Shalom Berlin – Jüdische Kulturtage 2016

„Bei mir bist du schoen“ – Andrej Hermlin und sein Swing Dance Orchestra eröffnen die Jüdischen Kulturtage. Foto: sdo© by hauth.„Bei mir bist du schoen“ – Andrej Hermlin und sein Swing Dance Orchestra eröffnen die Jüdischen Kulturtage. Foto: sdo© by hauth.

Im mittlerweile nun 29. Jahr finden die Jüdischen Kulturtage der Jüdischen Gemeinde zu Berlin statt. An verschiedenen Orten der Hauptstadt  laden sie ein, vom 5. bis 13.November  die vielfältige jüdische Kultur auf verschiedene Art kennenzulernen: musikalisch, theatral, cineastisch, kulinarisch, in Bereichen der Bildenden Kunst, und natürlich auch gesellschaftspolitisch. „Wir wollen den Berlinern und ihren Gästen zeigen, dass jüdisches Leben weit über Religion und die Erinnerung an die Schoa hinausgeht. Jüdisches Leben und jüdische Kultur sind auch Ausdruck von Freude, Herzlichkeit, Dynamik und Teilhabe am Stadtleben“, so Gideon Joffe, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.

Motto der diesjährigen Jüdischen Kulturtage ist „Shalom Berlin“. Dieses Motto wurde gewählt als bekannter traditioneller jüdischer Gruß und auch im Hinblick auf seine ursprüngliche Bedeutung: Frieden. Frieden impliziert ein Aufeinander-Zugehen: Sich dem Anderen zu nähern, ihn besser verstehen zu lernen und in der Folge auch in seiner Art zu akzeptieren. „Wir haben uns bei der Programmgestaltung bemüht, ein möglichst breites künstlerisches Spektrum abzudecken“, sagt Intendant Gerhard Kämpfe, „so veranstalten wir u.a. Lesungen, Musikprogramme für alle Altersgruppen, eine Filmreihe, Ausstellungen jüdischer Künstler, einen Tag der Offenen Tür im Gemeindehaus Fasanenstraße sowie eine Podiumsdiskussion in der Max-Liebermann-Villa.“

Um nur einige Beispiele zu nennen: das Eröffnungskonzert am 05.11. in der Synagoge Rykestraße trägt den Titel „Bei Mir bist Du Schoen – Jews in Jazz“. Hier findet auch das Abschlusskonzert am 13.11. statt mit dem Star-Geiger Daniel Hope, begleitet von dem Pianisten Sebastian Knauer. Da der jüdische Humor ein wichtiger und geradezu lebenserhaltender Bestandteil jüdischer Kultur war und ist, werden am 07.11. im Renaissancetheater aus humoristischen Texten von Tucholsky bis Kishon gelesen werden: Lerne Lachen, ohne zu weinen. Es lesen Anna Thalbach, Nadine Schori, Udo Samel und Ingo Naujoks. Für die Musik an diesem Abend sorgen Sharon Brauner, Carsten Troyke & Band.  Die musikalische Lesung  „Klezmer trifft Derwisch trifft Meister Eckhart“, gestaltet von Nina Hoger & dem Ensemble Noisten, mit Talip Elmasulu und Murat Cakmaz wird die drei monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam in einem friedlichen Kontext gemeinsam auf eine Bühne zu bringen.

Beim Eröffnungskonzert der Jüdischen Kulturtage Synagoge Rykestraße am 5.November ist Andrej Hermlin & his Swing Dance Orchestra zu erleben. Wer kennt ihn nicht, den jiddischen Song „Bei Mir Bist Du Schoen“? Nur wenige wissen aber, wie bedeutend der Anteil jüdischer Musiker und Komponisten an der Entwicklung des Jazz war – nicht nur in Amerika, sondern auch in Deutschland und der damaligen Sowjetunion. Und so werden in diesem Konzert Melodien jüdischer Komponisten wie  Gershwin und Kern, Heymann und Kok, Utjossow Tsfasman in den  Originalarrangements amerikanischer, deutscher und sowjetischer Orchester der 30er und 40er Jahre zu hören sein  – von „Lady Be Good“ über „Wenn Der Wind Weht“ bis „Teplochod“. Die russischen Songs werden von Viola Manigk und Gena Desjatnik gesungen. Ein – im wahrsten Sinne des Wortes – internationales Konzert anlässlich der feierlichen Eröffnung der Jüdischen Kulturtage Berlin 2016.

 

Programmübersicht unter www.juedische-kulturtage.org/

Facebook: Jüdische Kulturtage Berlin

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#ShalomBerlin #JKT2016

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