Meng Meng wird Mama

Freude im Berliner Zoo über ein seltenes Ereignis: Pandadame MengMeng wird Mama. Foto: Zoo Berlin 2019Freude im Berliner Zoo über ein seltenes Ereignis: Pandadame MengMeng wird Mama. Foto: Zoo Berlin 2019

Bum-bum, bum-bum, bum-bum: Mit schnellen Schlägen schlägt das kleine Herz von Berlins lang ersehntem Panda-Nachwuchs. Am Dienstag zeigte sich Meng Mengs (6) kleiner Mini-Panda beim Ultraschall nun erstmals den Experten. Noch ist der Nachwuchs zwar winzig, bis zur Geburt dauert es trotzdem nicht mehr lange.

Leckere Geburtstagstorte für Pandamädchen Meng Meng im Zoo Berlin. Foto: Zoo Berlin

Leckere Geburtstagstorte für Pandamädchen Meng Meng im Zoo Berlin. Foto: Zoo Berlin

Mit ein paar Apfelstückchen, Panda-Keksen und Honigwasser konnten die Tierpfleger Meng Meng am Dientagmorgen dazu bewegen, sich für den Ultraschall für ein paar Minuten auf den Rücken zu legen. Nach erfolglosen Versuchen in der letzten Woche konnte Prof. Dr. Thomas Hildebrandt, Spezialist für Reproduktionsmanagement des Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), die rund 92 kg schwere Panda-Dame untersuchen. Dabei wurde – knapp 20 Wochen nach Meng Mengs und Jiao Qings erstem Kennenlernen – ein kleines kräftig schlagendes Herz entdeckt. „Wir sind voller Freude über diese Nachricht. Bei bedrohten Tierarten wie den Pandas ist jeder Nachwuchs ein großes Geschenk“, verkündet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Panda-Jungtiere werden nach rund vier bis sechs Monaten Tragzeit nur spärlich behaart und  blind geboren. Mit einem Gewicht von meist nur 90 bis 130 Gramm bringt der Nachwuchs nur ein Bruchteil des Gewichts seiner Mutter auf die Waage.

JiaoQing bei seiner Lieblingsbechäftigung: Bambus knacken. Foto: Zoo Berlin

JiaoQing bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Bambus knacken. Foto: Zoo Berlin

Die Ergebnisse der Hormon-Untersuchungen, Meng Mengs Verhalten und die Größe des Jungtiers lassen auf eine Geburt in den nächsten ein bis zwei Wochen schließen. Für den Fall der Fälle sind die chinesischen Experten und das Team des Zoo Berlin gut vorbereitet. Rund um die Uhr haben Tierpfleger, Veterinäre, Biologen und die chinesischen Aufzuchtexperten ein wachsames Auge auf die werdende Panda-Mama, seit dem vergangenen Wochenende werden sogar Nachtschichten im Panda Garden geschoben. In den kommenden Tagen wird Meng Meng weiterhin hinter den Kulissen beobachtet werden. „Wir halten uns zurück und stehen bereit, greifen aber nur ein, wenn es nötig ist“, ergänzt Knieriem. Der werdende Vater Jiao Qing ist indes weiterhin für die Besucher zu sehen, bei der Jungenaufzucht sind Panda-Papas nicht beteiligt.

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Meng Meng und Jiao Qing leben seit Sommer 2017 im Berliner Zoo. Sie sind eine Leihgabe Chinas und stammen aus einem Reservat in Chengdu. In ihrem insgesamt über 5.000 m² großen Panda Garden mit Klettergerüst, Schaukel und felsigen Wasserlauf sind sie seitdem Publikumsmagnet.

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