Tierische Neuigkeiten: Zuckersüßer Nachwuchs und eine Reise nach Afrika

Ungeachtet der Corona-Einschränkungen wächst der Nachwuchs in Zoo und Tierpark Berlin  munter heran. Foto: © 2020 Zoo BerlinUngeachtet der Corona-Einschränkungen wächst der Nachwuchs in Zoo und Tierpark Berlin munter heran. Foto: © 2020 Zoo Berlin

Neugierige Erdmännchen und sonnenbadende Präriehunde: In Zoo und Tierpark Berlin wächst der Nachwuchs munter heran und lässt dabei die Schwierigkeiten, welche die Welt momentan mächtig auf die Probe stellen, für einen kurzen Moment in den Hintergrund treten.

Das Erdmännchen Eddi im Zoo drängt sich mit vollem Körpereinsatz zwischen die drolligen Neuankömmlinge. Mit schnüffelnder Schnauze versucht er sich gegen seine kleinen Geschwister zu behaupten und den begehrten Kuschelplatz bei Mutter Nanni  zu besetzen. Vergeblich – am Ende setzen sich die am 5. Mai geborenen Winzlinge durch und kuscheln sich gemeinsam an Mamas weichen Bauch. Lange war es still im Hause Erdmann, doch mit dem ersten Nachwuchs nach sieben Jahren war es mit der Ruhe schlagartig vorbei. Vier Jungtiere riskierten im kalten Januar das erste Mal einen Blick aus ihrer Höhle und kaum ein halbes Jahr später wächst die Familie weiter: Sechs Jungtiere tollen mit ihren vier großen Geschwistern nun um die Wette. Was für andere Mütter der absolute Ausnahmezustand wäre, ist bei Erdmännchen allerdings ganz normaler Alltag.

Fotos: © 2020 Zoo Berlin

Unterdessen wird im Tierpark fleißig der Sonnengruß geübt: Auch die im Mai geborenen Präriehunde genießen kuschelnd, sonnenbadend und heumümmelnd den Frühsommer. Die putzigen kleinen Sonnenanbeter unterhalten die verzückten Besucher mit tollpatschigen Yogaversuchen. Dabei sind sie nur wenige Zentimeter von ihnen entfernt und es fehlte nicht viel, da würden Sie ihre Gäste auch mit einem liebevollen Nasenstupser begrüßen. In Zeiten strenger Hygiene- und Abstandsregeln natürlich fehlt am Platz – zum Glück sind hier Mensch und Tier durch eine Glasscheibe voneinander getrennt. So können Besucher der Präriehund-Familie auch jetzt ganz nahekommen. Die Erdhörnchen sind auch gegenüber ihren Artgenossen alles andere als zurückhaltend: Mitglieder einer Gruppe begrüßen sich innig mit einer Art Zahn- und Zungenkuss.

Fotos:© © 2020 Tierpark Berlin

Im Tierpark Berlin eröffnet der erste Teil der Afrika-Landschaft

In die Ferne schweifen, exotische Landschaften bewundern und einzigartige Erfahrungen sammeln – das alles scheint inzwischen wie ein schöner Traum aus vergangenen Tagen. Nun kann es endlich wieder auf Weltreise gehen – ohne die Grenzen Berlins verlassen zu müssen. Jetzt nehmen Pinguin, Gepard & Co. die Besucher mit auf die Reise durch einen neuen, faszinierenden Kontinent. Der erste Teil der zukünftigen Afrika-Landschaft im Berliner Tierpark ist nun zugänglich. „Unser Ziel, den Tierpark Berlin nach geografischen Gesichtspunkten neu zu gestalten, rückt nun wieder ein Stückchen näher. Schon jetzt können unsere Gäste viele Tiere hier entsprechend ihrer natürlichen Lebensräume entdecken“, freut sich  Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem.

Andreas Knieriem und Senatorin Ramona Popp begrüßen die Brillenpinguine. Foto: © 2020 Tierpark Berlin

Andreas Knieriem und Senatorin Ramona Popp begrüßen die Brillenpinguine. Foto: © 2020 Tierpark Berlin

Als erster Teil der zukünftigen Afrikalandschaft im Tierpark Berlin wurden die Anlagen der Geparden, Pinguine und Geier großzügig umgebaut. Tierpark-Gäste dürfen sich hier nun auf ganz neue Tiererlebnisse freuen. In einer begehbaren Voliere fliegen Geier durch eine Felsenschlucht. Auf rund 13.000 m³ leben hier unter anderem Gänse-, Sperber- und Wollkopfgeier zusammen. Auch der Besuch bei den Geparden mutet nun afrikanisch an: Hütten aus natürlichen Baumaterialien ermöglichen authentische Einblicke in eine großzügige Savannenlandschaft. Und wer bisher glaubte, Pinguine gäbe es nur in der Antarktis wird spätestens bei diesem Rundgang eines Besseren belehrt: Eine Pinguin-Kolonie brütet in der Bucht eines südafrikanischen Fischerhafens. Die 34 Brillenpinguine freuen sich über doppelt so viel Platz – rund 1000m² stehen ihnen nun zur Verfügung. In einer alten Fischerhütte erfahren Besucher mehr über die Überfischung der Meere. Auch die übrigen Bedrohungen für Pinguinen und andere Meeresbewohner wie Plastikmüll und Öl werden anschaulich vermittelt. Wer unterwegs Kraft tanken muss, kann es sich in den gemütlichen Hängematten aus Fischernetzen bequem machen – Blick auf die putzigen Frackträger inklusive.

Der Umbau dieses rund 7.000 qm großen Teilstücks der Afrikalandschaft hat sechs Monate gedauert und 1,2 Millionen Euro gekostet. Der zweite Bereich des afrikanischen Parkteils ist bereits in Arbeit: Hier werden in unmittelbarer Nachbarschaft bald Zebras und Antilopen in einer großzügigen Savannenlandschaft grasen in der auch Giraffen ihre langen Schatten vorauswerfen. Elefantenherden ziehen majestätisch vorüber – ihr neues Haus wird das Herzstück der zukünftigen Afrikalandschaft sein. Diese malerischen Szenen – die man bisher nur aus afrikanischen Nationalparks kennt – werden bald auch im Tierpark Berlin zu erleben sein.

Foto: © 2020 Tierpark Berlin

Foto: © 2020 Tierpark Berlin

Und schon bald wartet ein weiterer exotischer Kontinent darauf, entdeckt zu werden: Das denkmalgeschützte Alfred-Brehm-Haus wird Besucher als Regenwaldhaus in die bedrohte Inselwelt Südostasiens entführen. Die für April geplante Eröffnung wird stattfinden, sobald die Tierhäuser in Zoo und Tierpark Berlin wieder freigegeben sind.

Hinweis: Die Einreise ist zwar ganz unkompliziert ohne Pass und Flugzeug möglich, Tickets müssen jedoch weiterhin vorab online gebucht werden. Alle Informationen zu den aktuellen Einreisebestimmungen  gibt es hier: https://www.tierpark-berlin.de/de/aktuelles/news/artikel/ihr-besuch-zu-corona-zeiten

Tipps für Besucher: Für die späteren Zeitfenster sind oft noch Kapazitäten frei.

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