Estland entdecken – Historie, Natur und Saunaparadies

UNESCO-Weltkulturerbe: Der mittelalterliche Stadtkern von Tallinn. Bild:Ingrid Müller-MertensUNESCO-Weltkulturerbe: Der mittelalterliche Stadtkern von Tallinn. Bild:Ingrid Müller-Mertens

Die Reisesaison beginnt und nach aktuellem Buchungsstand ausgewählter Reiseveranstalter erfreuen sich wieder Spanien, hier vor allem Mallorca, Italien und Österreich größter Beliebtheit bei deutschen Urlaubern. Dabei gibt es auch anderswo reizvolle Ziele. Estland zum Beispiel, das EU-Mitglied im hohen Norden, hat viel zu bieten. In der  Landeshauptstadt Tallinn beeindruckt  eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Altstadtzentren – komplett zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt – und viele andere Sehenswürdigkeiten.  Punkten kann das kleine Land aber ebenso mit  landschaftlicher Schönheit und unberührter Natur. Es heißt, man könne von jeder Stelle des Landes aus Wald sehen. Nach seriösen Messungen verfügt Estland nachweislich über die reinste Luft in Europa. Findige Reiseveranstalter in Peking bieten schon „Saubere-Luft“-Touren für smoggebeutelte Chinesen an.

Als eine Art Nationalsymbol gilt in Estland die Kornblume. Sie steht für die die saubere Umwelt, denn nur wo die Lebenskraft der Natur noch ungebrochen ist, wachsen Kornblumen. Und die gibt es reichlich auf den Feldern. Und da Roggen seit Jahrhunderten das estnische Nationalgetreide ist, heißt die blaue Blume hier „Roggenblume“. Bereits im Mittelalter während der Hanse-Zeit war Roggen ein lukrativer Exportartikel und ist es bis heute geblieben. Schwarzbrot dominiert nach wie vor den Speiseplan der Esten. Auch Heidelbeeren, Moosbeeren, Preiselbeeren oder die seltene Moltebeere (Sumpfbeere) sind in Estlands ausgedehnten Waldgebieten ausreichend zu finden.

In den urwüchsigen Nationalparks und der weiten reizvollen Landschaft des kleinen Landes ist viel zu entdecken. Unter anderem auch immer wieder historisch und architektonisch interessante Herrenhäuser des baltischen Landadels aus dem 18./19.Jahrhundert.

Estland ist ein Land der Seeleute. Schon der große Romancier Ernest Hemingway hat festgestellt, dass man in jedem Hafen der Welt mindestens einen Esten vorfinden kann. Kein Wunder bei 3.800 Kilometern Küstenlinie – Traumstrände im Sommer – 1500 vorgelagerten Inseln und zahlreichen Häfen und Bootsanlegestellen. Seit Jahrhunderten blüht der Fischfang. Inzwischen auch als Hobby. Und Estland ist auch ein Saunaparadies. . Ob Fass-, Rauch- oder Höhlensauna, klassische, finnische oder russische, für 99 Prozent der Esten ist die Sauna fast ein Lebensmittelpunkt. Hier wird „geliebt, geboren und gestorben“. Allerdings nur bis Mitternacht. Danach waschen sich dort die Geister – heißt es. Und mit denen will man es nicht verderben.

Sollte man auch nicht, denn das kleine Land in Europas Norden bietet seinen Bewohnern eine intakte Umwelt, moderne Infrastruktur, ein exzellentes Bildungswesen und hohe Lebensqualität.

Infos unter: www.visitestonia.ee

 

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