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Gala für „Opus Klassik“ 2022

VonRedaktion

Okt 10, 2022

Von Klara Berger

Bereits zum fünften Mal fand die feierliche Verleihung des „Opus Klassik“ in diesem Jahr im Konzerthaus Berlin statt. Der Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen für klassische Musik in Deutschland. Er wurde erstmals 2018 von Musikkonzernen, Platten-Labeln und Konzertveranstaltern vergeben, als Nachfolger des bis dato ausgelobten „ Echo-Klassik“, der wegen eines Antisemitismus-Skandals abgeschafft worden war.

Auf dem roten Teppich (v.li): Ludovico Enaudi, Jonas Kaufmann, Igor Levit.

Die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner wurden bereits im August bekanntgegeben und waren nun bei der offiziellen Preisverleihung im ehrwürdigen Berliner Schauspielhaus am Gendarmenmarkt keine Überraschung mehr.

Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, Vertreterinnen und Vertreter der Medienbranche und Presse waren der Einladung des Vereins zur Förderung der Klassischen Musik e.V. nach Berlin gefolgt, um mit der der feierlichen Gala sowohl international renommierte Stars, als auch den künstlerischen Nachwuchs zu feiern. Die begehrte Trophäe wird  in 25 Kategorien vergeben.

So konnte Moderatorin Desireé Nosbusch, die souverän durch das Programm führte und die Künstler charmant präsentierte, leider nicht alle Preisträger auf die Bühne bitten.

Weltstars wie Jonas Kaufmann, Joyce DiDonato, Ludovico Einaudi, Igor Levit aber auch Nachwuchskünstler wie Lea Desandre, Jeanine De Bique, Magdalena Hoffmann oder das Trio 21meter60 begeisterten das Publikum im ausverkauften Saal mit Kostproben aus ihren jeweils prämierten Einspielungen. Das Konzerthausorchester unter der Leitung von Krzystof Urbański sorgte musikalisch für einen glanzvollen Abend.

Als Sonderkategorie wurde in diesem Jahr zudem der „Innovationspreis für Nachhaltigkeit“ verliehen, welcher herausragende Initiativen von Klima und Umweltschutz im Bereich klassischer Musik würdigt. Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden erstmals mit einer aus zertifiziertem Holz gefertigten „Opus-Klassik-Trophäe“ ausgezeichnet, die ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit gestaltet wurde. Startenor Jonas Kaufmann, der schon mehrfach einen „Opus Klassik“ erhalten hatte, und sich in diesem Jahr über zwei Preise freuen kann, lobte, dass die stilisierte Stimmgabel nun viel leichter ist als die bisherige gewichtige Auszeichnung aus Edelmetall.

Die Auszeichnung für das Lebenswerk ging an den wohl bekanntesten Komponisten der Ukraine, Valentin Silvestrov von Kulturstaatsministerin Claudia Roth mit einer sehr emotionalen Laudation gewürdigt. Seine Kompositionen seien „ikonisch“ und würden weltweit von führenden Orchestern gespielt. Silvestrov selbst konnte aufgrund einer Corona-Erkrankung an der Gala nicht teilnehmen.

Fotos: Ingrid Müller-Mertens

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