Fruit Logistica – eine kulinarische Weltreise

Exotische Früchte auf der Fruit Logistica in Berlin schmecken nicht nur lecker, sie sind auch schön anzuschauen. Foto: Fruit LogisticaExotische Früchte auf der Fruit Logistica in Berlin schmecken nicht nur lecker, sie sind auch schön anzuschauen. Foto: Fruit Logistica

Von Volker Neef

Kaum ist die Internationale Grüne Woche vorbei wird es wieder üppig in den Berliner Messehallen unter dem Funkturm. Diesmal geht es um Obst, Gemüse und alles, was dazu gehört.

Über 3.100 Aussteller aus mehr als 80 Ländern bilden auf der Fruit Logistica die gesamte Wertschöpfungskette von frischem Obst und Gemüse ab: vom Erzeuger bis zum Einzelhandel. Über 75.000 erwartete Einkäufer und Fachbesucher aus mehr als 130 Ländern profitieren von der umfassenden Ausstellervielfalt. Auf knapp 125.000 Quadratmetern in den 26 Charlottenburger Messehallen zeigen die Aussteller wieder alles Wissenswerte zu den Themenbereichen Obst, Gemüse, Kartoffeln, Lagerung, Transport und Verpackung.

Europa ist vielleicht nicht der dynamischste Markt für Frischwaren, aber es wird auf längere Sicht sicherlich der wichtigste Markt bleiben. Weltweit liegt der Anteil der Obstexporte, die nach Europa gehen, zwischen 45 Prozent und 70 Prozent. Außerdem ist Europa mit etwa zwölf Prozent der weltweiten Produktion selbst ein wichtiger Produzent von frischem Obst und Gemüse.

Die Fruchtmesse ist auch immer ein Bummel um die Welt. Da zeigen Aussteller aus dem zentralasiatischen Usbekistan saftige Melonen, aus dem zentralasiatischen Aserbaidschan präsentiert man Quitten. Aus dem fernöstlichen Thailand zeigt man den Messebesuchern Drachenfrüchte und eine ganz große Neuheit: Die Kokosnuss „to go.“

Foto: Fruit Logistica

Foto: Fruit Logistica

Man kann ohne lästiges Aufklopfen der harten Schale sofort den Saft der Kokosnuss genießen und das Fruchtfleisch essen. Aus Pakistan dürfen Datteln nicht fehlen. Aus dem Orient stammt ursprünglich diese Kulturpflanze. Aus Datteln wird auch Dattelöl und Dattelessig hergestellt. Das fernöstliche China zeigt unter anderem Ingwer.

Ingwer aus China. Foto: Ralf Flucke

Ingwer aus China. Foto: Ralf Flucke

Als Küchengewürz und als Arzneimittel wird Ingwer eingesetzt, denn es fördert die Durchblutung und steigert die Produktion von Gallensaft.

Aus dem nordafrikanischen Marokko kann man Mandarinen, Orangen, Zitronen und Erdbeeren am Messestand kosten. Karim aus Marokko schenkt frischen Pfefferminztee aus und serviert auch Fruchtsäfte.

Karim aus Marokko. Foto: Ralf Flucke

Karim aus Marokko. Foto: Ralf Flucke

Das marokkanische Nationalgericht aus zerriebenem Grieß aus Hartweizen, Gerste und Hirse, der Couscous, darf natürlich nicht an diesem Stand fehlen. Eine Fruchthandelsgesellschaft aus St. Petersburg stellt ganz besonders die Rote Beete heraus. Das verwundert ja auch keineswegs. Die traditionelle Suppe Borschtsch ist ohne Rote Beete nicht denkbar. In Deutschland ist die Borschtschsuppe auch als Beetenbartsch bekannt. Diese in Ost- und Ostmitteleuropa sehr verbreitete Suppe wird auch mit Dill, Petersilie, Zwiebeln, Weißkohl und Knoblauchblättern angereichert. In einigen Haushalten gibt man zudem Bohnen und Paprika hinzu. All diese Zutaten präsentiert man natürlich auch an diesem Stand.

 

Aus dem südamerikanischen Argentinien stammt Antonia. Sie präsentiert von Kopf bis Fuß die Bananen. Was kaum bekannt ist: Bananen sind nicht nur zum Essen da! Es gibt auch Faserbananen. Sie sind der Rohstoff um Garne, Taue und Netze herzustellen.

Foto: Ralf Flucke

Foto: Ralf Flucke

Eines ist offensichtlich: Auf der Fruit Logistica darf der Messebesucher sich fühlen wie ein Weltreisender und eine Fülle bekannter aber auch unbekannter exotischer Früchte kennenlernen und kosten.

 

 

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