Klassikstars und prominente Gäste beim „Opus Klassik“ im Konzerthaus

Laudatorin Judith Williams (re) überreicht Nadine Sierra einen Opus Klassik .  Foto: Opus Klassik 2019 Monique WüstenhagenLaudatorin Judith Williams (re) überreicht Nadine Sierra einen Opus Klassik . Foto: Opus Klassik 2019 Monique Wüstenhagen

Nach einer gelungenen Premiere im vergangenen Jahr verlieh der „Verein zur Förderung der Klassischen Musik e.V.“ am 13. Oktober zum zweiten Mal den „Opus Klassik“,  sozusagen den Oscar der klassischen Musik, an herausragende internationale Klassikinterpreten und Nachwuchsmusiker. Thomas Gottschalk präsentierte die feierliche Gala im ausverkauften Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Rund 1.000 Gäste erlebten einen sehr emotionalen Abend.

Moderator Thmas Gottschalk mit Preisträger Konstantin Reinfeld und Laudator Lutz van der Horst. Foto: Opus Klassik 209 Monique Wüstenhagen

Moderator Thmas Gottschalk mit Preisträger Konstantin Reinfeld und Laudator Lutz van der Horst. Foto: Opus Klassik 2019 Monique Wüstenhagen

Die diesjährige Ausgabe des deutschen Klassikpreises glänzte mit spannenden Laudatoren und mitreißenden Live-Auftritten der ausgezeichneten Künstler. Den Takt gab der neue Chefdirigent des Konzerthausorchesters Berlin, Christoph Eschenbach, vor. Zu den Höhepunkten der Gala zählten der Auftritt von Harfenistin Anneleen Lenaerts, die den Filmmusiklassiker des italienischen Komponisten Nino Rota zu „Der Pate“ interpretierte sowie die humoristische Mundharmonika-Einlage von Thomas Gottschalk, „heute-show“-Reporter Lutz van der Horst und Konstantin Reinfeld. Unternehmerin Judith Stecher-Williams huldigte Sopranistin Nadine Sierra als „Nachwuchskünstlerin / Gesang“, die sich freute, ihren ersten Musikpreis überhaupt in dieser beeindruckenden Kulisse zu erhalten. Zu den auftretenden Preiträgern zählten außerdem Bariton Christian Gerhaher, Cellistin Sol Gabetta, Pianist Igor Levit und Klarinettist Andreas Ottensamer. Die Preise überreichten u.a. Max Raabe, Journalist Theo Koll und Schauspielerin Ulrike Kriener.

Annaleen Lenaerts,  Sol Gabetta und Christian Gerhaher mit Laudator Max Raabe. Foto: Opus Klassik 2019/Monique Wüstenhagen

Die Besten aus 462 Nominierungen

Aus 462 nominierten Werken wurden letztlich von einer unabhängigen Jury insgesamt 45 ausgezeichnet. Auch Violinistin Midori Seiler, Klarinettist Kinan Azmeh, Signum Quartett, Calmus Ensemble und Ensemble armacord und das dogma chamber orchestra erhielten für ihre Einspielungen den Opus Klassik vor Ort. Auch Countertenor Jakub Józef Orlinski, Blockflötistin Lucie Horsch und Dirigent Adam Fischer nahmen die begehrte Trophäe persönlich entgegen. Preisträger Joyce DiDonato, Sängerin des Jahres“, Jonas Kaufmann in der Kategorie „Bestseller“ und Paavo Järvi, „Dirigent des Jahres“, konnten nicht anwesend sein, ebenso der lettische Dirigent Mariss Jansons der für sein Lebenswerk gewürdigt wurde.

 

Opus-Klassik-Preisträger: (v.li) Pianist Igor Levit, Tenor Klaus Florian Vogt und Klarinettist Andreas Ottensamer. Foto: Ingrid Müller-Mertens

 Besondere Auszeichnungen

Pianist Lang Lang erhielt den in diesem Jahr erstmals vergebenen Preis für den „Videoclip des Jahres“. In Partnerschaft mit IDAGIO, dem offiziellen Audio-Streaming-Partner des Klassikpreises, wurde seine Interpretation und das berührende Musikvideo „Für Elise“ ausgezeichnet. In der neuen Kategorie „Innovative Audio-Produktion des Jahres“ unter der Patenschaft von Mercedes-Benz wurde das Berolina Ensemble geehrt. In den weiteren erstmals verliehenen Kategorien gewannen Jörg Widmann als „Komponist des Jahres“ und Benedikt Kristjánsson für das „Innovative Konzert des Jahres“. Der vom Medienpartner WELT AM SONNTAG ausgeschriebene neue Publikumspreis ging an den Pianisten Alexandre Tharaud für Debussys Klassiker „Clair de Lune“. Der „Preis für Nachwuchsförderung“ ging an die Düsseldorfer Singpause.

Prominente Gäste von Donna Leon über Model Zohre Esmaeli, Judith Williams mit ihrem Ehemann bis zu Markus Lanz ließen sich von der besonderen Atmosphäre anstecken. Fotos: Ingrid Müller-Mertens

Den größten Applaus gab es in diesem Jahr allerdings nicht für eine musikalische Darbietung, sondern für Igor Levit, der in seiner Dankesrede den Opfern des Anschlags in Halle gedachte. „Ich widme meinen Preis all denjenigen, die seit Jahren still oder laut gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Islamophobie und Antifeminismus kämpfen. Wir alle tragen Verantwortung!“

Informationen unter www.opusklassik.de

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