„Frau Luna“ begeistert im Tipi

Andreja Schneider und das Mondelfenballett in „Frau Luna“ im Tipi. Foto: Ingrid Müller-MertensAndreja Schneider und das Mondelfenballett in „Frau Luna“ im Tipi. Foto: Ingrid Müller-Mertens

 

„ Ja,ja,ja, das ist die Berliner Luft, Luft, Luft“ – spätesten beim immer wieder bejubelten schmissigen Mitklatschmarsch kennt die Operettenseligkeit im Tipi-Zelt keine Grenzen mehr. Von den Berliner Philharmonikern als gefeierter Höhepunkt eines jeden Waldbühnenkonzerts in die Welt getragen, ist der populäre Evergreen von Paul Lincke längst zur Berlin-Hymne geworden. Passend zum 150. Geburtstag des Ur- Berliner Komponisten und Operetten-Stars des vorigen Jahrhunderts inszeniert das Zelttheater TIPI am Kanzleramt nun seine legendäre Berlin-Revue „Frau Luna“, die noch sehr viel mehr an Ohrwürmern zu bieten hat und vor allem jede Menge Berlin-Kolorit vom Feinsten.

„Schlösser, die im Monde liegen“, „Lass den Kopf nicht hängen“, „Oh Theophil“ oder „Schenk mir doch ein kleines bißchen Liebe“ waren die Schlagerhits unserer Urgroßeltern. Die Gassenhauer und Schunkelwalzer kannten vor hundert Jahren jedes Berliner Kind. Und Paul Lincke erwies sich so nebenbei auch als Visionär, denn es geht um nichts Geringeres, als die Reise auf den Mond. Eine skurrile Reisegesellschaft aus Urberliner Originalen hebt ab in den herrlich kitschigen Operettenhimmel und mischt das Regiment von Luna, der „Frau im Mond“, mit Berliner Herz und Schnauze aber auch brachialem Charme tüchtig auf.

Berliner Hinterhofmilieu trifft auf Glamour-Glitzer-Welt. Natürlich ein Fest für die bewährten Stars der Künstlerfamilie von Tipi und Bar jeder Vernunft. Regisseur Bernd Mottl inszeniert eine ebenso herzerfrischend klamottige, wie frivole und rundum vergnügliche Revue mit einem Minimum an Kulissen aber einem Optimum an Wirkung.

Die Geschwister Pfister begeistern als Frau Luna (Andreja Schneider),Frau Pusebach (Christoph Marti) und Theophil (Tobias Bonn) ebenso das weitere weltliche wie himmlische Personal, unter anderem Gustav Peter Wöhler, Sharon Brauner, Benedikt Eichhorn, Cora Frost oder Ades Zabel. Nicht zu vergessen das zackige Live-Orchester die 12 Berliner Mondharmoniker und das hinreißende Mondelfen-Ballett.

Aufführungen bis 29. Januar, Tipi am Kanzleramt, Große Querallee, Mi–Sa 20 Uhr, So 19 Uhr, Karten 20 bis 70 Euro, Tel.: 39 06 65 50

http://www.tipi-am-kanzleramt.de

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