Neues aus dem Reich der Schatten – „Shadowland 2“

Reale und Schattenwelt vermischen sich in „Shadowland 2 - Das Neue Abenteuer“. Bild: Ingrid Müller-Mertens Reale und Schattenwelt vermischen sich in „Shadowland 2 - Das Neue Abenteuer“. Bild: Ingrid Müller-Mertens

Das Pilobolus Dance Theatre aus Connecticut (USA) ist seit seiner Gründung 1971 immer wieder für Überraschungen gut und besticht mit rauschhaften Illusionen auf der Bühne. Vor allem machte sich die Truppe mit kurzen, poetischen Bewegungsstücken schnell einen Namen in der internationalen Tanztheater-Szene.

Weltbekannt wurden sie 2006, als ein koreanischer Autofabrikant einen Werbespot drehte, der Pilobolus dazu herausforderte, die Schattenumrisse eines Autos nachzuformen, wozu die Tänzer lediglich die Schatten, die ihre Körper warfen, nutzten. Heraus kam eine täuschend echte Schattensilhouette eines neuen Automodells des Herstellers. Millionen Menschen klickten die Performance im Netz an.

Als die Truppe dann noch bei der Oscar-Verleihung 2007 die nominierten Filme in Schattenbildern nachbilden konnte, sogar den berühmten High Heel aus „Der Teufel trägt Prada“, staunte ein Milliardenpublikum.

2009 entstand dann die erste abendfüllende Inszenierung „Shadowland“, ein Grenzgang zwischen Tanz, Schattenspiel und Artistik. Mit der archaischen Kulturtechnik des Schattenspiels verzaubert Philobus ohne Worte, nur mit Musik, dabei so emotional, dass das Bühnengeschehen Gefühle wie Furcht und Glück auslöst.

Inzwischen sahen Hunderttausende Zuschauer in 30 Ländern von Berlin bis Kuwait, von Peking bis Rio die poetischen Schattenspiele. Insgesamt erreichte „Shadowland“ mehr als eine Million Zuschauer. Nun wurde es Zeit für eine Fortsetzung. In „Shadowland 2 – Das Neue Abenteuer“, unter der Leitung des bewährten Kreativteams um Pilobolus-Gründer Robby Barnett, taucht der Zuschauer ein in Dschungelwälder, Musikkneipen und Maschinenwelten, bevölkert von Autos, Straußenvögeln, Robotermenschen und Wolkenwesen. Szenen aus Zirkus, Rockkonzert, Akrobatik und Kino verschmelzen. Gegenüber der Ur-Version von „Shadowland“, die noch hauptsächlich zwischen einer Lichtquelle und einer großen Leinwand stattfand, kommen hier multiple Screens gleichzeitig zum Einsatz, die Choreografien verweben sich mit den Schattenbildern, die „reale“ Welt vermischt sich mit der „Schattenwelt“ und die Live-Performance nimmt Züge eines dreidimensionalen theatralischen Videospiels an, in der unsere virtuelle Welt mit ihren Bildschirmen und verwirrenden Gleichzeitigkeiten eine eigensinnige Magie entwickelt.

Im Berliner Admiralspalast ist die Show noch bis zum 31.Juli zu sehen. Danach in diesem Jahr noch in Düsseldorf, München, Frankfurt/Main, Stuttgart und Hamburg.

Infos und Tourdaten unter: www.semmel.de

 

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