Barry Kosky: “The show will go on!“ – auch in der Komischen Oper

“The show will go on!“ - auch in der Komischen Oper Berlin. Szenenbild aus  "Frühlingsstürme". Foto: Ingrid Müller-Mertens“The show will go on!“ - auch in der Komischen Oper Berlin. Szenenbild aus "Frühlingsstürme". Foto: Ingrid Müller-Mertens

Von Klara Berger.

Barrie Kosky. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Barrie Kosky. Foto: Ingrid Müller-Mertens

„The show will go on!“, ließ Barrie Kosky, Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, kurz nach Beginn der Pandemie anlässlich der Bekanntgabe des Programms für die kommende Saison verlauten. Nun steht im Detail fest, wie es bis einschließlich Dezember mit der Show an der Komischen Oper Berlin weitergeht: „Bis Dezember 2020 haben wir einen komplett neuen Spielplan entwickelt, der sich verändernde Sicherheitsvorschriften berücksichtigen kann und zugleich lust- und fantasievoll mit den neuen Gegebenheiten umgeht. Entstehen werden hierbei neue Formate, die bislang nicht geplant waren und die es so bislang bei uns auch nicht gegeben hat. Wir werden flexibler produzieren und mehr improvisieren als sonst – natürlich stets in höchster Qualität“, so Kosky auf einer Pressekonferenz.

 

Günther Papendell als Don Giovanni. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Günther Papendell als Don Giovanni. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Bis Dezember hat die Komische Oper Berlin insgesamt fünf Premieren geplant, darunter drei Neuproduktionen: die Operette Die Großherzogin von Gerolstein, inszeniert von Jacques-Offenbach-Spezialist Barrie Kosky, das Chorprojekt Mondnacht mit Liedern von Robert Schumann, die Chordirektor David Cavelius eigens hierfür arrangiert, sowie Glucks musikdramatisches Meisterwerk Iphigenie auf Tauris. Zwei der Neuproduktionen aus der ursprünglichen Herbst-Planung sind mit den aktuellen Sicherheits- und Hygienevorgaben vereinbar: die One-Woman-Inszenierung Pierrot Lunaire mit Dagmar Manzel, bei der das Publikum von den ursprünglich für die Bühne vorgesehenen Sitzplätzen in den Zuschauerraum umzieht, sowie die konzertante Operetten-Produktion Die Blume von Hawaii.

Ergänzt wird das Programm durch die Wiederaufnahme der Zauberflöte in einer den derzeitigen Bedingungen angepassten „verzauberten“ Special Edition, ein neues Konzertprogramm mit einem Fokus auf das Werk Igor Strawinskys, neue und bekannte Liederabende von der „Winterreise“ mit Günter Papendell bis „Lonely House“ mit Katharine Mehrling, spannende Salon-Gespräche.

Max Hopp und Dagmar Manzel (re) in "Eine Frau, die weiß was sie will". Foto: Ingrid Müller-Mertens

Max Hopp und Dagmar Manzel (re) in „Eine Frau, die weiß was sie will“. Foto: Ingrid Müller-Mertens

„Eine Frau, die weiß, was sie will!“ wird als Repertoire-Produktion mit minimalen Veränderungen wieder aufgenommen, sowie eine neue Vorbühnenproduktion für Kinder.  Die ursprünglich vorgesehenen Neuproduktionen Katja Kabanowa, Tom Sawyer und Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny werden auf die Folgespielzeiten verschoben. Das Ensemble steht für Barrie Kosky, der für alle Neuproduktionen als Regisseur verantwortlich zeichnet, in dieser Zeit klar im Vordergrund: „Ich kann mich als Intendant sehr glücklich schätzen, dass wir an der Komischen Oper Berlin ein Ensemble von 24 neugierigen und experimentierfreudigen Sänger*innen haben, dass die gut 100 Musiker*innen unseres Orchesters es gewohnt sind, unterschiedlichstes Repertoire zu spielen, und dass unsere 60 Chorsolisten zu den flexibelsten, ja besten Chordarsteller*innen der Welt zählen. Das ist die perfekte Grundlage, um durch unsichere Zeiten zu steuern und unbekannte Wege zu gehen.“

Die allgemeinen Sicherheits- und Hygienevorschriften werden beim Vorstellungsbetrieb berücksichtigt. Dazu zählen für das Publikum beispielsweise das Einhalten des Sicherheitsabstands von 1,5 m, das Tragen von Masken auf den Wegen zum Sitzplatz bzw. davon weg und die Erfassung der Kontaktdaten aller Besucher*innen der Vorstellungen. Unter Berücksichtigung der aktuellen Vorgaben kann der Saal vorerst nur mit einer Kapazität von maximal 344 Sitzplätzen genutzt werden. Es wird keine Stückeinführungen geben.

www.komische-oper-berlin.de

 

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