IFA-Highlights 2017 – Ohne App geht nichts mehr

Mini-Küchenhelfer für den Mini-Haushalt. Foto: Ingrid Müller-MertensMini-Küchenhelfer für den Mini-Haushalt. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Von Katharina Zawadsky.

Vom 1. bis zum 6. September findet in diesem Jahr wieder die IFA statt. Aus der erstmals 1924 als Große Deutsche Funkausstellung eröffneten Schau ist inzwischen die global führende Messe für Consumer Electronics und Home Appliances, also für Heimelektronik und Haushaltsgeräte geworden.

In der Kongresshalle am Berliner Alexanderplatz stellten 30 führende Markenhersteller Medienvertretern vorab ihre Neuheiten vor. Und da darf man auf der IFA schon ein paar Sensationen erwarten. Einblicke in die neuesten IFA -Highlights gaben unter anderem AEG, ,Bosch, Jura, Loewe, Miele, Panasonic, Philips, Samsung, Siemens, Sony, TechniSat, und WMF. Sie präsentierten sich mit neuen Ideen, erstaunlichen Innovationen und vielen neuen Produkten.

Über "Smartfrog" die Dinge des täglichen Lebens vernetzen und steuern

Über „Smartfrog“ die Dinge des täglichen Lebens vernetzen und steuern

 

„Smart“ ist das Zauberwort. Der Trend der letzten Jahre, das wurde schnell klar, ist nun bis zur Perfektion weiterentwickelt und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken: Smarte, also intelligente Geräte und ihre nahezu totale Vernetzung untereinander und über Clouds mit allen Gebieten des täglichen Lebens. Schwerpunkt auch „Digital Health“- also alles für die  Gesundheit, Fitness und Kontrolle von Körperfunktionen. Ein spannendes Thema auch  das weite Feld der virtuellen Realitäten.

Wo und wie auch immer, eines ist klar: Ohne die jeweils erforderliche App geht eigentlich nichts mehr. Nur sehr wenige neue Produkte funktionieren noch mit herkömmlicher Bedienungsweise und dann auch nur noch in den Grundfunktionen. Und klar ist auch, dass der Konsument all dieser Hightech-Wunder ohne fundierte Englischkenntnisse nicht mehr auskommen wird.

Grundthema ist bei allen Herstellern Wohlbefinden, Gesundheit und mehr Lebensqualität zu schaffen. Vor allem durch die entsprechenden Geräte für Lifestyle und rationelle Haushaltsführung. Optimal vernetzt und mit Sprachsteuerung leicht zu bedienen.

Hier ein kleiner Überblick:

Die Firma Philips überrascht mit einer „Dream Station Go“, einer Maske für besseres Atmen im Schlaf. Die dazugehörige App registriert die Schlafqualität und verbessert die Luftqualität. Und auch das Zähneputzen ist nun über intelligente Sensoren total optimiert durch die Vernetzung einer App mit der elektrischen Zahnbürste. ifa3

WMF orientiert sich auf das angenehme Ambiente in der Küche. Für die immer stärker zunehmenden kleinen Haushalte gibt es Zuwachs bei den „Küchenminis“. Ein – natürlich smarter – Kräutertopf beleuchtet nicht nur attraktiv auf der Fensterbank, sondern versorgt automatisch mit Wasser. Praktische Küchenhelfer, die auch als „To-go-Behältnis“ fungieren, sollen helfen, Einweg-Verpackungen zu vermeiden. So gibt es den kleine Reiskocher mit integrierter Lunchbox, die Kaffeemaschine mit dem Thermobecher gleich zum Mitnehmen und für die ganz Gesundheitsbewußten einen Dörrautomaten, der aus Obst in kurzer Zeit leckere Chips zaubern kann oder auch selbstgemachte Müsliriegel.

Die Firma Beurer, Spezialist für Gesundheit und Wohlbefinden, wartet mit einem Wunderwerk von Wecker auf. Der nicht nur mit verschiedenen Lichtsimulationen (aufgehende oder untergehende Sonne) sanft weckt, sondern auch mit Aroma- und Klangtherapie den gesunden Schlaf fördert und das optimale Raumklima anzeigt. Die Tageslichtlampe gibt dann nach dem Aufwachen gleich den nötigen Energiekick. Natürlich über App und Bluetooth leicht zu steuern.

Hier gelingt das Menü immer. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Hier gelingt das Menü immer. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Total angesagt sind bei den verschiedenen Herstellern multifunktionale Kochgeräte, die fast alles selbständig machen. Man muss nur noch das gewünschte Gericht programmieren und die Zutaten einfüllen. Die natürlich der smarte Kühlschrank bereithält – der auch Auskunft gibt über eingelagerte Lebensmittel und erforderliche Zukäufe. Hier kann jeder ein Gourmetkoch sein. Krupps wartet auf mit dem Cook4Me, der kann kochen, garen, schmoren, dampfen, aufwärmen und das extrem schnell. SEB bietet mit dem neuen Prep&Cook Gourmet, die erste Multifunktions-Küchenmaschine mit Kochfunktion, die per App gesteuert werden kann. Bei Cucinale kann jeder perfekt und kinderleicht kochen, zum Beispiel mit intelligenten Kochfeldern und der App, über die   automatisch Hitze und Gardauer optimal an die jeweiligen Lebensmittel angepasst werden. Der „Airflyer XXL“  von Philips kann unter anderem mit 90 Prozent weniger Fett knusprige Pommes herstellen.

Nach dem Essen empfiehlt sich ein guter Kaffee. Auch hier kann man sich von smarten Kaffeemaschinen mit bis zu 15 verschiedene Spezialitäten verwöhnen lassen.

Integrierte Trommel für die kleine Wäsche.

Integrierte Trommel für die kleine Wäsche.

Ganz groß geschrieben auch das Thema Waschen. Hier punktet Siemens mit der formschönen 10-Kilogramm-Waschmaschine. Ein Gerät, das auch ohne Wasser, nur mit Aktivsauerstoff reinigen kann, das Waschmittel automatisch dosiert und über eine App die Pflegeetiketten an den Kleidungsstücken liest und entsprechend programmiert. LG offeriert den „TWIN Wash“, ein Gerät, dass oben 10 Kilo und im unteren Bereich noch eine 2-Kilo-Trommel integriert hat für die kleine Wäsche zwischendurch.

Saugroboter der neuesten Generation reinigen und pflegen alles auf dem Fußboden und können mittels „Voice Control“ per Sprachanweisung dirigiert und auch schon von unterwegs in Gang gesetzt werden.

Da sich Waschen, Kochen und Bodenpflege sich nun praktisch im Selbstlauf erledigt, kann sich der Konsument immer größeren und brillanteren Fernseh- und Audiogeräten widmen.

Bei TechniSat war man der Ansicht, dass man zur Steuerung des smarten Zuhauses keine separate Zentraleinheit und damit ein weiteres Gerät aufstellen muss, wenn doch bereits ein zentrales Stück Technik im Wohnzimmer steht: Der Fernseher. SmartHomeimWohnzimmer2Und so ist die Smart-Home-Steuerung direkt in ausgewählte Smart-TVs und Receiver eingebaut und damit die Steuerzentrale für das ganze Heim. Außerdem überrascht die Firma mit einem Digitalradio mit Bassreflex und OLED-Display in verschiedenen Designvarianten.

Alle TV-Hersteller bieten ihre Geräte mit der OLED-Technologie an, die messerscharfe Bilder und enorme Kontrastwerte und Farbbrillanz bringt, auch aus nächster Nähe. Und damit den Trend zu größeren Bildschirmdiagonalen enorm befördert hat.

LG präsentiert das 77 Zoll große Modell der ultraflachen TV-Serie Signatur W. Das schlanke, rasiermesserdünne Profil des W7 lässt den Fernseher für  den Betrachter nahezu in der Luft schweben und vermittelt das Gefühl, man könne ins Bild eintauchen.IFALG

Panasonic deckt alle Bereiche der 4K- oder UHD-Welt ab – von der Aufnahme per Kamera über die Speicherung und Archivierung bis hin zur Wiedergabe am Fernseher. Selbstverständlich alles komplett miteinander kompatibel und vernetzt.

Loewe zeigt auf der IFA eines der größten Portfolios an OLED-Fernsehern auf dem deutschen Markt. Fast alle Produkte des Sortiments verfügen über eine hochwertige integrierte Soundbar.

LG überrascht mit einem OLED TV im 77-Zoll „Wallpaper Design“. Das ultraflache Gerät haftet direkt an der Wand. Durch Nano-Technologie ist die Betrachtung auch von der Seite ohne Einschränkungen möglich.

Die Liste der IFA-Highlights und ihre schier unglaublichen Möglichkeiten könnte man jetzt noch stundenlang weiterführen. Am besten alle Neuheiten auf der IFA besichtigen und testen.

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