Korinth – eine Reise in Mythos und Vergangenheit

Antike Tempelreste. Foto: katagramma/Region KorinthAntike Tempelreste. Foto: katagramma/Region Korinth

Von Jens Hoffmann.

Die erste Station in der Präfektur Korinthia ist Loutraki , etwa 4 km nordöstlich von der Stadt Korinth . Die Fahrt vom Airport in Athen bis in die kleine Stadt am Meer dauert mit der Bahn oder dem Auto ungefähr eine Stunde. Zeit die Region zu geniessen, der Weg ist das Ziel.  Der Name Loutraki bedeutet soviel wie Quelle, denn der Ort ist berühmt für sein Quellwasser und war schon in der Antike ein beliebtes Heilbad und ist es  heute immer noch. A_LoutrakiHeraionCopyrightKatagrammaRegionKorinth

Laut Xenophon, dem antiken Heerführer und Schriftsteller,  kamen Krieger aus Sparta nach Loutraki, um sich nach dem Kampf zu regenerieren. Der Legende nach schützt die Göttin Artemis die Quelle. Vielleicht schenkt auch deswegen das Loutraki-Bergwasser bis in die heutige Zeit den Menschen Heilung. Das Bad im Thermal Spa enthält radiumhaltiges Wasser. Radioaktivität und Gesundheit – das hört sich erst einmal nach einem Widerspruch an. In geringen Mengen ist es aber gesundheitsfördernd. Die Therme soll man deshalb nur 30 Minuten besuchen.AFeneosCopyrightKatagrammaRegionKorinth

Wohin man blickt sieht man türkis-hellblaues Meer, Berge, Schluchten und die Vegetation des Mittelmeerraumes. Wir sind auf der schmalen Landenge, dem Isthmos von Korinth, die das Festland mit dem Peloponnes verbindet. Die Meerenge ist nur gut 6 Kilometer breit und war bereits im Altertum ein strategisch wichtiger Punkt, der von vielen Völkern umkämpft wurde. Der Isthmos wurde in der Antike von Kriegs- und Handelsschiffen überquert, indem man sie auf Schlitten oder Karren über die felsige Landenge schleppte.  Ende des 19.Jahrhunderts wurde an dieser Stelle ein Kanal gebaut, der lediglich 24 Meter breit ist und nur von Schiffen unter 10.000 Tonnen passiert werden kann.

AkrokorinthCopyrightKatagrammaRegionKorinthAngenehm ruhig und entspannt ist es auf den Peleponnes, eine intakte Natur, viel Kultur und das antike Erbe warten überall. Alles begann in der historischen Stadt Korinth, erbaut im 1. Jahrtausend vor Chr. Hier befinden sich bedeutende griechische Altertümer wie das Kloster Osios Patapios und der Tempel der Göttin Hera “Heraion” aus dem Jahr 800 v.Chr. Sehr interessant ist Akrokorinth eine antike Festung auf einem Felskegel von 575 m Höhe. Es ist die älteste Burgfestung auf dem Peloponnes und gehört zu den imposantesten Burgen Griechenlands.

Die Reise geht weiter nach nach Nemea vorbei an sanften Hügeln und endlosen Weinbergen. Nemea ist natürlich auch mit der Mythologie und zwar den zwölf Aufgaben des Herkules verbunden. Die zeitgemäße “Herkulesaufgabe” für den Reisenden besteht darin, 21 verschiedene Weine des Weingutes Papaioannou zu verkosten. Selbstredend sind sie ein perfekter Speisebegleiter.

Eine genussvolle Hommage an griechische Esskultur erlebten wir in der Taverne „Maistraliloutraki“. Dort betörten uns die Köche in ihrem pittoresken Lokal mit „brutal, lokalem“ Essen und Wein. Selbst verwöhnte Gaumen werden begeistert sein vom Fisch, Meeresfrüchten und frischem Gemüse. Hier pflegt man die klassisch, griechisch-mediterrane Küche, kurze gegrille kleine Sardinen, Muschel, Oktopus, Pulpo mit Gewürzen und Zitrone. Wunderbare Klassiker.

Weiter geht es zum Kanal von Korinth. A1KanalvonKorinthCopyrightKatagrammaRegionKorinthDie von Menschenhand in ein Kalksteinmassiv geschnittene Schlucht ist beindruckend. Viele der häufig wechselnden Herrscher der Antike, auch Alexander der Große, haben sich am Bau eines Kanals versucht. Geklappt hat es dann erst Ende des 19.Jahrhunderts.

Von der Brückenmitte hat man einen freien Blick. Wenn ein Schiff den Kanal durchfährt, scheint es fast die steil emporsteigenden felsigen Wände zu streifen. Für Schiffe wird immer eine blaue Flagge aufgezogen um die Öffnung des Kanals bekannt zu geben, für Bungeejumper gibt es eine Herausforderung der anderen Art am Kanal von Korinth. Ein schmaler Steg führt diese „jungen Wilden“ unter der Brücke auf eine Plattform. Von hier stürzen sie sich dann angeseilt in die 90 m tiefe Kanalschlucht. Nach dem Sprung „in den Abgrund“ gibt es Applaus und Glückwünsche.

Fazit: Korinth ist wunderschön und wirklich zu empfehlen, perfekt für Kulturreisende und Familien.AEvrostiniCopyrightKatagrammaRegionKorinth

Adio, Greece.

Fotos: Copyright Katagramma & Region Korinth

www.visitgreece.gr

 

 

 

 

Kommentar hinterlassen zu "Korinth – eine Reise in Mythos und Vergangenheit"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*