CDU-Wahlkampfplakate: „Wir sind fit für den Endspurt“

CDU-Generalsekretär Peter Taubert  präsentiert Wahlplakate. Foto: Ingrid Müller-MertensCDU-Generalsekretär Peter Taubert präsentiert Wahlplakate. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Peter Taubert, CDU-Generalsekretär, reibt sich erfreut die Hände. Sieben Wochen vor der Bundestagswahl präsentiert er im Konrad-Adenauer-Haus die Großplakate und Wahlbroschüren seiner Partei und er findet sie sehr gelungen. Man will mit eindeutigen Aussagen im Großformat dem Wähler auf 22.000 Werbeflächen signalisieren, dass sich die CDU um die allgemein bewegenden Probleme und Schwerpunkte kümmert. Und zwar mit den Kernthemen „die den Menschen am Herzen liegen“ und die hier optisch auf den Punkt gebracht werden: Arbeit, Familie und Sicherheit. Prägnant und auf eine klare, allgemeinverständliche Formel reduziert.DSC04179_1

Die Familie, so Peter Taubert, ist das Fundament der Gesellschaft und daher wolle man einiges dafür tun. Zum Beispiel die Erhöhung des Kindergeldes oder bessere Betreuung. Aber auch Vollbeschäftigung ist ein großes Thema, dass man weiter im Auge haben muss.

DSC04181_2Ganz wichtig nach den aktuellen Ereignissen auch die Sicherheit. Hier wird der Generalsekretär konkret: 15.000 Polizisten zusätzlich sind geplant. Denn schließlich geht es der CDU um nichts Geringeres als einzustehen: „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“. Eine sperriger Allgemeinplatz, der nicht unbedingt Wähler gewinnen wird. Das weiß auch der Generalsekretär und betont, dass man bis zuletzt um jede Stimme kämpfen werde und neben der Außenwerbung und Hochglanzbroschüren auch auf Großveranstaltungen und Haustürwerbung setzt. Sehr viele ehrenamtliche Helfer, so Taubert, freuen sich schon auf ihren Einsatz vor Ort und die individuellen konkreten Gespräche mit den Wählern.

Bei der Pressekonferenz wird es auch gleich konkret. Eine Journalistin will wissen, wie man denn die Tatsache sieht, dass jeder 4. Job ein Minijob ist. Die Antwort bleibt vage. Genau das sei ein Grund für die CDU, sich um Vollbeschäftigung zu bemühen, die man ab 2025 erreichen möchte.

Auch zur aktuellen Diskussion um den Ehrensold der Ex-Bundespräsidenten im Allgemeinen und im Besonderen von Christian Wulff (CDU), der einen hochdotierten Prokuristenjob in einem türkischen Unternehmen angenommen hat, äußert sich der Generalsekretär ausweichend. Wulff bewege sich im Rahmen des geltenden Rechts und nationale Interessen würden in diesem Fall nicht verletzt. Deutlich sympathischer sind ihm dann Fragen zum Zusammenbruch der SPD-Regierung in Niedersachsen. Hier werde ganz klar ein Neuanfang gebraucht, denn die Landesregierung habe bei ihrer Leistungsbilanz „in Gänze“ versagt. Im Übrigen beeinflusse nach Ansicht Tauberts dieses Debakel nicht die Bundestagswahl. Ohnehin, so Taubert, führe die SPD einen Verzweiflungswahlkampf angesichts der extrem guten Ausgangslage für die CDU, die in den Umfragen aktuell bei 40 Prozent der Wählergunst liegt und das führe dazu, dass die SPD Maß und Mitte in der Auseinandersetzung verliere.DSC04190_1

Befürchtungen über Einmischungen ausländischer Mächte in den Wahlkampf mag Peter Taubert nicht hochspielen. Es sei nicht ganz auszuschließen und daher solle man aufmerksam Meldungen und Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen.

Der Generalsekretär mag dann lieber zu den präsentierten Werbeaussagen zurückkehren. Die Motive spiegeln die Stärken der CDU wieder und die Kernthemen im Regierungsprogramm. Eine Art Wohlfühlgefühl „Wir sind stolz auf unser Land“, soll vermittelt werden. Aber man könne durchaus noch einiges besser machen. Dafür trete die CDU an, wie man nun deutlich auf den Großflächen sehen kann.

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Merkel-Broschüre

Es wird auch noch eine zweite und dritte Plakatierungswelle geben. „Und da“, so Taubert „wird man dann auch Angela Merkel wiederfinden.“ Und zwar als starke Persönlichkeit und Sympathieträgerin mit ungewohnt privater Ausstrahlung, ja fast ein wenig „kokett“, wie ein Pressevertreter anmerkte, angesichts der vorliegenden Merkel-Broschüre. Mit 1 Million Exemplare will man dann in der heißen Wahlkampfphase generalstabsmäßig mit den Beliebtheitswerten der gegenwärtigen und – so hofft die CDU – künftigen Kanzlerin überzeugende Akzente setzen und zum schlüssigen Verhalten in der Wahlurne animieren. Denn Wahlkampf ist ein Marathonlauf, so Peter Taubert, dabei komme es auf die letzten Meter an. „Wir sind fit für den Endspurt“, sagt der Generalsekretär.

Fotos: Ingrid Müller-Mertens

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