Bürgerinitiative: Deutscher Steuerzahler subventioniert US-Truppentransporte

Boening 747 der Atlas Air. / Bild: Jeff Gilbert, GFDL 1.2Boening 747 der Atlas Air. / Bild: Jeff Gilbert, GFDL 1.2

Die US-Armee verlegt derzeit offenbar zunehmend Soldaten über den deutschen Flughafen Frankfurt-Hahn in Rheinland-Pfalz nach Übersee. Dies geht aus einer Übersicht der örtlichen Bürgerinitiative Nachtflughafen Hahn hervor. Darin werfen die Aktivisten der rheinland-pfälzischen Regierung zudem vor, Washingtons Militäroperationen über Hahn praktisch zu subventionieren.

Nach dem Rückzug des US-Militärs aus Afghanistan und dem Irak, gingen die Zwischenlandungen zum Auftanken auf dem Flugplatz Hahn stark zurück. Waren es 2009 noch 1.491 Flüge, so sank diese Zahl in 2014 auf nur noch 404. 2015 stiegen sie wieder auf 438 an. Seit Anfang Dezember 2015 registriert die Bürgerinitiative jedoch wieder eine verstärkte Nutzung durch das US-Militär. So wurde der Flugplatz Hahn im Dezember 2015 mindestens 28-mal angeflogen, im Dezember 2014 waren es lediglich 16 Flüge.

Mit Stand vom 25.01.2016 wurde der Flugplatz Hahn in 2016 bereits 49-mal angeflogen, im gesamten Januar 2015 waren es nur 46 Flüge. Die seit Jahren intensivste Nutzung durch das US-Militär zeigt der Flugplan vom 25.01.2016. So stehen insgesamt 5 Flüge an. 4 Flüge gehen auf das Konto des US-Militärlogistikers Atlas Air (Kürzel: GTI), ein weiterer Flug auf das Konto von Delta Airlines (Kürzel: DAL). Bei den Flügen mit der Boeing B 767-300 (Kürzel: B763) handelt es sich auf jeden Fall um Truppentransporte, bei den beiden anderen Flüge mit der Boeing B 747-400 (Kürzel: B744) kann es sich um Truppentransporter oder auch um Nachschubflieger handeln.

Aus Sicht der Bürgerinitiative werden diese Flüge zudem vom Steuerzahler großzügig unterstützt. „Da ein Großteil der Flüge nachts abgewickelt wird, kann damit nichts verdient werden. Auf die einzelne Nacht bezogen handelt es sich meistens nur um einen Flug, jedoch muss hierfür eine ganze Schicht vorgehalten werden“, heißt es in einer Erklärung. „Sind das Gefälligkeiten an die Landesregierung, die seit Jahren darum buhlt, dass das amerikanische Militär unbedingt in Rheinland-Pfalz bleibt, und Zugeständnisse bezüglich Fluggebieten und Lärm macht, wie keine andere Region in Deutschland?“

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