Balanchine | Forsythe | Siegal – Das Staatsballett zwischen Klassik und Moderne

Mit George Balanchines  „Theme and Variations“ präsentiert das Staatsballett  die Grundelemente des klassischen Balletts. Foto: Ingrid Müller-MertensMit George Balanchines „Theme and Variations“ präsentiert das Staatsballett die Grundelemente des klassischen Balletts. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Intendantin Sasha Waltz und Intendant Johannes Öhman sehen in dieser  neuen Ballettproduktion des Staatballetts ein Idealbeispiel für die gemeinsame Programmgestaltung: „Mit Balanchine | Forsythe | Siegal spannen wir einen Bogen der intensiven Auseinandersetzung mit klassischen Idealen. Wir wollen die Tradition in Ehren halten und sie zugleich in die heutige Zeit weiterführen.“

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Foto: Ingrid Müller-Mertens

Mit einem einfachen ›battement tendu‹ eröffnet George Balanchine sein Ballett „Theme and Variations“, um in zwölf weiteren Variationen die Grundelemente des klassischen Balletts in ihrer Entwicklung vom schlichten Element zum virtuosen Ausdrucksmittel zu präsentieren.

Fotos: Staatsballett Yan Revazov

Seine Absicht, die große Ära des klassischen russischen Balletts heraufzubeschwören, verwirklichte Balanchine nicht ohne Peter I. Tschaikowsky, den er zeitlebens als Genie verehrte.

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Foto: Ingrid Müller-Mertens

William Forsythes „The Second Detail“ erlebte seine Premiere beim Staatsballett Berlin 2006 und kehrt nun in einer Neufassung in den Spielplan zurück. Dieses rasante Stück ist Forsythes analytisches Spiel mit der Geometrie des klassischen Tanzes, er treibt die Tänzer an die Grenzen ihres Gleichgewichtssinns und ihrer Beweglichkeit.

Trotz dieses intellektuellen, analytischen Ansatzes wirkt „The Second Detail“ unmittelbar sinnlich. Und das nicht zuletzt auch wegen der Musik: Die elektronischen Klänge hat Thom Willems eigens für diese Choreographie entwickelt.

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Foto: Ingrid Müller-Mertens

Richard Siegal erregt mit seiner Überzeugung international Aufsehen, seine Arbeiten sind mit einer illustren Reihe hochkarätiger Preise ausgezeichnet. Unter seinen Aufträgen der unterschiedlichsten Kunstinstitutionen finden sich auch Medien- oder Architektur-Projekte, Workshops und Experimente. Sein künstlerisches Anliegen ist ein „ballet of difference“, zugleich der Name seiner eigenen Compagnie.

Erstmals erarbeitet er mit Oval eine Kreation für das Staatsballett Berlin und trägt so zu Balanchine | Forsythe | Siegal mit einem virtuosen Experiment mit den Möglichkeiten des zeitgenössischen Balletts bei. Eine Uraufführung ist auch die Musik von Alva Noto, die der Künstler und Musiker eigens für Oval komponierte.

 

BALANCHINE | FORSYTHE | SIEGAL          THEME AND VARIATIONS | THE SECOND DETAIL | OVAL Choreographien von George Balanchine, William Forsythe und Richard Siegal

Weitere Vorstellungen 24. Mai, 4., 6., 19., 21. und 22. Juni 2019

www.staatsballett-berlin.de

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