die schlesische Suppe Zurek an, eine saure Mehlsuppe mit Weißwurst und Ei. Und als Dessert sollte man unbedingt eine Waffel mit frischen Früchten in einem der zahlreichen Cafes der Altstadt probieren.

Das Filmmuseum im früheren Luftschutzbunker

Die Altstadt hat unter der Erde für ihre Besucher noch etwas aus jüngerer Geschichte zu bieten – ein Filmmuseum an einem ungewöhnlichen Ort. Es ist unter dem Salzmarkt eingerichtet in einem Bunker aus den Zeiten des Zweiten Weltkrieges. Hollywood lässt grüßen mit jeder Menge Film-Deko und Videoausschnitten. Sogar der US-amerikanische Spielfilm „Operation Walküre“ über den Hitler-Attentäter Klaus Schenk Graf von Stauffenberg, gespielt von Tom Cruise, und seine originale Film-Uniform hat einen Platz in einem der kleinen Bunkerräume gefunden.

In einem weiteren Bunkerbereich, wo wenn nicht hier, wird emotional sehr eindrucksvoll an die Schrecken des Zweiten Weltkrieges erinnert. Dazu gehört, dass der niederschlesische Gauleiter Karl Hanke im Jahr 1945 den verbrecherischen Befehl erteilte, Breslau zur Festung gegen die anrückende Rote Armee auszubauen. Zehntausende Soldaten und Zivilisten starben in den letzten Kriegstagen. Die Stadt mit ihren Kulturschätzen wurde zu 70 Prozent in Schutt und Asche gelegt.

Auch solche Zahlen und Fakten über die Kriegszerstörungen verdeutlichen die ungeheuer großen Aufbauleistungen in den folgenden Jahrzehnten. Übrigens informiert das Bunkermuseum den Besucher, dass der Kriegsverbrecher Hanke noch vor der Kapitulation von Breslau mit dem Flugzeug aus der Stadt fliehen konnte und sein Schicksal bis heute nicht restlos geklärt ist. Somit ist auch weiterhin unbekannt, ob er sich seiner gerechten Strafe noch entziehen konnte.

Altehrwürdige Universität

Hauptportal der Universität

Ein Spaziergang durch die Zeitgeschichte der Stadt muss unbedingt zum Hauptgebäude der Universität Breslau führen. Sie wurde Anfang des 18. Jahrhunderts als Jesuitenkolleg gegründet und zog in die Räume der früheren königlichen Burg ein.

Den Besucher erwartet eine unvergleichliche Pracht mit glanzvoller Kunst. Das beginnt bereits an dem blau-goldenen geschmückten Portal des Haupteingangs, wo der Besucher von vier Frauenfiguren empfangen wird. Sie stehen für die Tugenden der Gerechtigkeit und der Bescheidenheit sowie für Weisheit und Tapferkeit. Auf dem Portal sind die Insignien des Gründers der Universität Kaiser Leopold I. zu sehen – ein L und eine römische Eins – sowie der doppelköpfige Adler des Österreichisch-Habsburger Reiches.

Zuerst führt der Weg zum Oratorium Marianum, ein Raum der ursprünglich den Jesuiten als Kapelle zur Verehrung der heiligen Jungfrau Maria diente. Beeindruckend die prachtvollen Fresken, ein farbenprächtiger barocker Kunstgenuss.

Es wird heute von der Universität und als Musiksaal genutzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde es völlig zerstört und die Fresken wurden erst im Jahr 2013 und 2014 neu geschaffen, anhand von Farbfotografien aus dem Jahr 1944 vor den großen Zerstörungen. Ihr Maler, der deutsche Künstler Christoph Wetzel, hat auch die Fresken in der Kuppel der Dresdner Frauenkirche ausgeführt.

Barocke Sinfonie der Aula Leopoldina

Über die Kaisertreppe führt der Weg in den ersten Stock in die Aula Leopoldina. Dieser Gebäudeteil blieb als einziger von den Kriegszerstörungen verschont und so konnte die Aula bereits kurz nach dem Krieg wieder in Betrieb genommen werden. Sie gilt als eine der schönsten repräsentativen Aulen in ganz Europa. Vom Boden bis zur Decke ist hier eine barocke farbenfrohe Sinfonie zu erleben. In Wandporträts wird an die Gelehrten und Förderer der Uni erinnert.

Podium der Aula Leopoldina mit Plastik des Schirmherrn Leopold I.

Hier werden bis heute akademische Feiern in alter Tradition durchgeführt. Viele Gelehrte der Breslauer Universität wurden mit Nobelpreisen geehrt, Theodor Mommsen, Eduard Buchner, Paul Ehrlich, Fritz Haber, Erwin Schrödinger, Max Born. Und Johannes Brahms komponierte anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde an ihn im Jahr 1879 seine Akademische Fest-Ouvertüre, die mit den Klängen der Studentenhymne „Gaudeamus Igitur“ als majestätisches Finale schließt.

Bronzene Zwerge als Wahrzeichen der Stadt

Wer noch nicht im Reiseführer von Breslau mit der Nase drauf gestoßen wurde, begegnet ihnen beim Bummel durch die Innenstadt oder wird auf sie aufmerksam, wenn sich vor ihnen Touristen verzückt niederbeugen und Fotos mit dem Handy schießen.

Sie sind unangefochten die unübersehbaren Wahrzeichen der Stadt: die Krasnale, kleine bronzene Zwerge. Sie sind an Straßen und Gehwegen, an Haus-Fassaden und sogar Laternenmasten zu entdecken. Es gibt inzwischen über 1000.

Der Ursprung der Zwerge geht auf ein Stück spannende Geschichte aus der Zeit der Volksrepublik Polen vor 45 Jahren zurück. Als die damalige polnische Regierung von 1981 bis 1983 das Kriegsrecht ausrief, erwuchs ein breiter Widerstand, der sich mit skurrilen Zwergen-Graffitis und Demonstrationen in Zwergenkostümen in der Öffentlichkeit bemerkbar machte. Nach ihren orangenen Zipfelmützen erhielt die Breslauer Protestbewegung den Namen „Orangene Alternative“. Vor dem 2015 eröffneten Nationalen Forum für Musik, dem größten Konzerthaus Polens, steht gleich ein ganzes Zwergenorchester.

„Zug in den Himmel“

Neben den Zwergen sind in Breslau auch viele andere Kunstwerke im öffentlichen Raum zu entdecken. Da gibt es den Zug in den Himmel“, Pociąg Do Nieba, eine Kriegslokomotive, die neben dem in einem ehemaligen Bunker untergebrachten Zeitgenössischen Museum fast senkrecht in den Himmel ragt. In der Schlachtergasse in der Altstadt erinnert ein Denkmal an die dort einstmals geschlachteten Tiere. In die niedrigen Häuser der Schlachter sind heute Galerien und Souvenirläden eingezogen.

Ein beliebter Spazierweg führt aus der Altstadt an die Oder und zu den kleinen Inseln zwischen den beiden Oder-Hauptarmen.

Von der historischen Markthalle – einem im Jahr 1908 errichteten spektakulären Stahlbetonbau mit einer neogotischen Fassade – kommt man über die Sandbrücke zur Sandinsel, Wyspa Piasek. Allein auf dieser kleinen Insel stehen mehrere Kirchen und es eröffnet sich der Blick auf die Flusslandschaft der Oder mit dort ankernden Ausflugsschiffen.

Kathedrale auf der Dominsel

Kathedrale St. Johannes der Täufer –

Auf der Dominsel erhebt sich die gewaltige Kathedrale St. Johannes der Täufer. Die Kathedrale stammt in ihrer heutigen gotischen Form aus dem 13. und 14. Jahrhundert und erlebte viele An- und Umbauten. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden im Jahr 1991 die Turmspitzen auf die damit knapp 100 Meter hohen Türme gesetzt. Der prachtvolle silberne Altar aus dem 16. Jahrhundert kehrte nach umfangreichen Rekonstruktionen sogar erst im Jahr 2020 in den Dom zurück.

Die Dominsel, die übrigens heute keine Insel mehr ist, hat noch ein Spektakel aus der Historie zu bieten. Hier stehen noch alle 102 Gaslaternen, die in der Dämmerung von einem Lampenanzünder in Betrieb gesetzt und im Morgengrauen wieder gelöscht werden. Ein Ausweg, wenn per Blackout in Europa der Strom für Straßenlampen abgeschaltet ist?

Namensstreit um die Most Grunwaldzki

Weiter an der Oder und ihren Brücken entlang erreicht man die Most Grunwaldzki, ehemals Kaiserbrücke. Sie wurde im Jahre 1910 von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht, spannt sich 100 Meter über die Oder und ist heute noch Polens längste Hängebrücke.

Im Zuge bevorstehender Restaurierungsarbeiten ist jüngst über die Namensgebung ein Streit unter den Polen ausgebrochen. Auf einem Brückenpfeiler sollte wieder die historische Inschrift des alten Namens „Kaiserbrücke“ rekonstruiert werden. Obwohl der polnische Name der Brücke nicht geändert und auch auf den Stadtplänen weiter so erhalten bleiben sollte, machten Nationalistische Kreise aus Warschau gegen den Restaurierungsvorschlag Front. Der Streit um nationale Identitäten und die Bewertung der Geschichte findet kein Ende. Dazu ein fundierter Beitrag der MDR-Osteuroparedaktion (1).

1000 Jahre Stadtgeschichte

Geschichtspfad von Wroclaw am plac Nankiera Erste Plakette mit dem Abbild der astronomischen Uhr des Rathauses

Bei einem Bummel durch die Altstadt entdeckt der Besucher einen mit 19 Bronze-Plaketten gepflasterten Geschichtspfad mit den wichtigsten historischen Ereignissen für die Stadt. Er beginnt im Jahr 1000 mit der Errichtung des ersten Bistums, geht weiter über die Mongolen-Invasion, die Herrschaft Böhmens, der Habsburger und der Preußen bis zur Festung Breslau, der Solidarnosc-Bürgerbewegung der 80er Jahre und endet im Jahr 2016 mit der Ernennung zur Europäischen Kulturhauptstadt.

Schloss von Breslau

Der Weg ist eine passende Einführung zum Besuch des Museums im Stadtschloss mit der Ausstellung „1000 Lat Wroclawia“, 1000 Jahre Wroclaw. Alles das, was sich dem Besucher beim aufmerksamen Stadtbummel als spannende Historie mitunter nur andeutet, vor allem rund um den Markt und in der Universität, das kann er in dieser Ausstellung weiter vertiefen – informativ und unterhaltsam. Der Besuch des Museums sollte oder könnte vielleicht besonders für deutsche Touristen wie auch für alle Generationen der Stadt eine Pflichtveranstaltung sein – unter der Überschrift: Unsere gemeinsame Geschichte von Polen und Deutschen.

Am Anfang lag Breslau im polnischen Staatsgefüge

Der Start der Geschichte und Kultur Breslaus beginnt in einem Ausstellungsraum für die Jahre 1000 bis 1335 vom Zeitpunkt der Einverleibung Schlesiens in das polnische Staatsgefüge durch Mieszko I. und reicht bis zum Ende der Piasten-Herrschaft. Durch Verträge ging das Herzogtum Breslau im Jahr 1335 in den Herrschaftsbereich der böhmischen Könige über. Die Hauptstadt Schlesiens erlebte in dieser Zeit die Blüte des sakralen Bauwesens, wozu der Breslauer Dom sowie die im großen Ring gelegenen Bauwerke der St.-Maria-Magdalena- und St.-Elisabeth-Kirche zählen. Ab dem Jahr 1526 gehörte Breslau dann zur Habsburger Monarchie. Am Ende der Schlesischen Kriege begann dann im Jahr 1741 die Zeit der Preußen. Friedrich II. kaufte das 1719 errichtete Palais und baute es zum Schloss, zur Breslauer Residenz der Hohenzollern aus.

Im gelben Salon von König Friedrich Wilhelm der III.

Einige besonders geschichtsträchtige Räume des Schlosses wurden originalgetreu eingerichtet. So der gelbe Salon, den der preußische König Friedrich Wilhelm III. im Jahr 1813 während des Befreiungskrieges gegen Napoleon als Arbeitszimmer nutzte. Hier proklamierte er die von seinen Generälen Scharnhorst und Gneisenau verfasste allgemeine Mobilmachung und hier wurde auch das russisch-preußische Bündnis besiegelt. Im blauen Audienzzimmer traf er sich mit seinen militärischen Führern und mit dem russischen Zaren Alexander I.

An der Wand hängt der Abdruck einer Rede des Physik-Professors Henrik Steffens zum Beginn der Befreiungskriege gegen Napoleon. Davon stark beeindruckt meldeten sich viele Studenten als Freiwillige beim Korps des Majors Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow. Das Erkennungszeichen des Lützowschen Freikorps waren schwarze Uniformen mit roten Aufschlägen und goldenen Knöpfen, aus denen sich später die deutschen Nationalfarben schwarz – rot – gold ableiteten.

Auf dem Weg durch die Geschichte der Stadt im 20. Jahrhundert angelangt, wird die katastrophale Zerstörung von Breslau im Jahr 1945 dokumentiert wie auch der Beschluss der alliierten Siegermächte von Jalta über neue Grenzziehungen in Osteuropa. Breslau wurde zu Wroclaw und erlebte als einzige Stadt einen fast vollständigen Bevölkerungsaustausch. Bis ins Jahr 1947 wurde die deutsche Bevölkerung zwangsumgesiedelt, währenddessen Polen insbesondere aus den nun zur Sowjetunion gehörenden ukrainischen Gebieten um Lwiw hier ansässig wurden.

Denkmal des anonymen Passanten

Schließlich wurde die polnische Geschichte des 20. Jahrhunderts auch in Breslau durch den Kampf gegen das verordnete Kriegsrecht in den Jahren 1981 bis 1983 geprägt, die zur Transformation in das heutige politische System führte. Dazu wird in der Ausstellung das Denkmal des anonymen Passanten“ gezeigt. Das Original befindet sich in Breslau an zwei gegenüberliegenden Seiten der Straßenkreuzung Swidnicka/ Pilsudskiego. Dargestellt sind insgesamt 14 lebensgroße Bronzefiguren, auf der einen Seite versinken sieben Passanten im Boden, darunter eine Frau mit Kinderwagen, auf der anderen Straßenseite tauchen sieben Personen wieder auf.

Das Denkmal erinnert an die Zeit des Kriegsrechts, als massiv gegen die Oppositionsbewegungen

Faktenreiche und spannende Ausstellung

Die Ausstellung erzählt faktenreich ein Stück spannende Geschichte der Deutschen und Polen mit vielen den meisten Besuchern unbekannten Details, die viel mehr Nähe als Distanz beider Völker zeigen. Besonders deutsche Besucher, ausgerüstet zumeist nur mit schulischem und Medienwissen, werden über die Leistungen ihrer deutschen Vorfahren und Geschehnisse früherer Jahrhunderte, die in der Breslauer Ausstellung präsentiert werden, überrascht sein. Und sie können hier auch viele Fakten und Zusammenhänge über ihr Nachbarland Polen erfahren. In diesem Sinne ist allen deutschen Touristen auch ein Stück Bildungsurlaub zu wünschen.

(1)   Streit um deutschen Brückennamen in Breslau, 08.12. 2025 von Cezary Bazydło, MDR-Osteuroparedaktion https://www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/politik/polen-breslau-wroclaw-streit-deutsche-vergangenheit-inschrift-kaiserbruecke-100.html

Fotos: Ronald Keusch

Quelle: https://www.keusch-reisezeiten.de

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