Lange Nacht der Museen: 80 Museen und 800 Events mit einem Ticket

Andrang vor dem Alten Museum. Foto: Sergej HorovitzAndrang vor dem Alten Museum. Foto: Sergej Horovitz

Sie ist zweifellos der glanzvolle Höhepunkt des Berliner Museumssommers: die Lange Nacht der Museen. Vor zwanzig Jahren, im Februar 1997, feierte sie Premiere und lockte seither über eine Million Besucher zu nächtlicher Stunde in die Berliner Museen. Bis heute gelingt es mit der Langen Nacht, die vielfältige und einzigartige Museumslandschaft der Hauptstadt zu präsentieren und auch Menschen in die Museen zu bringen, die sonst eher fern bleiben.

DDR-Museum. Foto: Sandra Ratkovic

DDR-Museum. Foto: Sandra Ratkovic

Am Samstag, den 19. August können rund 80 Museen und 800 Veranstaltungen von 18 Uhr bis morgens um 2 Uhr mit nur einem Ticket besucht werden. Führungen, Konzerte, Mitmach-Aktionen, Lesungen, Installationen, Filmvorführungen, Performances, Spaziergänge – das Angebot ist riesig. Shuttle-Busse auf sieben verschiedenen Linien bringen die Besucher schnell zum gewünschten Ort.

Neu: Kieztouren im Oldtimerbus

Ein neues Angebot sind vier Touren im Oldtimerbus durch die Berliner Kieze Schöneberg/Steglitz, Kreuzberg/Neukölln, Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain/Lichtenberg. Busguides kommentieren die Strecke, ein gemeinsamer Rundgang in einem Regionalmuseum bildet den Höhepunkt. 30 Minuten vor Beginn der Abfahrt kann an der roten Infobox am Kulturforum eine Platzkarte abgeholt werden. Zusätzliche Kosten entstehen nicht, das Lange-Nacht-Ticket berechtigt zur Teilnahme. Die Plätze in den Bussen sind begrenzt. Dauer der Touren: jeweils ca. 2 Stunden 15 Minuten, Abfahrt: Kulturforum

Eröffnung mit Geburtstagstorte

Foto. Sandra Ratkovic

Foto. Sandra Ratkovic

Eröffnet wird die Lange Nacht am 19. August um 18 Uhr von Kultursenator Dr. Klaus Lederer im Lustgarten vor dem Alten Museum. Die Berliner Band Il Civetto sorgt für die musikalische Begleitung und eine Geburtstagstorte wird es auch geben.

„Made in Berlin“ – Motto der Jubiläumsnacht

In Berlin aus der Taufe gehoben, ist die Lange Nacht der Museen ein echtes Berliner Original. Passend dazu steht die Lange Nacht im Jubiläumsjahr unter dem Motto „Made in Berlin“, denn eine enorme Fülle an kulturellen Schätzen ist made in Berlin. Berliner Institutionen und Legenden bestimmen das diesjährige Programm. Das Motto wird von den Museen ganz unterschiedlich aufgegriffen mit Ausstellungen zu Marlene Dietrich, Filmstar aus Berlin, oder zur Berliner Künstlerin Käthe Kollwitz, mit Kunst aus Berlin in der Berlinischen Galerie, mit Führungen zu edlem Porzellan aus der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin, mit Hauptstadtfußball im Museum Ephraim-Palais und mit Technik made in Berlin – sei es der von Siemens entwickelte U-Bahn-Zug aus den 20er Jahren oder ein Berliner Virtual-Reality-Automat im Computerspielemuseum.

Foto: Sandra Ratkovic

Foto: Sandra Ratkovic

Nicht zu vergessen die zahlreichen Food-Trucks mit Essen und Getränken aus Berliner Produktion. „Made in Berlin“ steht auch im Zentrum zahlreicher Führungen und Präsentationen der Staatlichen Museen zu Berlin. Gemälde und Skulpturen, die in Berlin entstanden oder von Berliner Künstlerinnen und Künstlern geschaffen wurden, nimmt die Alte Nationalgalerie mit einem vielfältigen Angebot ins Blickfeld. Die Themen reichen von Adolph Menzels Darstellung des Berliner Hofballs bis hin zu Carl Blechens „Pfaueninsel in orientalischem Licht“. Ein weiterer Höhepunkt ist die Vorstellung der aufwändigen Restaurierung der Werke „Mönch am Meer“ und „Abtei im Eichwald“ von Caspar David Friedrich durch die Restauratorin der Alten Nationalgalerie.

Halten Sie Ausschau!

Weitere Schwerpunkte bilden das erfolgreiche Format „Halten Sie Ausschau!“. In allen Museen laden Kunst- und Kulturvermittlerinnen und -vermittler unterschiedliche Besuchertypen dazu ein, die Sammlungen auf kommunikative Weise zu erkunden. Die Angebote richten sich u.a. an „Entdecker“, die sich neugierig auf unerwartete Begegnungen einlassen, an „Eilige“, die in der Langen Nacht der Museen möglichst viele Orte besuchen möchten, oder auch an „Wissbegierige“, die sich für die Geschichten hinter den Ausstellungsobjekten interessieren. Ein besonders vielseitiges Angebot erwartet die Besucher in der Gemäldegalerie: Neben „Entdeckern“, „Eiligen“ und „Wissbegierigen“ sind hier auch „Kreative“, „Praktiker“, „Romantiker“ und „Sehnsüchtige“ herzlich willkommen. „Literaturliebhaber“ kommen bei Lesungen zu ausgewählten Werken auf ihre Kosten.

Mode und Design aus Berlin

Berliner Klassiker und Innovationen in Mode und Produktdesign erwarten die Besucher am Kulturforum. Im Kunstgewerbemuseum stehen bei Kuratorenführungen Meisterwerke des europäischen Kunsthandwerks und Designklassiker im Zentrum – von königlichem Porzellan über stilbildende Möbel bis hin zum Berliner Bären. An der Außenwand des Kunstgewerbemuseums ist die Projektion einer Modenschau von Uli Richter zu sehen. Das umfangreiche Programm wird ergänzt durch Präsentationen junger Berliner Start-ups im Foyer des Kulturforums und auf der Piazzetta.2017_LNdM_Querformat_03_web

Neue Nachbarn. Auf dem Weg zum Humboldt Forum

Einen besonderen Schwerpunkt des Formats „Halten Sie Ausschau!“ bilden die Angebote für „Weltreisende“ im Alten Museum, in der Alten Nationalgalerie und im Neuen Museum. Gegenstand der Gespräche sind die „Neuen Nachbarn“: Highlights der Bestände des Museums für Asiatische Kunst und des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin treten mit Werken aus den Sammlungen der Museumsinsel in spannende Dialoge.

Mit vier Ausstellungen ist auch der Martin-Gropius-Bau dabei und von 18 bis 2 Uhr geöffnet. Es gibt Filmvorführungen der berühmten Orson Welles-Adaption von Franz Kafkas „Prozess“, sowie Führungen durch die Ausstellung „Der Luthereffekt“.

Tipps von Prominenten

Tipps zur Langen Nacht gibt es von Prominenten. Starkoch Tim Raue, Hertha-BSC-Manager Michael Preetz, die Entertainerin, Schauspielerin und Autorin Desirée Nick, der Philosoph Richard David Precht und weitere geben in diesem Jahr ihre ganz persönlichen Empfehlungen und Geheimtipps – nachzulesen auf der Website der Langen Nacht der Museen.

Alle Informationen unter  www.lange-nacht-der-museen.de

 

 

 

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