Go Trabi, Go! – der Letzte wird 25

Auch auf der Berliner East Side Gallery ist der „Trabi“ ein beliebtes Fotomotiv. Bild: Ingrid Müller-MertensAuch auf der Berliner East Side Gallery ist der „Trabi“ ein beliebtes Fotomotiv. Bild: Ingrid Müller-Mertens

Vor 25 Jahren rollte der letzte Trabi vom Band. Eine Ära endete damit – eine Legende nahm ihren Anfang. Inzwischen ist die „Rennpappe“ eine der liebevoll gehegten Erinnerungsstücke bei Automobilnostalgikern und hat längst Kultstatus erreicht. Unzählige Anekdoten ranken sich um den „Plastebomber“. „Ein Trabant verliert kein Öl, er markiert sein Revier“, lautete ein gängiger Witz.

Mehr als drei Millionen Trabis wurden von 1957 bis 1991 im sächsischen  Zwickau produziert. Das Auto wird von einem Zweitaktmotor angetrieben und besteht aus einer selbst tragenden Karosserie aus Stahlblech sowie einer äußeren Beplankung aus baumwollverstärktem Phenoplast. Zu den technischen Besonderheiten des Trabanten gehören die Stellung des Benzinhahns und die Krückstockschaltung, die ungeregelte Luftkühlung und das um 180° drehbare Luftansaugrohr, das im Winter als Heizung diente. Der DDR-Bürger musste nach erfolgter Anmeldung allerdings einige Jährchen warten auf den sozialistischen Volkswagen. Von den rund 3,1 Millionen produzierten Trabis vom Typ P601 sind heute etwa noch  35.000  in Deutschland zugelassen, zum größten Teil als „Youngtimer“.

Und auch wenn jetzt Keiner mehr wirklich seinen inzwischen komfortableren fahrbaren Untersatz aus weltweiter kapitalistischer Produktion dagegen eintauschen würde. Reinsetzen und das einmalige Fahrgefühl erleben möchte schon so Mancher.

Und daher erfreuen sich spezielle Trabbi-Stadtrundfahrt-Touren großer Beliebtheit. Eine kurze Einweihung in die Geheimnisse der Viergang-Handschaltung – und schon ruckelt das kultige DDR-Gefährt über Berliner Kopfsteinpflaster und versetzt den Fahrer zurück in die zwar nicht glorreiche aber in der Erinnerung dann doch irgendwie anheimelnde Vergangenheit. Wer die Tour ohne Blessuren absolviert hat, erhält zum Abschluss den sogenannten Trabiführerschein. Falls das Trabi-Fieber nun endgültig ausgebrochen ist, bietet sich noch ein optionaler Besuch im Trabi-Museum bei der TrabiWorld an.

Quelle: GetYourGuide; w&p Wilde&Partner

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