Großer Erfolg für die ersten BAROCKTAGE an der Staatsoper

Eine außergewöhnliche Inszenierung von Rameaus " "Hippolyte et Aricie" durch spektakuläre Licht- und Farbeffekte . Foto: Ingrid Müller-MertensEine außergewöhnliche Inszenierung von Rameaus " "Hippolyte et Aricie" durch spektakuläre Licht- und Farbeffekte . Foto: Ingrid Müller-Mertens

Die ersten Barocktage an der Staatsoper Unter den Linden konnten mit einer Auslastung von über 90% erstaunlichen Erfolg verbuchen.   Insgesamt besuchten in zehn Tagen mehr als 15.000 Besucherinnen und Besucher aus 46 verschiedenen Ländern. Neben Europa u. a. aus Australien, Brasilien, China, Hong Kong, Japan, Kanada, Korea, Neuseeland, Panama, Singapur, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Geprägt wurde das Festival durch drei Musiktheaterwerke der bedeutenden Komponisten des 17./18. Jahrhunderts Claudio Monteverdi und Jean-Philippe Rameau im Großen Haus, eine Tanz- und Theaterperformance im Apollosaal, 13 Konzerte sowie Führungen und einem Roundtable-Gespräch. Im Zentrum stand die Premiere von Rameaus „Hippolyte et Aricie“. Eine klassische griechische Tragödie mit großen Emotionen, unerfüllten Sehnsüchte, rachsüchtigen Frauen, erzürnten Göttern und düsteren Dämonen der Unterwelt.

 Lichtgestaltung  ©  Olafur Eliasson Care and power sphere, 2016, Private Collection Courtesy neugerriemschneider, Berlin

Zum ersten Mal überhaupt kommt damit an der Staatsoper ein Werk von Jean-Philippe Rameau auf die Bühne. Unter der musikalischen Leitung von Simon Rattle, der sein Debüt mit dem Freiburger Barockorchester gibt beeindrucken Opernstars wie Anna Prohaska, Magdalena Kožená, Reinoud Van Mechelen, Gyula Orendt und Elsa Dreisig aber die eigentlichen Hauptakteure sind Chor und die exzellenten 11 Tänzer, die das mythische und insgesamt sehr düstere Geschehen pantomimisch eindrucksvoll illustrieren und intensiv begleiten.

Foto: Ingrid Müller-Mertens

Foto: Ingrid Müller-Mertens

 

Das außergewöhnliche und zu Recht gefeierte der Inszenierung ist die szenische Gestaltung. Der für seine spektakulären Lichtinstallationen berühmte Künstler Olafur Eliasson entwickelte gemeinsam mit der Regisseurin und Choreographin Aletta Collins ein Konzept, das die Grenzen zwischen Zeit, Raum, Licht, Kostüm und Bewegung neu denkt.

Foto Ingrid Müller-Mertens

Foto Ingrid Müller-Mertens

Eliasson setzt seine umfassende Beschäftigung mit Naturphänomenen wie Wasser, Nebel, Licht und Spiegelungen mit der Handlung der Oper in Beziehung, um Räume wie Dianas Wälder, die Unterwelt Plutos oder auch das Meeresreich Neptuns zu erschaffen. Sänger, die Tänzer und der Chor werden darin zu »Instrumenten des Lichts«, die mit ihren Kostümen und ihren Bewegungen mit dem Raum interagieren. Durch Spiegelungen entstehen überraschende Effekte und optische Vervielfältigungen.

Foto: Ingrid Müller-Mertens

Foto: Ingrid Müller-Mertens

Teilweise wird die Szene zur Lasershow in einer starren, kühlen Star-Wars-Welt mit Techno-Ambiente und einer riesigen Discokugel. Auch an Rauch und Nebel wird nicht gespart. Sicher eine besondere Herausforderung für Sänger. Auch wenn derartiger Aufwand an Lightshow, Laser und Nebelwallen bei jedem besseren Pop-Konzert zu besichtigen ist – für die Staatsoper und die potentiellen Opernbesucher offenbar eine ganz neue Dimension, die begeistert angenommen wurde. Ob damit auch endlich wieder mehr junge Besucher angelockt werden können wird sich zeigen.   Mit dem OPERA UNLIMITED-Programm gibt es neuerdings auch ein besonderes, kostengünstiges Angebot für unter 30-Jährige. Ab sofort erhalten unter 30-Jährige im Rahmen des neuen OPERA UNLIMITED-Programms die Möglichkeit, Neuproduktionen an der Staatsoper Unter den Linden noch vor der Premiere exklusiv in der Generalprobe zu erleben bzw. bereits im Vorverkauf Karten für ausgewählte Vorstellungen Tickets zum Einheitspreis von 15 €! Sie erhalten außerdem die Möglichkeit, die Staatsoper Unter den Linden hinter den Kulissen zu erleben und in Gesprächen nicht nur die anderen OPERA UNLIMITED-Mitglieder kennenzulernen, sondern auch Künstlerinnen und Künstler.

www.staatsoper-berlin.de

Kommentar hinterlassen zu "Großer Erfolg für die ersten BAROCKTAGE an der Staatsoper"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*