Die Maya – Sprache der Schönheit

Deckel mit Affe (600-900 n.Chr.) Bild: Ingrid Müller-MertensDeckel mit Affe (600-900 n.Chr.) Bild: Ingrid Müller-Mertens

Von Klara Berger

Die Maya ist eine der ältesten Kulturen der Welt, die immer wieder verzaubert aber auch Rätsel aufgibt. In einer spektakulären Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau kann man sich nun von den magischen Exponaten verzaubern lassen aber auch eine Menge lernen, über die Lebensformen, der Philosophie und erstaunliche Kunstfertigkeit dieses Volkes . Erstmalig und auch einmalig in Europa werden Glanzstücke der Maya-Kultur gezeigt, die zwischen 500 v. Chr. und 1500 n. Chr. auf der Halbinsel Yucatán im Golf von Mexiko entstanden sind und zu den kostbarsten Kulturgütern Mexikos zählen.

Mit einer Sammlung von etwa 300 Kunstwerken, darunter viele mexikanische Nationalschätze, gibt die Schau aber auch einen Einblick in die grundlegenden Aspekte der prähispanischen Kunst, die uns fremd sind aber zugleich ungemein faszinieren.

Thematisch klar gegliedert und mit knappen aber sehr informativen Erklärungen wird man in die geheimnisvolle Welt der Maya versetzt, lernt ihre strengen Regeln und ganz eigenen Visionen des Lebens kennen, die sie mit verschiedenen Materialien und Techniken in ihren Alltags-, Prunkbauten und Kunstwerken dargestellt haben. Sie beschrieben ihr Verhältnis zu den Göttern, ihr tägliches Leben, ihr Schrifttum, ihre Astronomie, ihre Musik und ihre Tänze. In diesen Werken dominiert eine oft idealisierte Menschenfigur, mit der die Maya nicht nur ihr Menschenbild und Schönheitsideal, sondern auch die Verortung des Menschen im Kosmos festhielten.

Im Jahr 2016 veranstalten Mexiko und Deutschland ein gemeinsames Kulturjahr. Zum Höhepunkt zählt diese Maya-Ausstellung mit Glanzstücken, die zu den kostbarsten Kulturgütern Mexikos zählen. Auf der Halbinsel Yucatán im Golf von Mexiko schufen sie zwischen 500 v. Chr. und 1500 n. Chr. eine Vielfalt höchster schöpferischer Leistungen, auch in der Kunst. Im Gestalten von Reliefs, Büsten und Figuren aus Stein oder Ton waren sie allen zeitgenössischen Kulturen ihres Kontinents weit voraus.

Die Schrift der Maya ist weitgehend entziffert, Herrscherdynastien sind bekannt, Zahlensystem und Kalenderberechnungen erforscht und dennoch bleibt das indianische Volk der Maya, zu dem heute noch acht Millionen Menschen zählen, geheimnisumwittert. Eine ganz eigene Magie, die man in der Ausstellung spüren kann.

  • Die Maya – Sprache der Schönheit 12. April – 7. August 2016
  • Martin-Gropius-Bau Berlin
  • gropiusbau.de

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