„Don’t Cry for Me Argentina“ – „Evita“ begeistert im Admiralspalast

Erfolgsmusical "Evita" begeistert im Berliner Admiralspalast. Foto: Pamela RaithErfolgsmusical "Evita" begeistert im Berliner Admiralspalast. Foto: Pamela Raith

Ein einfaches Mädchen vom Lande wird zur Ikone einer ganzen Nation. Die perfekte Vorlage für ein packendes Musical! Der beispiellose Werdegang der argentinischen Präsidentengattin Eva Perón inspirierte den Komponisten Andrew Lloyd Webber und Autor und Librettist Tim Rice in den 70er-Jahren zu ihrem Musical-Erfolg EVITA, der bis heute anhält.

Lucy O’Byrne als Evita. Foto. Pamela Raith

Lucy O’Byrne als Evita. Foto. Pamela Raith

Das Leben der umstrittenen Präsidentengattin Eva María Duarte de Perón bot die ideale Folie für ein Parade-Stück um Gier, Macht, Einfluss und Prestige. Der unheimliche Aufstieg eines jungen, ehrgeizigen Mädchens aus der argentinischen Provinz, die in den 1930er- und 40er-Jahren zunächst zur Schauspielerin und dann zur First Lady emporsteigt – geliebt vom Volk, gehasst von ihren politischen Gegnern – bot als reale Aschenputtel-Geschichte alles, was ein spannendes Musical braucht.

Foto: Pamela Raith

Foto: Pamela Raith

Als der junge Tim Rice 1973 einen Rundfunkbeitrag über Perón hörte, nahm ihn der Stoff derart gefangen, dass er nach Südamerika reiste. Vor Ort wollte er mehr über das Leben jener Frau erfahren, der das argentinische Volk den Kosenamen „Evita“ verliehen hatte. Überwältigt von den neuen Eindrücken konnte er seinen künstlerischen Partner Andrew Lloyd Webber wenig später von dem Projekt überzeugen. Dabei ist das Stück nicht nur eine Hommage an Eva Perón: In einer Rückschau werden die widersprüchlichen Facetten einer zur Ikone verklärten Frau bloßgelegt. Eva als gewöhnliche 15-Jährige, als Mädchen mit großen Träumen, als Schauspielerin, kühle Karrieristin, politische Strippenzieherin, Geliebte, aber auch Wohltäterin und Hoffnungsträgerin ihres Volkes.

Glenn Carter als Che . Foto: Pamela Raith

Glenn Carter als Che . Foto: Pamela Raith

Webber und Rice stellen ihrer Heldin einen Gegenspieler gegenüber, der als kritischer Geist den Werdegang der ambitionierten Frau bissig kommentiert. Ihre Kunstfigur Che ist eine Referenz an den in Argentinien geborenen Che Guevara – eine andere charismatische Gestalt des 20. Jahrhunderts. So gelang den beiden Autoren schließlich das seltene Kunststück, aus einem brisanten politischen Stoff ein spannendes und unterhaltsames Musical zu machen.

Foto: Pamela Raith

Foto: Pamela Raith

Das Werk zählt seitdem zu den bekanntesten Stücken der Musical-Geschichte. Neben der mitreißenden Handlung begeistern Webbers unnachahmliche Kompositionen – allen voran die Ballade „Don’t Cry for Me Argentina“, die bis heute zu den größten Musical-Hits zählt.

Lucy O’Byrne in der Titelrolle fasziniert ebenso stimmlich wie darstellerisch. Sie IST Evita- Ihre atemberaubende Interpretation von „Don’t Cry for Me Argentina“ ist ein Ereignis. Aber ebenso begeistern Glenn Carter als Che, der bereits am Brodway als Hauptdarsteller in „Jesus Chrisr Superstar“ gefeiert wurde und Mike Sterling als Juan Perón, der unter anderem als Raoul im „Phantom der Oper“ oder auch bei Konzerten in der Londoner Royal Albert Hall erfolgreich war. Oscar Balmesada oder Cristina Hoey beeindrucken als wichtige Begleiter Evitas und Perons auf dem Weg zur Macht. Nicht zu vergessen das exzellente Orchester, die opulente Ausstattung und -last but not least – das gesamte Ensemble, von dem eigentlich jeder ein erstklassiger Solist ist.

„Evita“ ist in dieser Inszenierung mehr als eine Show, eher ganz große Oper. Zu Recht vom Premierenpublikum mit Standing Ovations gefeiert.

 

Informationen: www.evita-musical.com

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