Felix Burda Award: Emotionale Preisverleihung ehrt Engagement für Darmkrebsvorsorge

Preisträger und Laudatoren bei der Verleihung des Felix Burda Awards im Berliner Hotel Adlon. Foto: © Felix Burda StiftungPreisträger und Laudatoren bei der Verleihung des Felix Burda Awards im Berliner Hotel Adlon. Foto: © Felix Burda Stiftung
Christa Maar begrüsst Bundesforschungsministerin Anja Karlizcek. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Christa Maar begrüsst Bundesforschungsministerin Anja Karlizcek. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Von Klara Berger.

Gut 300 Gäste waren der Einladung von Christa Maar zur Verleihung des Felix Burda Awards der Felix Burda Stiftung ins Berliner Hotel Adlon gefolgt. Wissenschaftler, Ärzte, Politiker, Medienprominente und Betroffene erlebten einen  eindrucksvollen Abend voller Berührung und Emotionen.  Denn es ging um ein sehr ernstes Anliegen: Die  Darmkrebsvorsorge.

Als Felix Burda im Jahr 2001 mit 39 Jahren an Darmkrebs verstarb, gab er seinen Eltern, Verleger Hubert Burda und Christa Maar, einen Auftrag mit auf ihren Weg: Sie sollten in seinem Namen eine Stiftung gründen, die sich dafür einsetzt, dass anderen Menschen sein Schicksal erspart bleibt. Aus diesem Wunsch, über das eigene Leben hinaus anderen helfen zu wollen, entstand die Felix Burda Stiftung, die sich nun seit 15 Jahren mit dem brisanten Thema beschäftigt. Unterstützt durch Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur, und Showbusiness, die viel dazu beigetragen haben, dass Darmkrebsprävention kein Tabu-Thema mehr ist.

Christoph M.Ohrt (li) mit Dana Golombek, Dr.Antje-Katrin Kühnemann (re) und Fußballerlegende Paul Breitner unterstützen das Anliegen der Felix Burda Stiftung. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Gerade bei Darmkrebs ist Prävention enorm erfolgreich.180.000 Krebserkrankungen hat das Darmkrebs-Screening allein in den ersten 10 Jahren seit Einführung verhindert, konnte Bundesforschungsministerin Anja Karlizcek in ihrer Eröffnungsrede berichten. Das sind 180.000 Menschen, denen schweres Leid erspart wurde.“ „Rund ein Drittel aller Krebsfälle wäre vermeidbar. Hier setzen wir an“, so die Ministerin, „ Bessere Früherkennung und Prävention ist daher ein Ziel der Nationalen Dekade gegen Krebs“, die nun von der Bundesregierung ausgerufen wurde. Bei der Nationalen Dekade gegen Krebs wird es darum gehen, gute und sinnvolle Früherkennungsmaßnahmen für verschiedene Krebsarten zu entwickeln.

kampagne

Ein besonderes Anliegen in diesem Jahr ist es, das familiäre Risiko bewusst zu machen, das gerade bei Darmkrebs nicht zu unterschätzen ist. Es seien 18.300 vorwiegend jüngere Menschen, die jedes Jahr deshalb an Darmkrebs erkrankten, weil jemand in der Familie Darmkrebs hat oder hatte. Dazu die provokante Botschaft 2019: „Den Humor von Mama, die Augen von Opa. Den Darmkrebs von Papa? – Nicht nur schöne Dinge werden vererbt.“

Auch einige der prominenten Gäste haben bereits traurige Erfahrungen mit der tückischen Krankheit. gemacht. Designerin Claudia Effenberg verlor im Jahr 2016 ihre Schwester an Darmkrebs. Ärztin und Moderatorin Antje-Katrin Kühnemann erkrankte 2010 an Brustkrebs. Die 74-Jährige unterstützt die Felix Burda Stiftung seit Jahren.

Von Links: Jessica Schwarz, Dagmar Wöhrl, Claudia Effenberg. Fotos: Ingrid Müller-Mertens

Schauspielerin Jessica Schwarz war als Laudatorin zu Gast, sie verlor ihren Vater 2017 an Darmkrebs, als er 67 Jahre alt war. Auch andere prominente Unterstützer waren vor Ort, die sich in Medienkampagnen engagiert für das Thema Prävention einsetzen. So kamen Werbe-Ikone Verona Pooth, Schauspieler Wolfgang Stumph, Moderatorin Inka Bause, „Höhle der Löwen“-Star Dagmar Wöhrl, Komiker Dieter Hallervorden, „Wilsberg“-Star Ina Paule Klink, Fußballweltmeister-Legende Paul Breitner und Schauspieler Erol Sander.

Unterstützen seit Jahren die Felix Burda Stiftung: (von  li.) Dieter Hallervorden, Ina Paule Klink, Verona Pooth, Wolfgang Stumph. Fotos: Ingrid Müller-Mertens

Mit der Stiftung werden auch persönliches Engagement und wissenschaftliche Arbeiten für die Darmkrebsprävention in den Kategorien „Medizin &Wissenschaft“ und „Engagement des Jahres“. ausgezeichnet. Laudatorin Jessica Schwarz überreichte den Felix Burda Award in der Kategorie „Engagement des Jahres“ an die Initiatoren Cornel Wachter und Timo Belger, die mit ihrer öffentlichkeitswirksamen Kampagne, „Die wunderbare Welt des Cornel Wachter“ auf kreative Weise über Prävention aufklärt. Der Felix Burda Award für Medizin & Wissenschaft ging an eine Studie „Aktivierung des Immunsystems und damit besserer Bekämpfung von Krebszellen.

ehrenpreis2Den Ehrenfelix 2019 erhielt Bernd Zienke (li), der selbst mit 21 Jahren an Darmkrebs erkrankte und junge Menschen mit dieser Krankheit wertvolle Tipps gibt und vor allem Mut macht.

gantzDurch den Abend im Kempinski Adlon Berlin führte zum zweiten Mal „Verstehen Sie Spaß“-Moderator Guido Cantz, der sich vor seiner ersten Moderation einer Vorsorgekoloskopie unterzog, da bei seinem Vater und Bruder Polypen gefunden wurden. Auch mit seinem Comedyprogramm „Blondiläum“ versuchte er mit Witz und Humor seine Zuhörern an das Thema Darmkrebsvorsorge heranzuführen.

sanderAuch wenn das Thema alles andere als lustig ist. Wichtig ist, Menschen zu sensibilisieren, Aufmerksamkeit für das lebenswichtige Thema der Prävention zu wecken und zum Handeln zu aktivieren. TV-Liebling Erol Sander, der schon seit vielen Jahren zum festen Bestandteil der Promi-Unterstützer zählt bringt es auf den Punkt: „Wenn wir aufklären, muss keiner sterben.“

www.felix-burda-stiftung.de

 

 

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