„Staatsoper für Alle“ auch in diesem Jahr auf dem Bebelplatz

"Staatsoper für Alle" in früheren Jahren. Corona bedingt wird der Zugang zum Bebelplatz auf nur 2000 Besucher begrenzt. Foto: BMW Group"Staatsoper für Alle" in früheren Jahren. Corona bedingt wird der Zugang zum Bebelplatz auf nur 2000 Besucher begrenzt. Foto: BMW Group

Von Klara Berger.

Begrenzt von Staatsoper, Humboldt-Universität und Hotel de Rome, dazu gesäumt vom Boulevard Unter den Linden – es gibt kaum einen Ort in Berlin, der räumlich wie kulturell zentraler ist als der Bebelplatz. Seit mehr als einem Jahrzehnt spielen die Staatskapelle und Daniel Barenboim hier im Spätsommer ein Sinfoniekonzert, bei freiem Eintritt und unter freiem Himmel für alle Berlinerinnen und Berliner und die Gäste der Stadt. So auch in diesem Jahr. Leider ist aber in diesem Jahr alles anders. Die Corona-Pandemie macht bekanntlich auch vor der hehren Kunst nicht Halt. Trotz der empfindlichen Einschränkungen ist die Freude jedoch groß, dass überhaupt gespielt werden kann.

Am Sonntag, den 6. September laden nun auch in diesem Jahr die Staatsoper Unter den Linden und ihr langjähriger Partner BMW Berlin wieder zu „Staatsoper für Alle“ auf den Berliner Bebelplatz ein. Wie immer kostenlos. Aber durch die Corona bedingten Auflagen für Großveranstaltungen ist die Platzkapazität auf ca. 2.000 Personen beschränkt. Daher ist der Zugang auf den Platz nur mit Eintrittskarten möglich.

Das Konzert ist vor allem als Dank denjenigen Menschen gewidmet, die durch ihre Arbeit in systemrelevanten Bereichen die Gesellschaft maßgeblich unterstützen – vom Gesundheitswesen, über den Einzelhandel bis hin zur Logistik. Für diesen Personenkreis steht ein spezielles Kartenkontingent zur Verfügung.

 Anne-Sophie Mutter spielt Beethoven  

Anne-Sophie Mutter. Foto: Terry Linke

Anne-Sophie Mutter. Foto: Terry Linke

2020 steht ganz im Zeichen Ludwig van Beethovens – so auch das große Open-Air-Konzert der Staatskapelle Berlin. Anlässlich des 450. Geburtstags der Staatskapelle Berlin sowie des 250. Geburtstags von Beethoven werden unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim die beiden Violinromanzen mit Anne-Sophie Mutter als Solistin, die »Egmont«-Ouvertüre sowie die 9. Sinfonie, die »Ode an die Freude«, mit Julia Kleiter, Waltraud Meier, Andreas Schager und René Pape als Gesangssolisten sowie dem Staatsopernchor, erklingen. 

 

barenboim

Foto: Ingrid Müller-Mertens

„Es ist für mich eine große Freude und Ehre zugleich, anlässlich des 450-jährigen Bestehens der Staatskapelle Berlin wiederum auf dem Bebelplatz ein Konzert unter dem Motto „Staatsoper für Alle“ zu dirigieren. Wir sind froh, den Abend insbesondere den Menschen zu schenken, die in der Corona-Krise Großes geleistet haben und sind BMW in diesem Jahr besonders dankbar für das Engagement. Unser Dank gilt auch dem ZDF, welches das Konzert im Hauptprogramm ausstrahlen wird und somit auch für alle anderen Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber zugänglich macht“, so der Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden und der Staatskapelle Berlin, Daniel Barenboim, der 2019 erstmals mit einer Bodykamera dirigierte und damit für neue Perspektiven und Einblicke im Livestream sorgte.

Auch für Staatsopern-Intendant Matthias Schulz hat „Staatsoper für Alle“ in diesem Jahr für eine ganz besondere Bedeutung: Wir blicken einerseits auf das 450-jährige Bestehen der Staatskapelle Berlin zurück, andererseits ist das Konzert ein Symbol des Neuanfangs für die Kultur nach der Corona-bedingten Stille – einer Unterbrechung des Spielbetriebs, wie es sie noch nie in der langen Geschichte der Staatsoper Unter den Linden und des Orchesters gab. Gemeinsam mit BMW möchten wir mit „Staatsoper für Alle“ und diesem Live-Erlebnis etwas zurückgeben und uns vor allem auch bei denjenigen bedanken, die während der letzten Monate so viel für unsere Gesellschaft geleistet haben“.

Spielzeitauftakt 2020/21

Auch der Auftakt der Spielzeit 2020/21 steht ganz im Zeichen des 450-jährigen Jubiläums der Staatskapelle Berlin: Ab dem 31.August steht der Beethoven-Zyklus unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim auf dem Programm (weitere Konzerte am 2., 3. und 4. September). Am 11. September findet das Festkonzert »450 Jahre Staatskapelle Berlin« statt, ebenfalls dirigiert von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim. Auf dem Programm stehen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Richard Strauss, Pierre Boulez und Ludwig van Beethoven. Außerdem kommt Jörg Widmanns »450 Takte«, ein Auftragswerk anlässlich des Jubiläums, zur Uraufführung. Am 12. September folgt ein an die geltenden Sicherheitsmaßnahmen angepasstes Geburtstagsfest für das Orchester. An diesem „Tag für die Staatskapelle Berlin“ werden die Musikerinnen und Musiker in wechselnden kammermusikalischen Formationen und kleinen Orchesterbesetzungen bei freiem Eintritt im Großen Saal zu erleben sein. Zählkarten sind erforderlich und werden Ende August ausgegeben. Flankiert wird das Jubiläum durch weitere Angebote im Haus sowie durch eine Ausstellung zu „450 Jahren Staatskapelle Berlin“ im Apollosaal. Der Vorverkauf für die Veranstaltungen bei reduzierter Platzkapazität im August und September hat bereits begonnen. .

Livestream

Wer keines der begehrten Tickets ergattern konnte, kann das Open Air-Konzert dennoch miterleben. Wie in den vergangenen Jahren wird „Staatsoper für Alle“ live auf den Websites der Staatsoper und Staatskapelle Berlin übertragen. www.staatskapelle-berlin.de und www.staatsoper-berlin.de

Das Konzert wird vom ZDF aufgezeichnet und am 13. September um 22.15 Uhr ausgestrahlt.

 

 

 

 

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