Nackedei aus dem Ei – Rekordverdächtiger Nachwuchs bei den Pelikanen

Fred und Frida sind am 15.Feburar aus dem Ei geschlüpft. Der Berliner Tierpark ist nun die einzige zoologische Einrichtung weltweit in der alle Pelikanarten erfolgreich gehalten und gezüchtet wurden. Foto: © 2020 Tierpark BerlinFred und Frida sind am 15.Feburar aus dem Ei geschlüpft. Der Berliner Tierpark ist nun die einzige zoologische Einrichtung weltweit in der alle Pelikanarten erfolgreich gehalten und gezüchtet wurden. Foto: © 2020 Tierpark Berlin

Ein bisschen sehen sie aus wie zwei frisch gerupfte Hühnchen mit zu groß geratenem Schnabel. Dennoch  sind die beiden Küken  etwas ganz Besonderes: Fred und Frida sind die erste erfolgreiche Aufzucht von Fleckschnabelpelikanen im Tierpark Berlin. Die beiden sind am 15.Feburar aus dem Ei geschlüpft und noch entsprechend spärlich mit Federn „bekleidet“. Mit dem Geschwisterpaar schließt sich noch ein weiterer Rekord an: Der Tierpark ist nun die einzige zoologische Einrichtung weltweit in der alle Pelikanarten erfolgreich gehalten und gezüchtet wurden. Unter den größeren Vertretern werden die Arten Rosa-, Krauskopf-, Nashorn- und Brillenpelikan unterschieden. Kleinere Arten sind der Rotrücken-, Fleckschnabel und Meerespelikan. Eine der Unterarten des letzteren, wird inzwischen als eigene Art betrachtet, damit ist der Chile-Pelikan die Nummer acht im Bunde.

Foto: Ingrid Müller-Mertens

Foto: Ingrid Müller-Mertens

Neben den beiden Neuzugängen bei den Fleckschnäbeln, sind im Winterquartier am Rande des Schlossparks aktuell außerdem Jungtiere bei den Meerespelikanen zu sehen. „Die sind allerdings bereits zum Jahreswechsel geschlüpft und inzwischen kaum noch von ihren Eltern zu unterscheiden“, erklärt Vogelkurator Dr. Martin Kaiser. „Das war das erste Mal, dass gleich drei Jungvögel in einem Nest großgeworden sind.“ Die markanten Vögel blicken auf eine lange Geschichte im Tierpark Berlin zurück.

Foto: © 2020 Tierpark Berlin

Foto: © 2020 Tierpark Berlin

„Seit Gründung des Tierparks 1955 haben Pelikane hier ein wahrhaft königliches Zuhause“, berichtet Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem „Sie leben in unserem Schlossgarten mit Blick auf das Schloss Friedrichsfelde und sind dort nach wie vor ein besonderes Highlight für unsere Gäste. Das ‚Pelikan-vor-Schloss‘-Motiv gehört hier quasi zur Tradition.“ Spätestens zu Ostern verlässt der Großteil der Pelikane ihr Winterquartier.

Die Wasservögel sind mit ihrem charakteristischen Schnabel, der aussieht und funktioniert wie ein Kescher, bestens für den Fischfang gerüstet. Nur die Meerespelikane haben sich eine ganz besondere Fangtechnik angeeignet: Im Sturzflug stoßen sie wie ein Pfeil ins Wasser, um ihre Beute zu überraschen. Sie sind die kleinsten unter den Pelikanen. Die größte Art ist der Krauskopfpelikan, der bis zu 1,80 m groß und 13 kg schwer werden kann. Damit gehören sie zu den schwersten flugfähigen Vögeln weltweit. Bis auf die Antarktis sind Pelikane auf allen Kontinenten der Welt zu finden. Trotz ihrer weiten Verbreitung, sinken die Bestände einiger Arten, wie beispielsweise dem Fleckschnabelpelikan.  In Deutschland gab es einst auch Pelikane, sie sind hier jedoch inzwischen ausgestorben.

 

Zoo, Tierpark und Aquarium Berlin aktuell geschlossen

Als Vorsichtsmaßnahme zur Eindämmung von Infektionen durch das Coronavirus (Covid-19) bleiben Zoo, Tierpark und Aquarium Berlin bis auf weiteres geschlossen.

„Damit die Berlinerinnen und Berliner in diesen außergewöhnlichen Zeiten aber nicht ganz auf ihre tierischen Lieblinge verzichten müssen und auch die weitere Entwicklung der Panda-Zwillinge nicht verpassen, versuchen wir sie ihnen über die sozialen Netzwerke ein Stück nach Hause zu bringen“, so Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Auch über die Internetseiten werden Besucher auf dem Laufenden gehalten

Aktuelle Besucherhinweise werden stets auf den Internetseiten und über die Social Media Kanäle veröffentlicht: https://www.zoo-berlin.de und https://www.tierpark-berlin.de

 

 

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