„Shalom Berlin“ – Jüdische Kulturtage

Jüdische Kulturtage auch in Europas größter und schönster Synagoge in der Rykestraße. Foto: Ingrid Müller-MertensJüdische Kulturtage auch in Europas größter und schönster Synagoge in der Rykestraße. Foto: Ingrid Müller-Mertens

„Shalom Berlin“ ist Gruß und Motto der Jüdischen Kulturtage, die nun bereits zum 30. Mal stattfinden. Vom 4. bis zum 12. November 2017 gibt es überraschende, authentische  und faszinierende Einblicke in den Facettenreichtum der jüdischen Kultur.logo

Mit Musik, Literatur, Geschichten und Geschichte, Vorträgen, Kinderführungen, einer Ausstellung, öffentlichen Gottesdiensten, einem großen Fest und sogar live Gekochtem bietet sich eine wunderbare Gelegenheit so tief in die jüdische Kultur einzutauchen, wie auf keinem anderen Festival in Deutschland.

Gideon Joffe. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Gideon Joffe. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Für den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Gideon Joffe, sind die Kulturtage vor allem ein “Fest der Lebensfreude”. Jüdisches Leben und jüdische Kultur bedeuten Freude, Herzlichkeit, Dynamik, Teilhabe am Stadtleben und eine gesunde Portion Humor, so der Gemeindevorsitzende. Und so lädt er dazu ein, über religiöse und politische Grenzen hinweg, dem möglicherweise “Anderem” zu begegnen, es zu verstehen und zu respektieren.

David D´or. Foto: Elad Gutman

David D´or. Foto: Elad Gutman

Bei der festlichen Eröffnung am Freitag, dem 04.11.2017, um 20 Uhr in Europas größter und wohl auch schönster Synagoge in der Rykestraße ist der israelische Popstar David D’Or mit seiner Band erstmals in Deutschland zu erleben. David D’Or ist dreimal zum Sänger des Jahres in Israel gewählt worden, war Eurovisionsteilnehmer, gewann zahlreiche Auszeichnungen und tritt weltweit mit renommierten Orchestern, vor zehntausenden Fans, aber auch vor Staatschefs oder dem Papst auf. Er begeistert gleichermaßen mit Werken aus Klassik, Pop, Folk, Klezmer wie auch sakraler Musik.

Weltstar Ute Lemper. Foto: Steffen Thalemann

Weltstar Ute Lemper. Foto: Steffen Thalemann

Eine weitere Deutschlandpremiere feiert Ute Lemper am Montag, dem 06.11.2017, in der Synagoge Rykestraße mit ihrem Programm Songs for Eternity. Zusammen mit dem italienischen Pianisten und Musikforscher Francesco Lotoro entwickelte sie dieses Programm mit Liedern aus Ghettos und Konzentrationslagern der Jahre 1942 bis 1944, die sie überall auf der Welt fanden. Ein besonderes Rockkonzert wird am selben Abend im Kreuzberger Klub Musik & Frieden erwartet: die israelische Band Orphaned Land unplugged, zusammen mit dem Berliner Heavy-Metal-Chor Stimmgewalt.

Das abwechslungsreiche Programm bietet an verschiedenen Spielstätten Humoristisches aber auch Poetisches, viel Musikalisches und auch Familien- und Kindertaugliches, wie Peter und der Wolf auf Jiddisch und Deutsch mit dem Kammerorchester Unter den Linden.

Peter und der Wolf. Foto: Peter C.Theis

Peter und der Wolf. Foto: Peter C.Theis

 

Aber auch Nachdenkliches, wie die Deutschlandpremiere des Films „Der Konsul von Bordeaux“ am 8.November im Filmtheater Babylon. Ein bewegender Film über den „portugiesischen Schindler“, Aristides de Sousa Mendes, der als Generalkonsul in Bordeaux 1940 durch die eigentlich verbotene Vergabe von Visa nach Portugal 30.000 Menschen, darunter 10.000 Juden und Jüdinnen das Leben rettete.

Ein weiteres Highlight am 6.November die Leonard-Cohen-Hommage im Varieté Wintergarten,

Freuen darf man sich auch auf die Hommage an den unvergessenen Georg Kreisler und dessen poetisch-hintergründige Chansons, vorgetragen von Ilja Richter, der das Werk seines Lieblingskabarettsängers genüßlich durch dessen Brille betrachtet. Weitere Abende gestalten unter anderem die Schauspieler Ilja Richter, Boris Aljinovic und Nadine Schori sowie die Musikerin und Schauspielerin Sharon Brauner. Weiterhin zu erleben sind unter anderem bekannte Künstler wie Katharina Thalbach, Walter Kreye, Katharine Mehrling, Marianne Rosenberg. Natürlich darf auch ein Ephraim-Kishon-Abend, gestaltet von Philipp Sonntag,  nicht fehlen

Man hat  die Qual der Wahl.

Zum Abschluss am 12. November dominiert dann in der Synagoge Rykestraße mit »Frank London’s Klezmer Brass All Stars« gemeinsam mit der auf Jiddisch singenden New Yorker Sängerin Eleanor Reissa noch einmal die geballte Lebensfreude.Und am Balagan-Day, dem Tag der offenen Tür am 5.November im Jüdischen Gemeindehaus Fasanenstraße soll es entsprechend der Bedeutung des Wortes Balagan fröhlich, bunt und vielleicht auch ein bisschen chaotisch zugehen. Erleben kann man bei freiem Eintritt den ganzen Tag über jüdische Kultur mit allen fünf Sinnen.

Informationen und das komplette Programm  unter:

www.juedische-kulturtage.org/

Karten an allen Theaterkassen und über die Webseite

 

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