Unterwegs in Europa: Kalimera Epirus

Epirus ist ein idealer Ort für alle Arten von alternativem Tourismus. Die unberührte gebirgige Masse von Pindos mit seinen großen Urwäldern, den Bergseen  und den ungezähmten Hängen bietet eine Vielzahl von Aktivitäten in einer einzigartigen Landschaft. Foto: Jens HoffmannEpirus ist ein idealer Ort für alle Arten von alternativem Tourismus. Die unberührte gebirgige Masse von Pindos mit seinen großen Urwäldern, den Bergseen und den ungezähmten Hängen bietet eine Vielzahl von Aktivitäten in einer einzigartigen Landschaft. Foto: Jens Hoffmann

Von Jens Hoffmann.

Foto: CC BY-SA 2.0

Foto: CC BY-SA 2.0

Der Norden Griechenlands ist eine Reise wert. Er ist ein Traum für Reisende die Natur, Kunst, und Kultur mögen.  Hier kreuzen sich seit jeher Antike und der Balkan. Man sollte einfach mal Thessaloniki verlassen und weiter in Richtung Norden nach Ioannina fahren. Hier findet man aufregende Berglandschaften und authentische Naturerlebnisse sind garantiert.

 

Epirus liegt in den Bergen, nahe der albanischen Grenze. Am Rand der konventionellen Reiserouten gibt es aufregende Schluchten und Täler, großartige Wandermöglichkeiten und herrliche Ausblicke.

Durchaus ein Reiseziel für eine romantische Griechenlandreise, aber eben ganz anders als ein Urlaub auf Mykonos oder Santorini. Die weiß getünchten Häuschen vor dem dem blauen Meer findet man hier nicht. Nicht schlimm! Dafür ist der vielzitierte Overtourismus hier kein Thema.

Die Menschen in Epirus sind herzlich und gastfreundlich, vielleicht etwas weniger extrovertiert als auf Mykonos, aber damit kann ich leben. Das Essen und der Wein schmecken auch hier. Die Geschichten der Bewohner von Epirus sind voller Mythen. Ich habe die Natur und die Tage im Norden in vollen Zügen genossen.

Hier wachsen zwar keine Oliven, es gibt keinen Weinanbau und das Meer ist anderthalb Stunden von Ioannina entfernt. Egal! Wir fahren durch Dörfer, sehen Fichten und Tannen, dicht rücken die Berggipfel zusammen, um eine fast weglose Gebirgswelt entstehen zu lassen, ich bin restlos begeistert von der Landschaft.

Zagori_Dragonlake_and_Gamila_summitZagori gilt als das Herz des Epirus, es bedeutet „Hinter den Bergen“ und so fühlt man sich hier auch. Die flächengrößte und einwohnerärmste Gemeinde der Region ist das zweitgrößte Naturschutzgebiet Griechenlands. Viele Wege führen über hügelige, enge Straßen, selten sieht man Menschen und einige Berggipfel strecken sich über 2000 Meter dem Himmel entgegen. Für die abgeschiedene Bergregion hatte der moderne Grieche aus Athen früher nicht viel übrig, jetzt aber entdecken auch viele Griechen die Schönheiten der Natur in der Landschaft von Epirus und geniessen Ioannina.

Ioannina-turm

Die Stadt hat Charakter mit ihren hoch gebauten Häusern aus unverputztem Stein, schmalen Gassen und klarer Architektur. Die Osmanen haben in der Studentenstadt ihre Spuren hinterlassen. Einen ersten Eindruck davon bekommen wir bei einem Spaziergang in der schönen Innenstadt.640px-Ioannina-gasse

Moscheen wurden zu Museen umgewandelt, es gibt einen jüdischen Bürgermeister, Studenten sitzen in den Cafés, Frauen verzaubern mit Stickereien und Handwerk. In den Restaurants und Bäckereien werden ursprüngliche einfache Gerichte und Baklava angeboten.Ioannina-zitadelle-moschee-b

Dann geht es weiter. Wir fahren durch steinerne Dörfer, verbunden durch Steinbrücken, die sich majestätisch über die Flüsse schwingen, um die abgelegenen Siedlungen mit dem Rest der Welt zu verbinden.

NordGreeceFrüher zogen Viele weg, die Dörfer verfielen, die Jugend ging nach Athen und auf die bekannten Ferieninseln. Doch mittlerweile erfolgte eine Rückbesinnung, die jungen Leute kehren zurück, Straßen wurden gebaut und Infrastruktur geschaffen. Die Natur blieb geschützt und in Zagori trauert niemand der alten Zeit nach, ganz im Gegenteil die Zeiger der Uhr drehen sich und man freut sich auf die Veränderung.

Die Hotels in der City, die Restaurants und die Cafés sind gut besucht, beinahe überfüllt. Ja, es ist unschwer festzustellen, dass der Tourismus funktioniert.

Griechenland hat also doch nicht nur die schönsten Strände und wunderbare Inseln, sondern auch den bergigen Norden. Ausflüge in die entlegene Berglandschaft gehören unbedingt ins Reiseprogramm. Einfache Landgasthöfe und Tavernen servieren beste griechische Küche.

Wir dürfen gespannt sein was noch alles in Epirus passiert. Noch gilt es als touristischer Geheimtipp – am besten erzählt man nicht jedem, dass es ein so schöner Ort der Entspannung ist.

Fotos:

Jens Hoffmann,

Griechische Fremdenverkehrszentrale

Wikipedia  CC BY-SA 3.0 

 

Informationen:

visitgreece.com.de

 

Anreise: Lufthansa, Air Serbia und Aegean Air fliegen von Frankfurt, München und Berlin nach Thessaloniki. Von hier aus weiter mit dem Auto oder Bus.

Unterkunft: Es gibt zahlreiche günstige Hotels und Pensionen wie das Rokka Guesthouse in Zagori, aber auch Hotels wie dass „The Lake Hotel“, ein gehobenes 5-Sterne Hotel.

 

 

Kommentar hinterlassen zu "Unterwegs in Europa: Kalimera Epirus"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*