Washington bringt Regimewechsel nach Venezuela

Das Weiße Haus in Washington. / Biild: Matt H. Wade; C BY-SA 3.0Das Weiße Haus in Washington. / Biild: Matt H. Wade; C BY-SA 3.0

Von Paul Craig Roberts

Laut Präsident Obama wird die einzige Supermacht der Welt, die Eine Macht, das exzeptionelle Land vom kleinen Venezuela in Südamerika bedroht! In einer Regierungsverordnung im letzten Jahr, die heuer verlängert wurde, erklärte Präsident Obama Venezuela zu einer „ungewöhnlichen und außerordentlichen Bedrohung für die nationale Sicherheit und Außenpolitik der Vereinigten Staaten“ und rief einen „nationalen Notstand“ aus, um die „venezolanische Bedrohung“ abzuwehren.

Diese fabrizierte „außerordentliche Bedrohung” dient dem Obamaregime als Rechtfertigung für den Sturz von Präsident Maduro in Venezuela. Es ist eine Washingtoner Tradition, gewählte lateinamerikanische Regierungen zu stürzen, die die Interessen ihrer Völker zu vertreten versuchen, und nicht die Interessen der Konzerne und Banken der Vereinigten Staaten von Amerika.

Vor Jahrzehnten gab der General der US-Marine Smedley Butler zu, „ein Gangster für den Kapitalismus“ gewesen zu sein, der den Willen von New Yorker Banken und der United Fruits Company mit Waffengewalt gegen lateinamerikanische Länder durchsetzte.

In seinem Buch Confessions of an Economic Hit Man schreibt John Perkins über die Ermordung des Präsidenten Panamas Omar Torrijos und des Präsidenten Ecuadors Jaime Roldos im Jahr 1981, die beide den Interessen von Konzernen aus den Vereinigten Staaten von Amerika in die Quere kamen.

Nachdem er von den Medien der Vereinigten Staaten von Amerika geziemend dämonisiert worden war, wurde 2009 der Präsident von Honduras Manuel Zelaya, der der Ansicht war, dass Honduras den Honduranern und nicht der United Fruits Company gehören sollte, durch einen Militärputsch gestürzt, nachdem Obama und Hillary Clinton grünes Licht gegeben hatten. Der vom Volk gewählte Präsident wurde durch Roberto Micheletti ersetzt, ein Werkzeug der US-Konzerne, ausgewählt von Washington.

Washington hat einen Wirtschaftskrieg gegen Venezuela geführt, um die Unterstützung der Öffentlichkeit für Präsident Maduro zu untergraben. Die Medien werden von der Elite kontrolliert und schieben Maduro die Schuld an den Problemen zu, die von Washington verursacht worden sind.

Washington hat erfolgreich seine Agenten im Zuge der Wiedererlangung der Kontrolle über Venezuelas Nationalversammlung durch die Elite untergebracht. Es ist möglich, dass verwirrte Venezolaner sich selbst ins eigene Knie schießen werden, indem sie die Elite an die Macht bringen, die sie traditionsgemäß immer schon unterdrückt hat.

Washington versuchte, den Iran mittels der von Washington finanzierten „Grünen Revolution” zu destabilisieren, aber das funktionierte nicht. Sowohl Russland als auch China öffnen sich selbst für Destabilisierung, indem sie von Washington bezahlte Nichtregierungs-Organisationen (NGOs) im Land lassen, sich an Wirtschaftsinstitutionen des Westens beteiligen und Investitionen aus dem Ausland gestatten.

Washington hatte Erfolg mit der Umschlingung von Russland und China durch wirtschaftliche Institutionen des Westens und Denkweisen, die die Unabhängigkeit der beiden Länder gefährden.

Bedenkt man den zwanghaften Charakter Washingtons, so sollte der russische Präsident auf der Hut sein, dass er nicht umgebracht wird. In dem neokonservativen Streben nach der Beherrschung der Welt durch die Vereinigten Staaten von Amerika gibt es keine Mittel, die nicht erlaubt sind.

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