Bärenliebe – Panda-Zwillinge im Zoo Berlin lernen sich kennen

Kuschelzeit im Panda-Gehege. Die gut acht Wochen alten Zwillinge im Berliner Zoo gedeihen prächtig. Foto:© 2019 Zoo BerlinKuschelzeit im Panda-Gehege. Die gut acht Wochen alten Zwillinge im Berliner Zoo gedeihen prächtig. Foto:© 2019 Zoo Berlin

Während Panda-Mama Meng Meng wenige Meter entfernt ungestört frische Bambusstangen und saftige Äpfel verputzt, können sich die zwei Monate alten Baby Pandas erstmals richtig kennenlernen. Der kleine Panda streckt seine pelzigen Bärenpranken und robbt langsam zu seinem schwarz-weißen Gegenüber. Die Panda-Zwillinge gehen auf Schnupperkurs und genießen die gemeinsame Kuschelzeit.

Für das ungeübte Auge gleicht ein Zwilling dem anderen. „Die beiden sehen sich schon sehr ähnlich, aber wir Tierpfleger können sie mittlerweile ganz gut unterscheiden. Ein paar kleine weiße Fellbüschel am den Hinterbeinen des Erstgeborenen machen den Unterschied“, verrät Revierleiter Norbert Zahmel. Mittlerweile bringen die Zwillinge rund 3 kg auf die Waage und starten sogar schon erste Krabbelversuche. „Mit Hilfe ihrer kräftigen Krallen ziehen sie ihre kleinen runden Milchbäuche bereits ein paar Zentimeter vorwärts.

Bis die kleinen jedoch richtig mobil werden, dauert es aber noch ein paar Wochen“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Nach einigen Minuten gemeinsamer Kuschelzeit ging es für den zweitgeborenen Baby-Panda wieder zurück zu Mama. Dort wurde der Nachwuchs erstmal innig von Meng Meng geherzt, bevor sich der kleine Panda müde in den weichen Pelz seiner Mutter verkroch.

Der erste gemeinsame Ausflug der Panda-Familie wird voraussichtlich erst Anfang des kommenden Jahres stattfinden, wenn die Zwillinge mobiler sind und ihrer Mutter selbstständig folgen können.

Im Zoo Berlin leben seit Sommer 2017 Deutschlands einzige Große Pandas. Am 31. August 2019 hat Panda-Dame Meng Meng zwei Baby-Pandas (Gewicht: 186 g und 136 g) zur Welt gebracht. Der Vater Jiao Qing (9) ist an der Aufzucht – wie für Große Pandas typisch – nicht beteiligt. Nach der letzten Zählung des weltweiten Bestandes geht man von nur noch etwa 1.864 ausgewachsenen Großen Pandas im natürlichen Lebensraum aus. Daher wird der Panda auf der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet eingestuft. Der Zoo Berlin zahlt eine jährliche Leihgebühr für die seltenen Bambusbären, welche zu 100 Prozent in den Artenschutz fließt. Mit dem Beitrag wird Zucht, Schutzmaßnahmen und Wiederauswilderung der Großen Pandas finanziert. Pate der beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing ist die Berliner Volksbank.

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