100 beste Plakate 20 –  Deutschland Österreich Schweiz

Noch bis zum 4.Juli können die 100 besten Plakate des Jahrgangs 2020 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Im Berliner Kulturforum besichtigt werden. Die Abbildung zeigt das Imageplakat für die UFA Fabrik Berlin, 2020, von Niklas Apfel (Ausschnitt) .Noch bis zum 4.Juli können die 100 besten Plakate des Jahrgangs 2020 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Im Berliner Kulturforum besichtigt werden. Die Abbildung zeigt das Imageplakat für die UFA Fabrik Berlin, 2020, von Niklas Apfel (Ausschnitt) .

Die Grafikdesignszene in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat sich – der Pandemie zum Trotz – auch im Jahr 2020 rege am Wettbewerb „100 beste Plakate“ beteiligt: 1.973 Plakate von 600 Einreichenden lagen der Jury zur Auswahl vor. Die 100 herausragenden Entwürfe, die als Gewinner prämiert wurden, können derzeit im Berliner Kulturforum besichtigt werden. Anschließend ist die Schau auf mehreren Stationen in den drei Teilnehmerländern sowie in Korea zu sehen.

„Smile smile smile for a while”, sagt eines der Gewinnerplakate: Schau mich an und lächele ein Weilchen. Dazu ein Lachmund mit Haken dran – eine klare Botschaft, der man erstaunlich schwer widerstehen kann. Ein gutes Plakat fängt meist nicht nur den Blick, sondern fordert auch direkte Interaktion zwischen Bild und Betrachtenden ein: Lies mich! Erkenne mich! Erinnere mich! Fühl mit mir!

Jedes der 100 prämierten deutschsprachigen Plakate macht Lust, in einen solchen Dialog mit dem Grafikdesign einzutauchen. Dabei sind Spaß und Humor nicht selten Teil des Bildprogramms: Sonne fährt Fahrrad, Möwe äugt Eiswaffeln, Sofa mag Tanzen. Wer beim Rückblick auf das Jahr 2020 noch schmunzeln kann, hat gewonnen.

Neben der gewohnt hohen Qualität typografischer Ansätze sowie farb- und formorientierter Kompositionen sticht in der Auswahl 2020 vor allem der vielfältige Einsatz fotografischer Elemente hervor. Eine faszinierende Fülle von grafischen Lösungen in Kombination mit Fotografien ist unter den 100 Entwürfen erkennbar, von Collagen und Fotopaaren zu Überzeichnungen, Verfremdungen und Überblendungen. Im kreativen Spielraum zwischen Grafik und Foto entstehen mal räumliche Momente, mal poetische oder erzählerische. Nicht selten wird die Fotografie selbst im Plakat auf ihren grafischen Gehalt befragt oder kondensiert.

Zur diesjährigen Jury zählten: Xavier Erni von NeoNeo (Genf-Carouge, Schweiz), Andrea Gassner von Atelier Andrea Gassner (Feldkirch, Österreich), Na Kim (Seoul, Republik Korea/Berlin, Deutschland), Franziska Morlok von Rimini Berlin (Berlin, Deutschland) und Markus Weisbeck von Studio Markus Weisbeck (Frankfurt am Main/Berlin, Deutschland). Zur Ausstellung erscheint das vom Kettler Verlag publizierte Jahrbuch des Wettbewerbs, in dem alle Gewinnerplakate und Gestalter*innen dokumentiert sind.

Eine Sonderpräsentation von 100 Beste Plakate e. V. in Kooperation mit der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin bis 4. Juli 2021 im Kulturforum

Matthäikirchplatz, 10785 Berlin

Sonderöffnungszeiten: Di – Fr 10 – 18 Uhr, Sa + So 11 – 18 Uhr

Coronabedingt kann sich die geplante Laufzeit der Ausstellung kurzfristig ändern. Der Besuch ist derzeit ohne tagesaktuelles, negatives Schnelltestergebnis möglich. Zeitfenstertickets sollten weiterhin vorab online gebucht werden: www.smb.museum/tickets

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