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Hinein ins Farbenspiel der Blätter

VonRedaktion

Okt 16, 2022

Buchenwald Grumsin. Foto. TMB Fotoarchiv Renate Tischer

Jetzt noch mal die goldene Oktobersonne nutzen und raus in die Natur! Der Herbst ist die perfekte Jahreszeit, um sich noch mal aufs Rad zu schwingen oder sich einfach die Wanderschuhe anzuziehen, um das Rascheln von herabgefallenem Laub beim Laufen zu genießen. Wir haben ein paar Touren zusammengestellt, wo sich das bunte Farbenspiel der Blätter in Brandenburg besonders gut erleben lässt.

Foto:TMB Fotoarchiv Antje Tischer

Rundwanderung „Rotes Buchenblatt Grumsin“:
Der Grumsin in der Uckermark ist einer der schönsten Buchenwälder weltweit und wurde 2011 Bestandteil des UNESCO-Weltnaturerbes. Seit dieser Zeit wird das Gebiet nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt und entwickelt sich damit ganz langsam wieder zu einem Urwald zurück. Besonders farbenfroh leuchten hier im Herbst die Buchenblätter der teilweise bis zu 300 Jahre alten Bäume. Anreise: ab Berlin Hauptbahnhof mit dem Regionalexpress RE3 bis Angermünde, weiter mit Buslinie 496 (WelterbeBus) bis Haltestelle Altkünkendorf, Tipp: diese Tour lässt sich auch gut kombinieren mit dem Rundwanderweg um den Wolletzsee.

Naturerlebnispfad „Von Moor zu Moor“ am Roofensee:
Moore sind geheimnisvoll, mystisch und manchmal auch ein bisschen unheimlich. Die dunklen, oft sagenumwobenen Landschaften tauchen bevorzugt in gruseligen Märchen und Geschichten auf. Naturwissenschaftlich betrachtet sind sie jedoch schützenswerte Feuchtgebiete und selten gewordene Lebensräume für eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt. Der Moorerlebnispfad im Ruppiner Seenland schlängelt sich teilweise am Ufer des Roofensees zum Strandbad Menz und weiter als Pfad um den Wallberg herum zurück zum NaturParkHaus Stechlin. Anreise: ab Berlin Hauptbahnhof mit dem Regionalexpress RE5 bis Gransee, weiter mit Buslinie 836 (Richtung Neuglosbow) bis Menz NaturParkHaus. Tipp: Diese Tour lässt sich auch gut kombinieren mit dem „Rundweg um den Roofensee“.

Foto: Archiv Berliner Umschau

Von Paulinenaue nach Nennhausen (5. Etappe Fontane-Rad)
Die fünfte Etappe der Radtour „Fontane Rad“ beginnt am Bahnhof Paulinenaue und führt nach Nennhausen mit seinem Schloss, das einst schon Theodor Fontane bewunderte. Durch eine mit Kanälen durchzogene Landschaft führt die Radtour nach Stechow. Ganz in der Nähe liegt der Ferchesaer See. Diejenigen, die die Tour verkürzen wollen, können ab Stechow den Abstecher nach Rathenow wählen und das regionale Zentrum der optischen Industrie besichtigen oder ab hier in den Zug steigen. Die Hauptroute selbst führt ab Stechow weiter nach Nennhausen. Das gleichnamige Schloss mit wurde einst von Caroline von Briest und Friedrich de la Motte Fouqué bewohnt. Länge: rund 30 Kilometer, Anreise: ab Berlin-Hauptbahnhof mit dem Regionalexpress RE 2

Foto: TMB Fotoarchiv Steffen Lehmann

Rundwanderung Naturschutzgebiet Buckowseerinne:
Das Naturschutzgebiet Buckowseerinne im Barnimer Land mit seiner markanten eiszeitlichen Prägung liegt am Rande des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin, nordwestlich von Eberswalde, zwischen Britz, Werbellin und Finowfurt. Die Schorfheide zählt zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten in Deutschland. Der Weg verläuft unter anderem über sanfte Hügel sowie einer Reihe kleinerer Seen und Teiche entlang, die sich idyllisch in die Landschaft fügen. Länge: gesamter Rundweg: 13 Kilometer, Start: 16244 Lichterfelde, Ortsteil Buckow, Markierung: grüner und roter Punkt

„Mühlen- und Quellwanderung“ – Vom Teupitzer See zum Klingespring
Ein kleines und vielseitiges Wandergebiet ist das so genannte Schenkenländchen im Dahme-Seenland, wo früher über mehrere Jahrhunderte Adlige residierten. Auf dieser rund elf Kilometer langen „Mühlen- und Quellwanderung“, die in Teupitz beginnt, geht es entlang der Ufer des Tütschensees, Tornower Sees und Briesensees sowie durch Laub- und Nadelwald, der die Seen umgibt. Besonders sehenswert ist am südlichen Ende des Tornower Sees die kräftig sprudelnde Naturquelle. Und am Mühlteich, direkt neben der der Gaststätte Mittelmühle, befindet sich das noch immer in Betrieb befindliche Mühlen-Sägewerk. Insgesamt ist das Wandergebiet gut markiert – ein gelber Punkt auf weißem Grund – so dass unterschiedliche Wegvarianten miteinander kombiniert werden können. Anreise: mit Regionalbahn RB 24 bis Groß Köris, weiter mit Buslinie 726 bis Teupitz

Burg Eisenhardt Burgfried, Foto: CC BY-SA 3.0

Von Rittern und Schlossherren:
Majestätisch thront sie über Bad Belzig: Burg Eisenhardt mit ihrem Bergfried. Von hier oben hat man einen grandiosen Blick über die mittelalterliche Stadt. Von hier aus geht es mit dem Rad in Richtung Wiesenburg, wo Pedalfans mit einem Schloss sowie einem prächtigen Landschaftspark empfangen werden. Hier flaniert es sich wie einst schon die Schlossherren – auf barockem Parterre mit Schlossteich und exotischen Baumriesen. Länge: 36 Kilometer, Anreise: ab Berlin-Hauptbahnhof mit dem Regionalexpress RE7 bis Bad Belzig

„Seesichten“-Wanderung rund um den Straussee:
Das Ufer des Straussees im Seenland Oder-Spree ist fast vollständig öffentlich zugänglich und bietet unterwegs nicht nur faszinierende Blicke auf die Altstadt von Strausberg, sondern ebenso auf bunt gefärbte Laubbäume, die den See säumen. Darüber hinaus informieren am Wegesrand zwölf Schautafeln über die Geschichte der Stadt, unter anderem über das historische Strandbad. Als Startpunkt empfiehlt sich das östliche Ufer an der Fährstation der Seilfähre. Dabei handelt es sich um die einzige Personen-Seilfähre in Deutschland. Anreise: mit der S-Bahnlinie S5 bis Strausberg Stadt oder Regionalbahn RB26 (Richtung Küstrin-Kietz) ab Berlin-Ostkreuz bis Strausberg, weiter mit der Strausberger Straßenbahn.

Straussee.Bild:TMB Fotoarchiv Matthias Schäfer

Schlaubetal-Wanderweg:
Wie ein Gebirgsbach plätschert das Flüsschen Schlaube durch das schmale Tal ganz im Osten von Brandenburg. Gleich daneben schlängelt sich ein Pfad am Flusslauf unterhalb der bewaldeten Hänge entlang. Manchmal muss man über morsche Bäume klettern oder sich durch dichten Farn kämpfen. Nur wenige Schritte weiter breitet sich ein stiller See aus und hoch oben kreist mit etwas Glück ein Seeadler oder Kraniche, die auf dem Weg zu ihren Winterquartieren sind. Länge: 28 Kilometer, Start: Schlaubemühle / Treppeln, Ziel: Müllrose, Markierung: blaues „S“ auf weißem Grund, Anreise: Regionalexpress RE1 bis Jacobsdorf, dann Bus A400 bis Schlaubemühle (fährt Mai bis Oktober an Wochenenden)

Wanderung durch die Calauer Schweiz:
Eine Tour durch die Calauer Schweiz an den Ausläufern des Naturparks Niederlausitzer Landrücken, erinnert an manchen Stellen an den berühmten Buchenwald Grumsin in der Uckermark. Unterwegs gibt es in den „Plinsen-Dörfern“ die Buchweizen-Plinse, eine regionale Spezialität, die man nach einer Wanderung unbedingt probieren sollte. Sehenswert unterwegs ist unter anderem die Teichlandschaft Buchwäldchen-Muckwar sowie der Aussichtspunkt am Kühringsberg. Start: Altdöbern, Ziel: Calau, Anreise: Regionalbahn RB24 bis Altdöbern, Abreise: Calau mit RB24 Richtung Berlin-Ostkreuz.

Weitere Anregungen für Herbst-Ausflüge unter:
www.reiseland-brandenburg.de

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