Zuckersüßer Zoo-Geburtstag

Am Wochenende wurde in Berlin das 175 Jubiläum des Zoologischen Gartens gefeiert, der damit einer der ältesten und auch der artenreichste Zoo der Welt ist. Foto: Zoo BerlinAm Wochenende wurde in Berlin das 175 Jubiläum des Zoologischen Gartens gefeiert, der damit einer der ältesten und auch der artenreichste Zoo der Welt ist. Foto: Zoo Berlin
Michael Müller. der aktuelle Regierende Bürgermeister von Berlin schneidet die Torte an - assistiert vom ehemaligen Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit. Foto: Zoo Berlin

Michael Müller. der aktuelle Regierende Bürgermeister von Berlin schneidet die Torte an – assistiert vom ehemaligen Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit. Foto: Zoo Berlin

Von Klara Berger.

Passend zum 175. Jubiläum von Deutschlands ältestem Zoo am Wochenende in Berlin gab es eine ganz besondere Überraschung.  Ganze 175 cm Tortentraum aus hellem Biskuit, weißer Schokolade und Himbeeren, geschmückt mit zuckersüßen Pandas, kunstvoll geformten Giraffen und rosafarbenen Flamingos. Ein Geschenk des Berliner Konditors „Der Kuchenladen“ in Charlottenburg, für das fünf Mitarbeiter über zwei Wochen in liebevoller Kleinstarbeit bunte Blumen, exotische Tiere und historische Gebäude aus Zuckerpaste geformt hatten.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller persönlich schnitt die wohl exotischste Torte der Stadt an und läutete damit die Jubiläumsfeierlichkeiten ein. „Mit seinen faszinierenden Tieren steht der Zoo Berlin wie kaum eine andere Institution für unsere Stadt. Er bereichert seit 175 Jahren Berlin und ist von hier nicht mehr wegzudenken“, verkündete Müller zum Jubiläum. Rund 3,5 Millionen Besucher kämen jedes Jahr. Der Zoo sei eine grüne Oase aber auch eine Forschungsstätte. Heute leben hier 2000 Tierarten, darunter auch viele bedrohte.

Der Zoo Berlin – der artenreichste Zoo der Welt – gehört zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und hat einen festen Platz in den Herzen der Berliner Bevölkerung. Zoo- und Tierpark-Direktor  Andreas Knieriem nahm das Jubiläum zu Anlass, sich bei den vielen Unterstützern des Zoo Berlin zu bedanken: „Wir freuen uns über die zahlreichen Glückwünsche. Wir sind stolz auf diesen wunderschönen Ort, der auch in Zukunft viele Menschen für die zauberhafte Tierwelt begeistern wird“. 8

7Viele Besucher und langjährige Weggefährten des Zoo Berlin, darunter auch ehemalige Berliner Bürgermeister wie Eberhard Diepgen, Walter Momper und Klaus Wowereit kamen dann in den Genuss der kunterbunten Geburtstagstorte, nachdem sie  allerdings zuerst mit großem Vergnügen die leckeren Kuchenstücke in der Menge verteilt hatten. Allgemeines Fazit: Sieht nicht nur fantastisch aus – schmeckt auch so!

Der Ex-Regierende Eberhard Diepgen fände allerdings ein anderes Geburtstagsgeschenk angemessen: Freien Eintritt in Zoo und Tierpark für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, so wie es bei den Berliner Museen der Fall ist.  Bisher kostet die Karte für ein Kind acht Euro. „Ein teures Vergnügen für Familien“, findet Diepgen. Die Zuschüsse dafür sollte das Land übernehmen.

Bunte Torte auch im Pandahaus

Eine bunte, wenn auch weniger süße Geburtstagstorte gab es unlängst auch im Pandahaus. Panda-Dame Meng-Meng wurde sechs Jahre alt. Zu diesem Ehrentag hatten sich die jungen Tierpfleger im Zoo Berlin richtig ins Zeug gelegt und aus einem bunten Gemüse-Mix eine dreistöckige Geburtstagstorte gezaubert. Die Auszubildenden hatten für das Lieblingsprojekt Geburtstagstorte gemeinsam in der Futterküche geschält, geschnitzt und verziert. Die Eistorte aus Roter Beete, Äpfeln und Süßkartoffeln wurde mit Kerzen aus Bambus und Karotten bestückt. Nachdem Meng Meng ihre Überraschung zunächst zögerlich beschnupperte, setzte sie kurze Zeit später ihre starken Bärenpranken ein, um an die im Eis eingefrorenen Leckereien zu gelangen.

Pandas sind nicht nur für ihr spezielles Fortpflanzungsverhalten bekannt, sondern auch richtige Spezialisten was ihre Nahrung betrifft. Sie ernähren sich zwar fast ausschließlich von Bambus, verschmähen aber auch Karotten, Äpfel und Rote Beete nicht. Um seine Leibspeise Bambus zu greifen hat der Panda sogar eine Art sechsten Finger. Tatsächlich handelt es sich bei diesem ominösen Zusatz-Finger – in der Fachsprache auch Pseudodaumen genannt – um einen verlängerten Handwurzelknochen. Dieser ermöglicht dem Panda das elegante Greifen der Bambusstangen.

Hoffnung auf Nachwuchs

Im Frühjahr gingen die beiden Berliner Pandas Jiao Qing und Meng Meng erstmals auf Tuchfühlung, zusätzlich wurde Meng Meng künstlich besamt. Ob dies tatsächlich zu einer Trächtigkeit geführt hat, lässt sich aktuell noch nicht feststellen. Regelmäßige Ultraschall-Untersuchungen könnten allerdings zeitnah darüber Auskunft geben, ob man sich im Zoo Berlin demnächst auf Panda-Nachwuchs freuen darf. Da werdende Mamas bekanntlich sehr gern schlemmen, stimmen die aktuellen Bilder zumindest hoffnungsvoll…

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