What a feeling – Kultmusical „Flashdance“ im Admiralspalast

Hannah Leser, Gitte Henning und Ann-Sophie Dürmeyer sind die Stars im Musical "Flashdance" . Foto: Ingrid Müller-MertensHannah Leser, Gitte Henning und Ann-Sophie Dürmeyer sind die Stars im Musical "Flashdance" . Foto: Ingrid Müller-Mertens

 

Die Wadenwärmer dürfen herausgeholt werden, die Locken auf Dauerspannung gedreht und die Karottenjeans bis zum Bauchnabel gezogen werden, denn die 80er flashen den Admiralspalast. Noch bis einschließlich 23. Dezember ist die moderne Adaption des Kultfilms „Flashdance“, „Flashdance – das Musical“ in Berlin zu erleben.

 

Vor allem die Songs begeistern immer wieder und auch heute noch. Wer zuckt nicht mit, wenn „What a feeling“, „Maniac“, „I love Rock’n Roll“ oder „Gloria“ aus den Boxen dröhnen? Nach dem fulminanten Start in der Musicalmetropole Hamburg und Zwischenstopps in Düsseldorf, Frankfurt, Wien, Bremen und Salzburg, macht sich die Bühnenadaption des Kultfilms von Adriane Lyne nun auf, die Bühne den Admiralspalast in Berlin zu erobern.

Die Story

„Flashdance“ gehört zu den Kultfilmen der 80er Jahre, der das Genre des Tanzfilms nachhaltig geprägt hat.  Die Geschichte einer jungen Frau, die sich unabhängig ihren Traum verwirklichen will  ist auch heute noch aktuell.

Ann-Sophie Dürmeyer, Gitte Henning, Hannah Leser (v.l), Foto: Ingrid Müller-Mertens

Ann-Sophie Dürmeyer, Gitte Henning, Hannah Leser (v.l), Foto: Ingrid Müller-Mertens

Mit 18 Jahren hat man große Träume, aber wenn man aus der Arbeiterklasse kommt und wenig Aussicht auf ein besseres Leben hat, wie Alexandra „Alex“ Owens, sind diese oftmals nur sehr schwer bis gar nicht zu erreichen. Tagsüber verdient sie sich ihre Brötchen als Schweißerin, doch um über die Runden zu kommen, muss sie nachts als Tänzerin in zwielichtigen Bars arbeiten. Doch das kann ihr nicht ihren Traum rauben, denn Alex will etwas Besonderes schaffen: eine klassische Tanzausbildung an der Shipley Tanzakademie in Pittsburgh.

Das Premierenpublikum zeigte sich angetan von der frischen, rasanten und optisch opulenten Show mit zeitgemäßen technischen Raffinessen und durchweg beeindruckenden Gesangs- und Tanzszenen. Ensemble und Solisten sind hochmotiviert und voller mitreißender Spielfreude. Hauptdarstellerin Hannah Leser überzeugt mit starker Ausstrahlung und ihren ebenso gesanglichen wie tänzerischen Leistungen und wird vom Publikum gefeiert. Aber auch Ann-Sophie Dürrmeyer sorgt mit ihrer „Gloria“-Interpretation für Gänsehaut und Begeisterung. Ein großes Lob auch für das exzellente Liveorchester. Hier hätte man sich allerdings eine etwas sensiblere Soundmischung gewünscht, teilweise war der Gesang schwer zu verstehen.

Als erfahrene Tanzlehrerin und Mentorin, die Alex unter ihre Fittiche nimmt und die junge Schweißerin immer wieder motiviert, ihren Traum zu verwirklichen, beeindruckt in einer kleinen aber sehr feinen Rolle Gitte Haenning.

Gitte Haenning. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Gitte Haenning. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Die dänische Sängerin und Entertainerin kann auf mehr als 60 erfolgreiche Bühnenjahre zurückblicken. Mit „Ich will ´nen Cowboy als Mann“, „Lampenfieber“ oder „Ich will alles“ stürmte sie bereits ab 1963 die Hitparaden. Schlager, die auch heute noch quasi als Synonym für Gitte Haenning stehen, auch wenn sie inzwischen ihre große Liebe zum Jazz entdeckt hat und in diesem Genre sehr erfolgreich ist. „Ein Musical-Freak“ ist sie eher nicht. Aber „Flashdance“ hat sie sehr berührt, vor allem, weil es nicht nur sehr gute Tanzszenen gibt, sondern „auch etwas für Kopf, Seele und Geist“. Und die Rolle der Hannah passt wunderbar zu Gitte Haenning, die nicht nur auf der Bühne sondern auch im Leben eine starke Frau ist. Nach einer großen Rückenoperation lässt sie sich nicht unterkriegen und hat sich vorgenommen, jeden Tag mit dem Fahrrad zum Theater zu fahren, um die Beinmuskulatur zu trainieren. Im Übrigen habe sie eine sehr gute Beziehung zum Tanz. Das sei, so Gitte Haenning, für sie die ehrlichste Kunstform : „Ich finde sowieso, dass das Leben getanzt werden muss. Das ist mein Credo“.

 

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