50 Jahre Deutsch-Russisches Museum

50 Jahre Deutsch-Russisches Museum in Berlin Karlshorst. Blick in die Ausstellung. Foto: Museum Karlshorst50 Jahre Deutsch-Russisches Museum in Berlin Karlshorst. Blick in die Ausstellung. Foto: Museum Karlshorst

Von Volker Neef.

Zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution wurde das Museum in Berlin-Karlshorst als „Museum der bedingungslosen Kapitulation des faschistischen Deutschland im Großen Vaterländischen Krieg 1941-1945“ am 5. November 1967 eröffnet. Diese Geburtsstunde jährt sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal. 20140818153000_jpg_max_2

Am 3. November erinnerte man feierlich im Karlshorster Museum an dieses Ereignis. Zeitgleich wurde die Ausstellung „Unsere drei Leben – 50 Jahre Museum Berlin-Karlshorst – Einblick in unsere wechselvolle und spannende Geschichte“, eröffnet. Zu sehen sind nicht nur Zeugnisse der drei Phasen der Existenz des Museums, sondern auch bisher im Verborgenen gebliebene Sammlungsobjekte und ein Ausblick auf zukünftige Aktivitäten und Schwerpunkte in der musealen Arbeit.

 

Dr. Alexander Nikonow, Direktor des Zentralen Museums der Streitkräfte der Russischen Föderation, Moskau, und Vorsitzender des Vereins Museum Berlin-Karlshorst, sprach ein Grußwort. Der Gast aus Moskau erinnerte auch daran: „Der Tag der Kapitulation am 8. Mai 1945 war nicht nur für Russland ein Tag des Sieges. Er war auch ein Tag des Sieges für die anderen Alliierten und das deutsche Volk.“ Der menschenverachtende Faschismus hatte ein Ende gefunden.

 

 Dr. Jörg Morré, Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst, erinnerte in seinen Ausführungen unter dem Titel „1967 – 1995 – 2013 • (Rück)Blicke auf die Geschichte des Museums“ an die Gründerzeit und sprach auch besonders die spannende Zeit in der Wiedervereinigung an. Im Rahmen eines Podiumsgespräch behandelten Wladimir Lukin, letzter Direktor des sowjetischen Kapitulationsmuseums und Dr. Helmut Trotnow, erster Projektleiter in der Aufbauphase des Museums Berlin-Karlshorst, unter der Moderation von Dr. Jörg Morré die „Zeit des Übergangs 1990/95.“ Svetlana Andreeva, Kuratorin und Sammlungsleiterin am Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst, gab anschließend einige Erläuterungen zur „Werkstattausstellung „Unsere drei Leben • 50 Jahre Museum Berlin-Karlshorst.“  

Unsere Redaktion hörte sich einmal in den Reihen der Gäste um, welchen Stellenwert das Museum in Karlshorst hat. Thomas Seerig gehört dem Berliner Abgeordnetenhaus an. Der FDP-Parlamentarier ist in seiner Fraktion Sprecher für Menschen mit Handicap. Thomas Seerig erklärte: „Das Bestehen des Museums seit einem halben Jahrhundert macht deutlich, wie wichtig Erinnerung immer noch ist. Die Erinnerung an das Leid, das Krieg und Diktatur über die Menschen gebracht hat. Ein Leid, das oft in Form von Behinderung oder Trauma, weit über die unmittelbare Leidenszeit, hinausging. Denn die Überlebenden von Krieg und Lagern blieben oft lebenslang gezeichnet; durch körperliche Schäden oder psychische Beeinträchtigung. Auch daran zu erinnern, ist eine wichtige Aufgabe von Gedenkorten und Museen. Das Haus in Karlshorst erfüllt diese notwendige Funktion seit nun 50 Jahren.“ 15_DRM_035_Medium2

 

Alle Fotos: Deutsch-Russisches Museum Karlshorst

Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Zwieseler Straße 4

10318 Berlin

www.museum-karlshorst.de/

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