„otto macht mode“ – Magdeburger Design in Berlin

Die Magdeburger Fashionshow "otto macht mode" begeisterte in der Berliner Landesvertretung von Sachsen-Anhalt. Foto: Ingrid Müller-MertensDie Magdeburger Fashionshow "otto macht mode" begeisterte in der Berliner Landesvertretung von Sachsen-Anhalt. Foto: Ingrid Müller-Mertens

„otto macht mode“ – unter diesem Motto stellte die Landeshauptstadt Magdeburg bereits zum neunten Mal im Rahmen der Berliner Fashion Week ihre erfolgreichen Mode-Designer vor und zeigt eindrucksvoll wie kreativ und innovativ Mode aus Sachsen-Anhalt ist.

Nein – wie zunächst vielleicht vermutet, mit dem Versandhändler gleichen Namens hat das nichts zu tun. Namenspate ist hier Kaiser Otto I., der anno 929 seiner ersten Gemahlin Editha die Stadt Magdeburg als Morgengabe schenkte. Und nochmal Nein: Kreative Mode muss nicht unbedingt aus Paris, London oder Mailand kommen, wie die lebhafte und unkonventionelle Show in der Berliner Landesvertretung des Bundeslandes eindrucksvoll bewies.

Aurelia Kreativschneiderei. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Aurelia Kreativschneiderei. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Magdeburg will 2025 EU-Kulturhauptstadt werden und bei der Bewerbung wird sicher neben dem umfangeichen historischen Kulturerbe, den Bauhaus –Stätten und der facettenreichen zeitgenössischen Kulturszene die Modebranche eine Rolle spielen.

Aurelia Kreativschneiderei. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Aurelia Kreativschneiderei. Foto: Ingrid Müller-Mertens

 

Die Magdeburger Designer eint vor allem eines, ihre Mode ist ebenso innovativ wie tragbar und dazu kommt jugendlicher Schwung, Experimentierfreudigkeit und viel Herz. Aber vor allem auch gediegene handwerkliche Ausbildung. Und das hat in Magdeburg Tradition. Seit 1915 gibt es eine fundierte Hochschulausbildung in Modegestaltung und Design, deren Absolventen inzwischen international auf sich aufmerksam machen.

 

33In der kreativen Modeszene der Landeshauptstadt haben sich eine Reihe erfolgreicher Modelabels mit ihren Werkstätten, Ateliers und Boutiquen etabliert. Bereits einen guten Namen gemacht haben sich unter anderen Julia Wundrack mit ihrem neuen Label „Mädchenträume“ (bisher „Be Julicious“) . Sie verzauberte mit  romantischer Brautmode. Manuela Markgraf von der Aurelia Kreativschneiderei präsentierte diesmal ihre „Come together“-Kollektion, inspiriert von den Beatles.

Foto: Ingrid Müller-Mertens

Foto: Ingrid Müller-Mertens

 

Tatjana Aschakowa empfahl sich mit Brautmoden und filigranen Hütchen nicht nur britischen Ladies. Für die gebürtige Bulgarin ist ein Outfit erst mit passendem Kopfschmuck komplett und sie hofft, dass das auch hierzulande Trend wird.

„Lady Caro Lynn“ bezauberte einmal mehr mit ihrer ebenso frischen, alltagstauglichen wie exquisit festlichen Modelinie. Und natürlich erhielten die souverän vorgeführten Kinderkleider wieder einen besonders herzlichen Beifall. 20 Prozent des Erlöses gehen davon an die „Stiftung KinderHerz“.

Außer Konkurrenz konnte man auf dem Catwalk auch in diesem Jahr wieder die Allerschönsten aus Mitteldeutschland bewundern. Modelagentur Margit Tietz präsentierte Miss Berlin, Miss Thüringen, Miss Brandenburg,  und Mister Sachsen Anhalt.

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Foto: Ingrid Müller-Mertens

Foto: Ingrid Müller-Mertens

Dass Mode innovativ, nachhaltig und trotzdem schick sein kann, bewies Oliver Mössner mit handgefertigten Taschen aus hölzernem Material und Anne Facius überraschte mit ihrer Idee, aus Gras – genaugenommen den Blüten bestimmter Gräser – kleidsame Mützen und Mantelkragen herszustellen. Überzeugend und charmant vorgeführt von engagierten Damen einer Seminargruppe „Studieren ab 50“ .

Zum Finale dann noch eine besondere Augenweide: Models der Agentur Effenberg begeisterten mit ihrer Show atemberaubender Dessous.

Veranstalter, Akteure und Sponsoren konnten sehr zufrieden sein. Nach der gelungenen Fashionshow war so Manchem klar, dass die Elbestadt neben einer interessanten Historie, einem weltbekannten Dom, berühmten Komponisten und Erfindern auch auf dem Sektor Mode eine Menge zu bieten hat.

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