Was sich 2019 ändert

Das Team der Berliner Umschau wünscht  ein gesundes, glückliches, erfolgreiches und friedliches 2019 Das Team der Berliner Umschau wünscht ein gesundes, glückliches, erfolgreiches und friedliches 2019

Im neuen Jahr kommen wieder zahlreiche Änderungen in verschiedenen Lebensbereichen auf uns zu. Viele neue Gesetze, Gesetzesänderungen und Vorschriften treten bereits ab dem 1. Januar in Kraft. Das müssen Familien, Steuerzahler, Arbeitnehmer, Verbraucher und Mütter jetzt wissen:

Kindergeld und Hartz-IV-Sätze werden erhöht

Eltern bekommen ab 2019 zehn Euro mehr Kindergeld, nämlich 204 Euro für das erste oder zweite Kind, 210 Euro für das dritte und 235 Euro für das vierte und alle weiteren Kinder. Auch die Hartz-IV-Sätze werden angepasst, und zwar von 416 auf 424 Euro für Alleinstehende, von 240 auf 245 Euro für Kinder zwischen 0 und 5 Jahren und von 296 auf 302 Euro für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren.

Höhere Freibeträge

Der steuerliche Grundfreibetrag steigt von 9.000 auf 9.168 Euro. Auch der Kinderfreibetrag wird erhöht, von 7.428 auf 7.620 Euro. Eine Änderung gibt es auch bei der Einreichungsfrist der Steuererklärung, die muss für 2018 erst bis Ende Juli 2019 abgeben werden (bisher 31.Mai), wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein sie macht ist der letzte Abgabetermin sogar erst Ende Februar 2020.

Paritätische Finanzierung für Krankenkassen-Zusatzbeiträge

Seit 2007 können die gesetzlichen Krankenkassen bei höherem Finanzbedarf sogenannte Zusatzbeiträge erheben, die entsprechend der normalen Krankenkassenbeiträge vom Lohn abgezogen werden. Während die Beiträge zur Krankenversicherung jeweils zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezahlt werden, musste der Arbeitnehmer die Zusatzbeiträge allein tragen. Ab Januar zahlen die Arbeitgeber die Hälfte des Zusatzbeitrages und damit der gesamten Abgaben für die Krankenversicherung

Mindestlohn steigt

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar auf 9,19 Euro. Die abgabenfreie Hinzuverdienstgrenze ändert sich allerdings nicht. Minijobber sollten also beachten, dass sie nicht über die weiterhin gültige Höchstverdienstgrenze von 450 Euro (beziehungsweise 5400 Euro pro Jahr) kommen. Die Übergangsregelung für die Minijobber, dass sie in einem begrenzten Zeitraum abgabenfrei so viel verdienen können wie sie wollen (oder schaffen), wird nun zu einer dauerhaften Regelung. Dieser „begrenzte Zeitraum“ umfasst drei Monate, wenn an mindestens fünf Tagen pro Woche gearbeitet wird, oder 70 Tage, wenn weniger als fünf Tage pro Woche gearbeitet wird.

Midijobbern, die reduzierte Sozialversicherungsbeiträge zahlen, dürfen fortan zwischen 450 und 1.300 Euro verdienen (statt wie bisher maximal 850 Euro).

Mehr Mütterrente

Ab Januar greift das bereits im Bundeskabinett verabschiedete „Rentenpaket I“. Danach bekommen Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, für ihre Erziehungszeit monatlich 15 bis 16 Euro mehr pro Kind als derzeit.

Verbesserung bei Erwerbsminderung

Menschen, die wegen einer Krankheit nicht mehr oder nur noch eingeschränkt arbeiten können, sollen künftig so viel Rente ausgezahlt bekommen, als hätten sie bis zum Rentenalter gearbeitet.

Weniger Versicherung für Selbstständige

Für viele Selbstständige mit nur geringem Einkommen sind die Beiträge für eine Krankenversicherung – gesetzlich oder freiwillig – schwer oder gar nicht aufzubringen. Der Mindestbeitrag für die Kranken- und die Pflegeversicherung lag bisher bei rund 400 Euro pro Monat, auf Grundlage eines (vom Gesetzgeber festgelegten) fiktiven Einkommens von etwa 2.300 Euro. Dieses fiktive Einkommen wird nun mehr als halbiert. Das heißt, dass damit auch der Mindestbeitrag mehr als halbiert wird. Er liegt nun bei rund 170 Euro (mit Pflegeversicherung rund 190 Euro). So sollen es sich mehr selbstständige Geringverdiener leisten können, freiwillig in eine gesetzliche Krankenversicherung einzutreten.

Wechsel von Teil- auf Vollzeit wird erleichtert

Mit der sogenannten „Brückenteilzeit“-Regelung soll es Arbeitnehmern leichter gemacht werden, ihre Arbeitszeit zu verkürzen und anschließend wieder in eine Vollzeitstelle zurückkehren zu können. Die Regelung gilt nur für Firmen mit mehr als 45 Beschäftigten, bei Unternehmen mit 46 bis 200 Mitarbeitern gilt dieses Recht lediglich für jeden 15. Mitarbeiter. Um die Arbeitszeit zu verringern, reicht es laut Arbeitsministerium, bei der Firma einen Antrag einzureichen. Es müssen keine bestimmten Gründe für den Wunsch nach Teilzeitarbeit vorliegen, zum Beispiel Erziehungszeit fürs Kind oder Zeit für die Pflege der Eltern. Der Antrag muss mindestens drei Monate vor Beginn der gewünschten Verringerung gestellt werden. Die Teilzeitperiode muss mindestens einen Monat und darf höchstens fünf Jahre lang sein.

Es soll mehr recycelt werden

Das neue und nun gültige Verpackungsgesetz betrifft alle Firmen und Verbraucher. Es war erforderlich, das das bisherige duale Recycling-System chronisch unterfinanziert ist. Daher sollen die Quoten fürs Recycling aller möglichen Stoffe weiter erhöht werden. zu erhöhen. So sollen 2019 knapp 60 Prozent des hierzulande verbrauchten Kunststoffes und 80 Prozent des Eisens, Aluminiums, Glases und Papiers recycelt werden. Vor allem Verpackungsmittelhersteller sind betroffen. Sie müssen ihre Produkte in ein öffentlich zugängliches Verzeichnis eintragen und für sie Lizenzentgelte zahlen. Diese Gebühren werden fürs Recycling verwendet. Durch die offiziellen Verzeichnisse kann nun besser kontrolliert werden, ob alle Firmen die Entgelte in der erforderlichen Höhe bezahlen.

 

 

Kommentar hinterlassen zu "Was sich 2019 ändert"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*