Berlin Art Week 2020 setzt ein Spotlight auf die zeitgenössische Kunst

¬Noch bis zum 13. September lädt die Berlin Art Week zu vielseitigen Begegnungen mit zeitgenössischer Kunst ein. König Galerie, Messe in St. Agnes, Ausstellungsansicht Juni 2020. Foto: Trevor Lloyd¬Noch bis zum 13. September lädt die Berlin Art Week zu vielseitigen Begegnungen mit zeitgenössischer Kunst ein. König Galerie, Messe in St. Agnes, Ausstellungsansicht Juni 2020. Foto: Trevor Lloyd
Berlin Art Week 2020 / Kulturprojekte Berlin, Hans Haacke, Wir (alle) sind das Volk, Installationsansicht Kindl—Zentrum für zeitgenössische Kunst © Hans Haacke / VG-Bild Kunst, Foto: Alexander Rentsch

Berlin Art Week 2020 / Kulturprojekte Berlin, Hans Haacke, Wir (alle) sind das Volk, Installationsansicht Kindl—Zentrum für zeitgenössische Kunst © Hans Haacke / VG-Bild Kunst, Foto: Alexander Rentsch

Noch bis zum 13. September lädt die Berlin Art Week als eine der ersten kulturellen Großveranstaltungen in Berlin seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder zu Ausstellungseröffnungen, Interventionen im öffentlichen Raum, Performances und Preisverleihungen ein: Stadtweit, dezentral, draußen und digital. Kunstinteressierte können den aktuellen Themen der Gegenwartskunst nachspüren und die kulturelle Vielfalt der deutschen Hauptstadt entdecken.

Display, Ewa Dziarnowska. © Ewa Dziarnowska

Display, Ewa Dziarnowska. © Ewa Dziarnowska

Besondere Einblicke in die Kunstszene Berlins—auch für alle, die dieses Jahr nicht vor Ort sein können—geben die neuen digitalen Formate der Berlin Art Week: Das Online Journal schafft mit Interviews, Features, Essays und Bildstrecken Zugang zu den Inhalten des diesjährigen Programms. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei, aber das kulturelle Leben in Berlin soll und muss weitergehen“, freut sich Kultursenator Klaus Lederer bei der Eröffnung. Und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop erklärt: „Die Berlin Art Week ist ein einzigartiger Zusammenschluss von Kultur und Wirtschaft, davon profitiert der Standort Berlin auf vielfältige Weise“. In diesem Jahr fördert die Senatsverwaltung innerhalb der Berlin Art Week neben dem jährlichen Preis für die Berliner Galerien auch das publikumswirksame Gallery Weekend, um insbesondere das Galerien-Segment zu stärken.

Der Corona-Pandemie geschuldet, findet die Art Week soweit es geht im Freien statt. Und auch viele Partnerinstitutionen haben ihre Angebote nach draußen verlegt. So zeigt zum Beispiel das HAU Hebbel am Ufer eine Performance von Gintersdorfer/Klaßen auf der Wiese vor dem HAU2, die neue temporäre Skulptur von Valie Export wird vor dem PalaisPopulaire enthüllt und es gibt ein Kino-Experiment des Projektraumes bi’bak an der Fassade des Hauses der Statistik. Außerdem wird eine Neuauflage von Hans Haackes Werk ›Wir (alle) sind das Volk‹, initiiert vom Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) und realisiert von Kulturprojekte Berlin, gezeigt.

Neben dem Angebot der Messen Positions Berlin Art Fair und paper position.berlin die in diesem Jahr mit über 130 Aussteller*innen und einem Rahmenprogramm aus Talks, Preisverleihungen und Performances im ehemaligen Flughafen Tempelhof stattfinden, ist auch die zweite Ausgabe der Messe in St. Agnes in der König Galerie Teil der Berlin Art Week.

Ein Einblick in das Programm der Berlin Art Week 2020 für die nächsten Tage kann die Qual der Wahl aus dem reichhaltigen Veranstaltungsprogramm vielleicht etwas erleichtern:

Freitag, 11. September

Ab heute beginnen die Besuchertage auf der Positions Berlin Art Fair. Auf der ›Friday Night Positions‹ öffnen die teilnehmenden Galerien auch am Abend ihre Ausstellungen. Das Haus der Kulturen der Welt zeigt zum Opening Day der Ausstellung ›Errata‹ künstlerische Interventionen u.a. von New Red Order oder Ariella Azoulay und ab Freitagnachmittag laden die Bewohner*innen des Werkhof L.57, auf Initiative des Sammlers Ivo Wessel, erstmals zu Tagen der offenen Tür ein: Künstler*innen wie Via Lewandowsky, Karin Sander oder Anri Sala öffnen ihre Ateliers und präsentieren sich gemeinsam in einer Gruppenausstellung. Am Abend feiern die Berliner Festspiele/Immersion die Weltpremiere des Performance-Konzerts ›Aurora Wounds‹ von Caterina Barbieri und Ruben Spini im Zeiss-Großplanetarium.

Samstag/Sonntag, 12. Und 13. September

Das Wochenende startet mit den ganztägigen Ausstellungseröffnungen von Ann Oren, Lerato Shadi, Nik Nowak und der Gruppenausstellung ›The Invented History‹ im Kindl—Zentrum für zeitgenössische Kunst sowie der Eröffnung von Vivian Suters ›Bonzo’s Dream‹ im Brücke-Museum, bei der die Sammlung des Hauses zum ersten Mal in den direkten Dialog mit einer zeitgenössischen Position tritt.

KÖNIG GALERIE, Messe in St. Agnes, Ausstellungsansicht Juni 2020. Foto: Trevor Lloyd

KÖNIG GALERIE, Messe in St. Agnes, Ausstellungsansicht Juni 2020. Foto: Trevor Lloyd

Bei C/O Berlin eröffnen die Ausstellungen zu Harald Hauswald, Michael Danner und Felicity Hammond und auch die ›Messe in St. Agnes‹ in der König Galerie öffnet ihre Türen und bietet neben einer Auswahl von Arbeiten aus dem Primär- und Sekundärmarkt ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Konzerten, Lesungen und Gesprächsveranstaltungen. Am Sonntagabend geben Katharina Grosse und Stefan Schneider als Berlin Art Week Special eine Performance im Hamburger Bahnhof—Museum für Gegenwart—Berlin.

EAM Collection, Piero Simondo, 1955, 91,5 x 58 cm.

EAM Collection, Piero Simondo, 1955, 91,5 x 58 cm.

Über das Wochenende bilden auch die 13 Privatsammlungen einen attraktiven Anlaufpunkt. Viele von ihnen öffnen exklusiv zur Berlin Art Week ihre privaten Räume für die Öffentlichkeit und bieten persönlich Führungen durch ihre Sammlungen an. Das ganze Wochenende hält ein großes Angebot an Touren bereit: In diesem Jahr gibt es von der Berlin Art Week redaktionell erstellte Kieztouren zu Ausstellungshäusern und Museen, Galerien, Privatsammlungen, Projekträumen, künstlerischen Interventionen im Außenraum und weiteren spannenden Orten in den unterschiedlichen Stadtteilen, ergänzt mit Tipps für Cafés, Restaurants und ruhige Orte für kleine Pausen zwischendurch.

bi’bak, Yael Bartana, Inferno, 2013, Film 22'. © Yael Bartana

bi’bak, Yael Bartana, Inferno, 2013, Film 22′. © Yael Bartana

Die Galerientouren führen zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch die Berliner Galerienlandschaft. Geführte Touren zu neuen Projekträumen und Initiativen in Tiergarten und Wedding und das Netzwerk Berliner Projekträume und –initiativen bietet kostenlose Fahrradtouren zu den Preisträger*innen des Project Space Awards an. Über das spezielle Reservierungstool der Berlin Art Week können zudem online Zeitfenstertickets für die Eröffnungen und kostenfreien Sonderveranstaltungen wie Führungen, Performances und Screenings gebucht werden.

 

Informationen unter:

digital.berlinartweek.de

www.berlinartweek.de/de/besuch/ticketinfo/

www.berlinartweek.de/de/besuch/reservierung/

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