Sturmschäden und Verluste in Zoo und Tierpark Berlin

Flamingos im Zoo. Foto: Ingrid Müller-MertensFlamingos im Zoo. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Zahlreiche umgestürzte Bäume, verwüstete Zäune und ein tragischer Verlust bei den Flamingos im Zoo. Das Sturmtief „Xavier“ am Donnerstag hat auch vor Zoo und Tierpark nicht haltgemacht und deutliche Spuren hinterlassen.

Sturmschäden bei den Elefanten. Foto: Zoo Berlin

Sturmschäden bei den Elefanten. Foto: Zoo Berlin

 

Fast alle Tiere und Mitarbeiter haben die Orkanböen gut überstanden. Nachdem Zoo und Tierpark am Donnerstag aufgrund der Unwetterwarnung bereits um 14:00 Uhr die Pforten für Besucher schlossen, wurden die Tiere in ihre Stallungen und Häuser gebracht.

Sturmschäden im Streichelzoo. Foto: Zoo Berlin

Sturmschäden im Streichelzoo. Foto: Zoo Berlin

Trotz größter Bemühungen der Tierpfleger ließen sich die 80 Rosa- und Chile-Flamingos jedoch partout nicht in die Stallungen bewegen,18 von ihnen wurden von herunterfallenden Ästen getroffen und fielen dem Sturmtief zum Opfer. „Wir sind sehr traurig mitteilen zu müssen, dass wir trotz aller Vorkehrungen Tiere verloren haben“, erklärt Vogel-Kurator Dr. Tobias Rahde. Flamingos sind sehr sensibel und entwickeln relativ schnell eine Eigendynamik innerhalb der Gruppe. „Um alle Flamingos sicher in die Stallungen zu bewegen, benötigen wir in der Regel vier bis fünf Tage Vorlauf“, ergänzt Rahde.

Im Zoo wurden zahlreiche umgestürzte Bäume gezählt, auch eine große Linde im Streichelzoo wurde entwurzelt und hat Teile der neu gestalteten Anlage beschädigt. Am Uferweg des Landwehrkanals haben umgestürzte Bäume den großen Zaun zerstört, zusätzlich wurde die Außenanlage der Elefanten unweit des Löwentors in Mitleidenschaft gezogen.

Schloß Friedrichsfelde. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Schloss Friedrichsfelde. Foto: Ingrid Müller-Mertens

 

Auch im Tierpark sind die Schäden des gestrigen Orkans allgegenwärtig. Gerade um das historische Schloss Friedrichsfelde sind zahlreiche Bäume umgestürzt und machen nahezu alle Wege unpassierbar. Mit über 10.000 Bäumen hat der Tierpark einen besonders üppigen Baumbestand. Auch die Außenanlagen der Atlas-Hirsche und der Chaco-Pekaris wurden beschädigt, glücklicherweise sind im Tierpark weder Tiere noch Mitarbeiter zu Schaden gekommen.

„Wir arbeiten nun mit Hochdruck daran, alle Sturmschäden zu beseitigen“, erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem.

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